Vandalismus: Seit Karneval ist es ruhig

Von: P. St.
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Spuren von Vandalismus und Sachbeschädigung wie hier an Gemeindesporthalle, sind in Roetgen immer noch erkennbar. Foto: Günther Sander

Roetgen. Es herrscht wieder Ruhe im Dorf: Nach einer über Monate andauernden Phase von Vandalismus und Schlägereien in Roetgen gibt es nun seit Karneval 2016 keine besonderen Vorkommnisse im Ort mehr. Dies berichtete jetzt die Polizei den Mitgliedern des Roetgener Haupt- und Finanzausschusses.

Nicht nur vier Ordnungshüter sondern auch Vertreter des Jugendamtes der Städteregion standen Rede und Antwort, nachdem die gehäuft auftretenden Vorfälle in der Vergangenheit für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt hatten. Wie berichtet, trieben seit Juni 2015 verstärkt mehrere rivalisierende Jugendcliquen in Roetgen ihr Unwesen.

Aufgrund eines Antrages der UWG-Fraktion kam das Thema jetzt zur Sprache. Kritik hatte die UWG auch daran geübt, dass durch eine „Taktik der Intransparenz“ seitens der Polizei eine zusätzliche Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung eingetreten sei. „Es gab einige brenzlige Situationen“, meinte UWG-Sprecherin Silvia Bourceau. Auch wenn zwischenzeitlich wieder Ruhe eingekehrt sei, „ist das Problem vorhanden.“ Auch Bürgermeister Jorma Klauss bilanzierte, dass gerade die zu Karneval getroffenen vorbeugenden Maßnahmen Wirkung gezeigt hätten. Zu diesen Maßnahmen gehört auch die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes, für den 10.000 Euro im Gemeindehaushalt 2016 veranschlagt sind. Der Dienst soll bei Bedarf eingesetzt werden.

Die Vertreter der Polizei berichteten im Hauptausschuss, dass seit dem 1. Juni 2015 fünf Vorfälle (Sachbeschädigung, Einbruch, Schlägereien) registriert worden seien. Alles spreche dafür, dass sämtliche Straftaten dem gleichen Täterkreis zuzuordnen seien. Da auch Jugendliche auf frischer Tat ertappt worden seien, seien entsprechende Ermittlungsverfahren in Gang gesetzt worden. Die Verfahren liefen derzeit noch.

Hauptkommissar Kurt Bremer vom Bezirksdienst Süd versicherte: „Die Eifel liegt uns am Herzen“, gerade auch, weil durch organisatorische Veränderungen in den zurückliegenden Jahren Kompetenzen abgebaut worden seien. Man habe aber Sorge dafür getragen, „dass in der Eifel keine Unterversorgung eintritt.“ Bremer sah durchaus die Bedeutung der Vorkommnisse für Roetgen, aus Sicht der Polizei aber sei die Kommune innerhalb des Polizeipräsidiums Aachen nicht besonders auffällig bei Straftaten.

Ein große Schwierigkeit sahen alle Beteiligten darin, die betroffenen Jugendlichen überhaupt zu erreichen. Das Jugendamt der Städteregion verwies in diesem Zusammenhang auf die durchaus effektive Kooperationen Polizei, Ordnungsamt und Streetworkerin.

Die Polizei zog ihrerseits das Fazit, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig geworden sei und die Beamten bei allen Vorfällen vor Ort gewesen seien.

Einigkeit herrschte im Ausschuss aber auch darüber, dass die Bekämpfung von Jugendkriminalität eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt.

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