Vennbahnradweg soll die Kassen klingeln lassen

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
10657655.jpg
Zertifizierte Bett- und Bike-Betriebe können nun kostenpflichtig mit einer Infotafel am Vennbahnradweg auf sich aufmerksam machen: Das soll ein erster Schritt in der touristischen Vermarktung des Premium-Radweges sein, erklärt Achim Pröpper von der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen. Foto: A. Gabbert

Monschau/Nordeifel. Die Eifel-Höhen-Route, der Rurufer-Radweg und nicht zuletzt der Vennbahnradweg ziehen immer mehr Radfahrer in die Eifel. Vor fünf bis sechs Jahren sei das noch ganz anders gewesen, sagt Achim Pröpper, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen (AMU) und zuständig für die Sparte Hotellerie.

 „Damals hat der Radtourismus die Eifel noch nicht erreicht. Die Beschilderung fehlte und es gab keine Infrastruktur, deshalb kamen nur ein paar Mountainbiker“, sagt Pröpper. Mit dem Vennbahnradweg habe man nun aber einen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifizierten Premium-Radweg direkt vor der Haustür, den man touristisch vermarkten könne. Vertreter der Monschauer Stadtverwaltung, der Monschau Touristik, aus der Politik und der AMU haben überlegt, wie eine Vermarktung aussehen könnte. Das Ergebnis wurde jetzt auf einer Versammlung der AMU vorgestellt.

„Was bislang fehlte, ist eine Beschilderung an der Vennbahn, die auf Sehenswürdigkeiten, die Orte und die Betriebe hinweist“, sagt Pröpper. An den Infopunkten, die etwa an den ehemaligen Bahnhöfen zu finden sind, gab es zwar schon einige Hinweise, die der AMU aber noch nicht weit genug gingen.

Deshalb gibt es am ehemaligen Bahnhof in Monschau jetzt auch Schilder, die auf Betriebe hinweisen, die der ADFC zertifiziert hat. Diese dürfen sich Bett- und Bike-Gastbetrieb nennen und kostenpflichtig an den Infopunkten für ihr Unternehmen werben. Die Radfahrer sollen so zu einem Abstecher nach Monschau – am besten mit einer oder mehreren Übernachtungen – animiert werden.

„Wir sehen in dem Radtourismus ein Erfolgskonzept“, sagt Achim Pröpper. Der Naturtourismus werde immer stärker nachgefragt. „Natürlich ist der Tagestourismus nicht wegzudenken; wir brauchen aber auch Gäste, die länger bleiben – sprich Wanderer und Radfahrer“, sagt Pröpper.

Nur die sogenannten Bett- und Bike-Betriebe dürfen auf den neuen Schildern werben. „Zur Wertschöpfung aus dem Premium-Radweg gehört aus unserer Sicht auch, dass man sich zertifizieren lässt und gewisse Kriterien erfüllt“, erklärt Pröpper. Zu den Mindestanforderungen an einen Bett- und Bike-zertifizierten Betrieb gehört zum Beispiel, dass es einen abschließbaren Raum für die untergestellten Fahrräder gibt. Außerdem muss ein Raum für das Trocknen der Kleidung und der Ausrüstung vorhanden sein.

Ein Frühstück oder eine Kochgelegenheit müssen angeboten werden und regionale Radwanderkarten vorhanden sein. Ein Fahrrad-Reparaturset sollte den Gästen ebenfalls zur Verfügung stehen. Neben weiteren Grundkriterien müssen auch zwei zusätzliche Serviceleistungen wie ein Hol- und Bringdienst oder ein Lunchpaket zum Mitnehmen angeboten werden. Diese und andere maßgebliche Kriterien wurden auch auf der Versammlung der AMU vorgestellt.

Fragenkatalog ausfüllen

Betriebe, die an einer Zertifizierung durch den ADFC interessiert sind, könnten sich nun an die Monschau-Touristik wenden, um dort einen Fragenkatalog auszufüllen, sagt Pröpper. In Zukunft sollen noch weitere Infoschilder aufgestellt werden, die zum Beispiel die Sehenswürdigkeiten stärker in den Fokus rücken. „Da sind wir aber noch in der Findungsphase. Die Gestaltung ist noch offen“, sagt Pröpper.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert