„Verband ist gut aufgestellt”

Von: P. St.
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Sieht das Wasserwerk Perlenbac
Sieht das Wasserwerk Perlenbach gut aufgestellt: Verbandsvorsteherin Margareta Ritter.

Nordeifel. Am Mittwoch tagt die Verbandsversammlung des Wasserwerks Perlenbach, bei der auch der turnusmäßige Wechsel des Verbandsvorstehers vollzogen wird.

Drei Jahre lang war die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter als Verbandsvorsteherin tätig, ehe sie nun absprachegemäß das Amt an den Simmerather Bürgermeister weitergibt. Im Gespräch mit der Lokalredaktion äußert sich Margareta Ritter zur aktuellen Situation des Wasserwerks.

Sie waren drei Jahre Verbandsvorsteherin des Wasserwerks Perlenbach. Hat sich in dieser Zeit die Erkenntnis gefestigt, dass auch ein kleiner Verband gut wirtschaften kann?

Margareta Ritter: Warum sollte dies von der Größe eines Verbandes abhängen? Gut wirtschaften hat etwas mit Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsgebiet zu tun. Und hier sehe ich den Wasserversorgungszweckverband Perlenbach gut aufgestellt. Durch die kommunale Trägerschaft der sieben Mitgliedskommunen besteht ein großes Interesse, nicht gewinnmaximierend, sondern aufgabengerecht zu wirtschaften. d.h. gutes Trinkwasser zu kleinem Wasserpreis anzubieten.

Das Wasserwerk Perlenbach hat in Zeiten sinkender Bevölkerungszahlen und zurückgehendem Wasserverbrauch in Zukunft bestimmt keinen leichten Stand. Ist das ein Problem des Wasserwerks Perlenbachs oder ein generelles Problem der Wasserversorger?

Ritter: Dies ist ein generelles Problem der Wasserversorger. Allerdings haben Wasserwerke in ländlichen Gebieten mit geringer Anschlussdichte höhere Netzinstandhaltungskosten als Wasserwerke in Ballungsgebieten. Hier ist sicherlich von Vorteil, dass die Kommunen im Versorgungsgebiet auf Konzessionsabgaben für Leitungsrechte in den öffentlichen Straßen verzichten und damit zur Kostendämpfung beitragen. Unser Wasserpreis ist daher im Vergleich der Region deutlich niedriger.

Zum Jahr 2012 ist dennoch eine Erhöhung des Wasserpreises durch eine Anhebung der Grundgebühr um 24 Euro im Jahr beschlossen worden. Wo sind in Zukunft noch Sparpotenziale erkennbar?

Ritter: Sparpotenziale zu nutzen, sollte immer mit zur obersten Priorität gehören und ist ein dauerhafter Prozess, der in enger Abstimmung der Mitgliedskommunen mit der Werksleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrieben wird. Die Wasserpreiserhöhung, die für das Jahr 2012 in der heutigen Verbandsversammlung zu beraten ist, hängt maßgeblich mit der Entscheidung zusammen, die Netzerneuerungsrate zu erhöhen. Das Versorgungsnetz ist zum Teil in die Jahre gekommen, und um nicht zu viel aufbereitetes Wasser zu verlieren und die Durchleitungsqualität sicherzustellen, bedarf es der verstärkten Erneuerung.

Hat das Wasserwerk Perlenbach als kleiner Verband langfristig eine Überlebenschance und inwieweit besitzt der Verband hier ein Selbstbestimmungsrecht?

Ritter: Ich sehe das Wasserwerk Perlenbach gut aufgestellt. Wir, die Mitglieder in der Verbandsversammlung und damit die kommunalen Interessenvertreter, eint daher die gemeinsame Linie, die Eigenständigkeit des Wasserversorgungszwecksverbandes Perlenbach beizubehalten. Dieses Selbstbestimmungsrecht ist Grundlage unserer Zusammenarbeit in den Gremien des Wasserwerkes Perlenbach. In diesem Sinne trete ich gerne für die dauerhafte Zukunft unseres Wasserwerkes ein.
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