Vandalismus am Bushof ist Alltag

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Nichts zu lesen: Schon seit Wochen hängen auf dem Bushof Simmerath keine Fahrpläne mehr aus, seitdem die Scheiben an der Fahrplanauskunft zertrümmert wurden.

Simmerath. Wenn der Bauhof der Gemeinde Simmerath nach dem Rechten schaut, dann wissen die Mitarbeiter ganz genau, an welchen Plätzen es immer Arbeit gibt. Der Bushof in Simmerath gehört ganz sicher dazu. Müll und Vandalismus gehören hier zum Alltag.

Die einst blauen Wartehäuschen sind übersät mit Farbschmierereien, die Regenfallrohre sind regelmäßig eingedrückt, die Sitze werden beschädigt und auf die Schieferabdeckung auf den Dächern wird regelmäßig eingeschlagen.

„Es gibt wohl kein Material, dass vor Vandalismus sicher ist“, klagt auch Günter Kaulen von der Strukturabteilung der Gemeinde Simmerath. Der Bauhof sei hier „sehr häufig“ im Einsatz. „Es ist ein Trauerspiel.“

Ein Trauerspiel ist auch das jüngste Beispiel von Vandalismus. Bereits vor einigen Wochen wurden die Glasscheiben der Fahr- planauskunft zertrümmert. Vier solcher Vorrichtungen für die unterschiedlichen Linien mit insgesamt acht Scheiben stehen auf dem Bushof. Doch seit der mutwilligen Attacke sind die Kästen leer; es hängen keine Fahrplane mehr aus.

Damit die Fahrgäste nicht im Regen stehen, hängte der Regionalverkehr Euregio Maas/Rhein (RVE) als Sofortmaßnahme laminierte Fahrpläne aus, doch der gut gemeinte Service des Busunternehmens währte nur für einen Tag. Dann waren die vor Zugriff ungeschützt angebrachten Fahrpläne schon entwendet worden. Nun ärgern sich eine Reihe Fahrgäste jeden Tag darüber, dass sie sich hier an einem zentralen Punkt des öffentlichen Nahverkehrs nicht über die Busverbindungen informieren können.

Beim RVE weist man darauf hin, dass die Unterhaltung des Bushofs eine kommunale Angelegenheit sei, wobei man sehr wohl um das Problem des Vandalismus wisse, wie ein Mitarbeiter des Unternehmens betont.

Günter Kaulen kann unterdessen Abhilfe versprechen. Acht neue Scheiben sind inzwischen bestellt worden, die voraussichtlich in der nächsten Woche wieder eingebaut würden. Die Auftragsvergabe habe sich ein wenig in die Länge gezogen, weil für die Fahrplankästen teures Sicherheitsglas vorgeschrieben sei.

Zuvor waren bereits die Kabel für die Beleuchtung der Kästen abgeklemmt worden, um damit einer möglichen Gefahrenstelle vorzubeugen.

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