UWG-Chef lässt sich nicht absichern

Von: P. St.
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Der neue Gemeinderat Simmerath ist ihr Ziel: Die Reserveliste der UWG Simmerath wird angeführt von Claus Brust, Erika Frank, Egon Krins und Heribert Vroemen (vorne, v. links). Dahinter stehen bereit Martin Brust, Hans Angenendt und Helmut Keischgens (v. li.) auf den Plätzen fünf bis sieben. Foto: P. Stollenwerk

Huppenbroich. Die UWG ist immer für eine Überraschung gut - auch in den eigenen Reihen. Die Kandidatenaufstellung der Simmerather Unabhängigen für die Kommunalwahl am 30. August dürfte dazu führen, dass nach der Wahl einige neue Namen in der ersten Reihe der Fraktion auftauchen.

UWG-Vorsitzender und Fraktionssprecher Helmut Keischgens verzichtete zu allgemeinen Überraschung darauf, sich absichern zu lassen. Der Kesternicher Ratsvertreter taucht erst auf Platz sieben der Reserveliste auf. Derzeit stellt die Fraktion vier Mitglieder im Gemeinderat.

Beim UWG-Parteitag in der Gaststätte Ohler in Huppenbroich erklärte Keischgens, dass er sich Chancen ausrechne, ein Direktmandat zu holen. Bei der Kommunalwahl 2004 vereinigte Keischgens in seinem Wahlbezirk (Kesternich-Unterdorf) 27,6 Prozent der Stimmen auf sich. Allerdings ist kein geringer als CDU-Ortsvorsteher Ulrich Offermann (zuletzt 54,7 Prozent) sein nicht zu unterschätzender Gegenkandidat.

Die Besetzung der Reserveliste hat für die UWG selbstverständlich die absolut entscheidende Bedeutung für die spätere Zusammensetzung der Fraktion; entsprechend ernsthaft wurde das Wahlverfahren während des vierstündigen Parteitages angegangen. In einer geheimen Kampfabstimmung wurden die Plätze jeweils im direktem Vergleich zweier Bewerber, die der Vorstand vorschlug, vergeben. Auf Platz eins der Liste kam Claus Brust (Simmerath), gefolgt von Erika Frank (Simmerath), Egon Krins (Woffelsbach) und Heribert Vroemen (Lammersdorf).

Auch alle 16 Simmerather Wahlbezirke wurden nach einstimmigen Wahlen mit Kandidaten besetzt; nur wurden nicht für alle Bewerber persönliche Vertreter gefunden.

Claus Brust gab als Wahlziel aus, die absolute Mehrheit der CDU im Gemeinderat zu brechen. Es müsse damit Schluss sein, dass gerade die Entwicklung im Zentralort Simmerath von einer „kleinen Clique” bestimmt werde. Außerdem rechnet Brust, der auch für den Städteregionstag aussichtsreich kandidiert, damit, dass die UWG diesmal mit fünf Vertretern in das Simmerather Gemeindeparlament einzieht.

Selbstbewusst erinnerte Brust daran, dass die exakt vor 15 Jahren gegründete UWG „bei jeder Wahl zugelegt hat. Da können wir nicht alles falsch gemacht haben.” Brust sieht die Freien Wählergemeinschaften im Aufwind, die inzwischen in allen Kommunen der Städteregion vertreten sein.

Gäste bei der UWG waren auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Karl-Heinz Hermanns (CDU) und Gregor Harzheim (SPD), obwohl die UWG, die keinen eigenen Bewerber stellt, keinen der beiden Kandidaten favorisiert. Es könne aber sein, räumte Vorsitzende Helmut Keischgens ein, dass die UWG kurz vor dem Kommunalwahl doch noch eine Empfehlung ausspreche.

Zielscheibe der Kritik war für Claus Brust einmal mehr die Bildung der Städteregion. Der vorübergehend erforderliche Umzug in angemietete Gebäude, inklusive Sanierung und EDV-Einrichtung als Übergangslösung, verursache Kosten in Millionenhöhe. Der UWG-Vertreter äußerte die Befürchtung, dass diese Zusatzkosten dann über die Umlage der Kommunen abgedeckt würden.

Brust: Etschenberg wählen!

Durch die Einbindung der Stadt Aachen in die Städteregion werde der Einfluss der Eifel geringer. Daher sprach Brust sich dafür aus, dem CDU-Kandidaten Helmut Etschenberg für das Amt des Städteregionsrates die Stimme zu geben. Etschenberg sei „Eifeler und Fachmann.” SPD-Gegenkandidat Uwe Zink dagegen „mag die Eifel nicht,” verteilte Brust seine Sympathien.

Für Gregor Harzheim ist es von entscheidender Bedeutung, dass die drei Eifelkommunen innerhalb der Städteregion „eng zusammenarbeiten.”
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