Roetgen - Vergnügliches Ratespiel mit „8 Frauen“ beim Weihnachtstheater

Vergnügliches Ratespiel mit „8 Frauen“ beim Weihnachtstheater

Von: heg
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Die Frauenriege des Roetgener Werkstatttheaters erspielte sich Lacher, Szenenapplaus und langen Beifall am Schluss in drei ausverkauften Vorstellungen im Theater 99. Foto: Werkstatttheater

Roetgen. Über drei ausverkaufte Vorstellungen im Theater 99 konnte sich das Roetgener Werkstatttheater freuen. Unter der Regie von Petra Knittel stellte das Ensemble seine zehnte Inszenierung vor. Zum Jubiläum stand die Aufführung der Krimikomödie „8 Frauen“ auf dem Programm.

Entstanden ist das Werkstatttheater vor 13 Jahren. Für Petra Knittel stand im Rahmen ihrer Ausbildung zur Theaterpädagogin die Durchführung eines künstlerischen oder pädagogischen Projektes an. Dafür konnte sie einige Mitwirkende aus ihrem Bekanntenkreis gewinnen. Mit der Aufführung der selbst entwickelten Collage „Nachtgeschichten“ im damaligen Stadttheater Monschau konnte die neunköpfige Gruppe über 100 Zuschauer begeistern und auch die Darsteller, bis dahin alle ohne Theatererfahrung, hatten „Feuer gefangen“. Damit war das Werkstattheater als dauerhafte Institution aus der Taufe gehoben.

Als Darstellerin wirkte Janine Olbrich bei allen zehn Inszenierungen mit. Von den weiteren Mitwirkenden bei der Jubiläumsaufführung waren Susa Menzel auf der Bühne und David Hartmann hinter den Kulissen auch schon bei der ersten Aufführung 2003 dabei, ebenfalls schon häufiger mitgespielt haben Maritha Hermanns, Karin Borrys und Rika Ziemons. Neu in das Ensemble integriert wurden in diesem Jahr Ute Rodde, Ilka Huppelsberg und die junge Shadé Klinkhamels. Die Abiturientin brachte aber schon Erfahrung aus Theaterprojekten der Jugendgruppe des Eifelvereins mit, die Petra Knittel mehrmals durchgeführt hat.

„Ich arbeite mit der Gruppe mit sehr unterschiedlichen Techniken“, berichtet Petra Knittel. Gerne bringt sie, wie im ersten Projekt, sogenannte Collagen zur Aufführung, bei denen sie einzelne, nach Ideen der Teilnehmer zu einem vorgegebenen Thema entwickelte Spielszenen, zu einem Stück zusammenfügt. Manchmal standen auch, wie jetzt mit den „8 Frauen“ von Robert Thomas, „fertige“ Stücke auf dem Programm. Neben der ebenso spannenden wie witzigen Handlung machte die choreographische Ausarbeitung der einzelnen Szenen des Zweiakters den besonderen Reiz der Aufführung aus.

„Wir wollten ‚Bilder für’s Publikum’ malen, Eine Frauenriege eignet sich wunderbar dazu“, erläutert die Regisseurin ihre Vorstellung. Die überaus gelungene Umsetzung kam bei den zahlreichen Zuschauern bestens an, wie viel Gelächter, häufiger Szenenapplaus und nicht zuletzt der lange Schlussbeifall bewiesen.

Da das Stück im Frankreich der 1950er-Jahre auf einem Landsitz in der Nähe von Paris spielt, hatten neben David Hartmann in der Technik auch Suse Lorenzen und Nathalie Bock durch ihre stilsichere, zeit- und detailgetreue Gestaltung von Kostümen und Bühnenbild Anteil an dem Erfolg. Das schon fast vergessene Bühnenstück „8 femmes“ von 1958 des französischen Autors Robert Thomas kam 2002 zu neuer Bekanntheit durch die Verfilmung von Francois Ozot mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant und Danielle Darrieux. Dadurch war auch Petra Knittel auf den Stoff aufmerksam geworden.

Nach dem inszenierten Mord am Familienoberhaupt beargwöhnen und verdächtigen sich die acht von der Außenwelt abgeschnittenen Frauen gegenseitig. Alle haben ein Mordmotiv und hatten die Gelegenheit zur Tat. Jede von ihnen versucht, ihre Geheimnisse wie unerwiderte Liebe und außereheliche Affären zu bewahren, doch unterdrückte Gefühle wie Habgier, Eifersucht und Neid brechen sich Bahn. Ein für die Zuschauer sehr vergnügliches Ratespiel beginnt, das mit einem Knalleffekt endet.

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