Verdächtige Beobachtungen: Keine Gemeindemitarbeiter

Von: ag
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Drohne mit Kamera
Roetgener Bürger hatten in einer Facebook-Gruppe von „verdächtigen Beobachtungen“ berichtet – etwa von Personen, die in Rott Häuser fotografiert hätten und von Drohnen, die über Wohngebieten Aufnahmen gemacht hätten. Symbolbild: dpa

Roetgen. Für Aufregung sorgte jetzt die Feststellung eines besorgten Bürgers in einer Facebook-Gruppe, dass sein Haus an der Faulenbruchstraße von einer Person aufgesucht worden sei, die sich als Mitarbeiter der Gemeinde ausgegeben und unter fadenscheinigen Behauptungen Untersuchungen an dem Haus vorgenommen habe.

Der Bürger bezeichnete das Ganze als kurios, äußerte den Verdacht, dass vielleicht ein Einbruch vorbereitet werden sollte und fragte, ob andere Ähnliches mitbekommen haben. In der Folge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Auch andere Bürger berichteten von „verdächtigen Beobachtungen“ – etwa von Personen, die in Rott Häuser fotografiert hätten und von Drohnen, die über Wohngebieten Aufnahmen gemacht hätten.

Auch Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss meldete sich zu Wort. Er nahm Kontakt auf, ließ sich die Sache schildern und prüfen, ob es sich um Mitarbeiter der Gemeinde gehandelt hat. Dies war offenbar nicht der Fall. Deshalb empfahl Klauss, die Vorfälle der Polizei zu melden. Dies werde die Gemeinde ebenfalls tun, schrieb der Bürgermeister.

Auch der Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Roetgen, Dirk Recker, erklärte am Dienstag auf Anfrage, dass niemand von der Gemeindeverwaltung Kenntnis davon habe, dass jemand im Auftrag der Gemeinde unterwegs sei, um Vermessungen an Häusern vorzunehmen. Mitarbeiter der Gemeinde würden auch nicht einfach Grundstücke betreten. „Unsere Leute klingeln und stellen sich vor“, sagte Recker und erklärte, man habe den Sicherheitsdienst der Gemeinde angewiesen, verstärkt auf verdächtige Personen an den Häusern zu achten.

Eine signifikante Steigerung der Einbrüche im Bereich Roetgen sei derzeit nicht zu verzeichnen, teilt die Polizei auf Anfrage mit. Die Einbruchszahlen lägen in Roetgen nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch die Meldungen über verdächtige Wahrnehmungen bezüglich Personen oder Fahrzeuge liege nicht über „dem üblicherweise niedrigem Maß“. Insbesondere seien keine Meldungen bekannt, in denen sich Personen als Mitarbeiter der Gemeinde ausgeben, um Grundstücke zu vermessen. Mit dem Verfasser des Facebook-Posts sei diesbezüglich seitens der Polizei Aachen Kontakt aufgenommen worden.

Die Polizei Aachen rät: „Melden Sie verdächtige Personen und Fahrzeuge in Ihrem Wohngebiet sofort der Polizei über den kostenlosen Notruf 110. Eine negative Abklärung hat für Sie als Mitteiler keinerlei Folgen, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig angerufen. Für die Polizei sind diese Information sehr nützlich und können das fehlende Puzzleteil in einer laufenden Ermittlung sein.“

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