Vennbahnradweg darf kein Verkehrshindernis sein

Von: P. St.
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Auf dem Vennbahn-Gleis wird Platz gemacht. In zwei Jahren sollen hier die Radfahrer kreuzen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. 11,5 Millionen Euro soll der neue Vennbahnradweg kosten. Die so genannte Ravelroute, die auf der einstigen Vennbahnstrecke unter Federführung des Königreiches Belgien geplant wird, soll bis zum Jahr 2010 fertig gestellt sein.

Die betroffenen Kommunen beteiligen sich mit zusammen 660000 Euro; die gleiche Summe hat noch einmal der Kreis Aachen bereit gestellt.

Ein Drittel der Strecke ist bereits jetzt nutzbar. Insgesamt soll die durch Deutschland, Belgien und Luxemburg führende Route 130 Kilometer umfassen. Ihr besondere Reiz wird sein, dass die maximale Steigung zwei Prozent nicht überschreiten wird, obwohl die Trasse durch die Mittelgebirgslandschaft von Eifel und Ardennen führt.

Die Streckenführung durch die Nordeifel zwischen Roetgen und Kalterherberg beschäftige jetzt auch den Tourismusausschuss der Stadt Monschau.

Thomas König von der Stabsstelle des Kreises Aachen berichtete über den Stand der Dinge, und überraschte den Ausschuss zunächst einmal mit der Mitteilung, dass man für die Querung des Radweges auf der Himmelsleiter eine Signalampel beantragt habe, der Landesbetrieb Straßenbau aber nicht reagiert habe.

„Keine ernsthafte Planung”

Ehe die sofort spürbare Empörung im Ausschuss aber zum Ausdruck kam, sagte König, dass man mit einem solchen Antrag allein das Ziel verfolge, dass Straßen NRW sich an der Überwindung der Straßenquerungen beteilige. Eine Ampel auf der Himmelsleiter sei keine ernsthafte Planung, allerdings müsse man bei einem Tunnel oder einer Brücke mit Kosten von rund 500000 Euro rechnen. Weiche man von der Vennbahntrasse ab und nutze stattdessen auf dem Teilstück Himmelsleiter den vorhandenen Radweg, komme man auf eine Steigung von bis zu 12 Prozent.

Heinz Stollenwerk (CDU) mahnte, dass der Weg nach Aachen für den Autofahrer auf keinen Fall beeinträchtigt werden dürfe. Es gebe auch preiswerte Möglichkeiten einfacher Unterführungen. Auch müssten noch Ideen entwickelt, wie man Fußgänger, Radfahrer und Skater auf eine Linie bringe; im übrigen aber biete der Vennbahnradweg „ungeahnte touristische Möglichkeiten” und stelle wolle eine besten Ideen der letzten Jahren dar.

Zur Ausführung der Strecke sagte Thomas König, dass eine Asphaltdecke vorgesehen sei. Die belgische Seite habe eine Wegbreite von 2,80 Meter vorgeschlagen, aber auch drei Meter seien im Gespräch.

Auf die Frage von Brigitte Olschewski (SPD), inwieweit die Anrainerkommunen bei der Pflege unter Unterhaltung des Weges eingebunden werden, sagte König, dass Belgien als Träger für die Beseitigung von Schäden an Strecke zuständig sei; es sei allerdings geplant, dass „kleinere Arbeiten” von den jeweiligen Partnern an der Strecke übernommen werden sollen.
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