Kalterherberg - Unverzichtbare Helfer in den Orten und Vereinen

Unverzichtbare Helfer in den Orten und Vereinen

Von: fm
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Bürgermeisterin Margareta Ritter freute sich, wieder aus allen Stadtteilen Bürger mit der Ehrenamtsplakette auszeichnen zu können. Foto Franz Mertens Foto: Franz Mertens

Kalterherberg. Der Tag des Ehrenamtes der Stadt Monschau fand in diesem Jahr in der Vereinshalle in Kalterherberg statt. Der Zulauf zu ehrenamtlicher Tätigkeit hält weiter an. Bürgermeisterin Margareta Ritter stellte für dieses Jahr eine Besonderheit zum Ehrenamt in der Stadt heraus.

In den Flüchtlingsunterkünften in Höfen und in Monschau sind derzeit regelmäßig etwa 240 Ehrenamtler im Einsatz. Viele dieser freiwilligen Helfer sind erst jetzt über die Flüchtlingshilfe im Ehrenamt angekommen. Vor Ort erleben die neuen Ehrenamtler, wie sehr ihr Einsatz bei dieser großen Aufgabe gebraucht wird.

Als Hausherr leitete Ortsvorsteher Norbert Rader den Ehrenamtstag ein. Er stellte das große finanzielle Engagement der Sparkasse Aachen und der Raiffeisenbank heraus. Neben den Vertretern der beiden Banken galten seine Grußworte den vielen ehemaligen Ehrenamtsträgern der vergangenen Jahre und der „Harmonie“ Kalterherberg, die unter der Leitung von Kerstin Litt den Abend musikalisch begleitete.

Hospizarbeit gewürdigt

Junge Sportler aus Imgenbroich betraten als Erste an diesem Abend die Bühne. Die Formation Funtastic vom Tanzclub Dash überzeugte mit einer gelungenen Vorstellung. Bei den deutschen Meisterschaften landeten die jungen Tänzer des Vereins dreimal auf den Podiumsplätzen.

Die erste Laudatio auf eine neue Trägerin der Ehrenamtsplakette hielt die Mützenicher Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz. Edith Schmitz hat seit zwanzig Jahren Menschen auf dem Weg in den Tod begleitet. Dabei sind viel Mitgefühl und Nächstenliebe gefragt. Der Lohn für diese Arbeit ist die Dankbarkeit der Betroffenen und deren Angehörigen.

Ihre Familie unterstützt sie bei ihrer schweren Aufgabe nach Kräften. Inzwischen hat Edith Schmitz auch eine Ausbildung in der Notfall-Seelsorge erfolgreich abgeschlossen. Ihr Aufgabenspektrum erweitert sich somit noch. Sie wird demnächst noch häufiger abends, in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen zu einem Unfallort oder an ein Sterbebett gerufen.

Ein Mann für alle Fälle

Für Rohren stellte Ortsvorsteherin Waltraud Haake mit Ulrich Carl einen Ur-Rohrener als neuen Träger der Ehrenamtsplakette vor. Seine handwerklichen Fähigkeiten kommen dem ganzen Ort zugute. Beim Bau des Sportheims hat er tatkräftig mitgearbeitet.

Beim Schützenheim war er ebenfalls im Einsatz. Der Heimatverein hat in ihm eine verlässliche Stütze bei der Pflege der Wanderwege und der Bänke rund um den Ort. Seine Holzrechen, Vogelhäuschen und Truheneckenbänkchen sind in ganz Rohren beliebt. Die schöne Eichentür vor dem Brunnen auf der Dorfwiese geht auch auf seine Initiative zurück.

Für den Stadtteil Höfen erhielt diesmal Regina Scholl die Ehrenamtsplakette. Sie stand jahrelang an der Spitze der Eifelvereins-Ortsgruppe. Die Eröffnung des Webereimuseums, die Narzissenfeste, zahllose Wanderungen und Ferienfahrten verdanken die Höfener Wanderer ihrer rührigen ehemaligen Vorsitzenden. Auf Bezirksebene hat sie den Ortsverein 20 Jahre vertreten.

Im Ortsverein hat sie in 26 Jahren die Geschicke der Ortsgruppe geprägt. In jüngster Zeit hat sie sich aus der Vorstandarbeit zurückgezogen, trotzdem bleibt sie weiter für die Ortsgruppe aktiv. Sie organisiert die Besuchergruppen im Webereimuseum. Ortskartell-Vorsitzende Marlene Ungermann gratulierte im Namen der Ortsvereine.

Aus Kalterherberg schlug Ortskartellvorsitzender Karl Krüger Günter Andres vor. Der neue Träger der Ehrenamtsplakette in Kal-terherberg hat sämtliche Königswürden im Ort erreicht. Er war zweimal Schützenkönig, einmal Hahnenkönig und zu guter Letzt auch Kappenkönig. Auch er hat sich immer wieder als Handwerker zur Verfügung gestellt.

Bei der Vereinshalle, beim Probenraum der Musik und beim Gerätehaus der Feuerwehr hat er kräftig mitgearbeitet. Mit seinem Akkordeon hat er schon bei vielen Gelegenheiten für gute Stimmung und Unterhaltung gesorgt. Bei den Familienabenden seiner Vereine war er immer mit dabei, wenn es darum ging, Spaß und Frohsinn zu verbreiten.

Peter Weber aus Imgenbroich hielt an diesem Abend eine ganz besondere Laudatio. Er schlug den unlängst verstorbenen Ortsvorsteher Bernd Neuß posthum für die Ehrenamtsplakette vor. Mit ihm habe Imgenbroich einen verantwortungsbewussten und aufgeschlossenen Bürger verloren. Wie viel er für den Ort bedeutet habe, sei Vielen erst nach seinem Tod bewusst geworden.

Bei seinem unermüdlichen Einsatz für Imgenbroich sei er von allen respektiert und manchmal auch für sein offenes Wort gefürchtet worden. Die Schützen und das Bürger-Casino haben vielleicht am meisten von seinem Einsatz profitiert. Die Auszeichnung nahm sein Bruder Martin stellvertretend entgegen.

Mit Gisela Esser schlug Ortskartellvorsitzender Peter Jung eine Frau vor, die im Ort schon seit Jahren in nahezu allen Vereinen aktiv ist. Über 20 Jahre war sie beim TV für die Anmeldeverwaltung und die Startkartenausgabe beim Monschau-Marathon verantwortlich. Im Eifelverein hat sie zahlreiche Aufgaben über Jahre hinweg übernommen. Weitere Stationen ihres ehrenamtlichen Einsatzes waren das Trommler- und Pfeiferkorps, die Pfarrgemeinde, der Kindergarten, die Blutspendeaktionen des DRK, der Förderkreis Schwerkranke Kinder und die Monschauer Tafel. Aktuell arbeitet sie bei der Flüchtlingsarbeit in der Kinderbetreuung mit.

Trödelmarkt und Flüchtlinge

Für die Altstadt schlug Ortsvorsteher Georg Kaulen mit Wilma Mertens eine Frau vor, die sich nach dem Abschied aus dem Berufsleben in vielen Bereichen gemeinnützigen Aufgaben verschrieben hat. Sie engagiert sich in der Kriegsgräberfürsorge mit besten Sammelergebnissen, im Vorstand des Kleingärtnerbundes und in der Ortsgruppe des VdK. Für das ökumenische Pfarrfest ist sie auch viele Stunden unterwegs. Sie sammelt überall brauchbare Sachen für den Trödelmarkt des Festes. Auch sie ist inzwischen bei der Flüchtlingshilfe angekommen. Sie sammelt Kleidung für die Kleiderkammer der Flüchtlingsunterkunft in Monschau.

An diesem Abend konnten sich auf 93 Vereine aus dem Stadtgebiet über eine kleine finanzielle Unterstützung freuen. Im Spendentopf befanden sich insgesamt 7500 Euro. Neben den schon erwähnten Banken als Sponsoren trugen auch die Ratsvertreter und sachkundigen Bürger dazu bei, den Spendentopf zu füllen.

Die Bürgermeisterin bedankte sich bei allen Spendern für die geleistete Unterstützung. Lobende Worte fand Margareta Ritter auch für den Einsatz der Feuerwehr beim Einrichten der Notunterkünfte für die Flüchtlinge im Schichtbetrieb.

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