Unterstützung für Vossenack fortsetzen

Von: P. St.
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Soll auch weiterhin durch die Gemeinde Simmerath finanzielle Unterstützung erfahren: Das Vossenacker Franziskus-Gymnasium.

Simmerath/Vossenack. Die finanzielle Unterstützung der Kommunen hat das private Franziskus-Gymnasium Vossenack in seinem Etat fest eingeplant. Insgesamt geht es um einen Betrag von 200.000 Euro, der durch Zuschüsse aufgefangen werden muss. Neben der Stadt Nideggen ist hier auch die Gemeinde Simmerath bisher ein verlässlicher Partner bei der Entrichtung des jährlichen finanziellen Zuschusses.

Nun hat die Gemeinde Simmerath neben der Stadt Nideggen nach zehnjähriger Laufzeit fristgerecht den Vertrag zur finanziellen Unterstützung des Franziskus-Gymnasiums Vossenack „vorsorglich” zum 31. Dezember 2010 gekündigt.

Im Falle Simmerath geht es um einen Betrag von rund 30.000 Euro im Jahr. Der Gemeinderat wird in Kürze darüber entscheiden, ob Simmerath die Zuschüsse weiterhin zahlt oder ob der Vertrag gekündigt wird.

Um nun die politischen Vertreter und die Verwaltung zu motivieren, die Zuschusszahlung an das Franziskus-Gymnasium fortzusetzen und einen entsprechenden Beschluss zu fassen, soll auch von Seiten der Eltern diese Forderung unterstützt werden.

Daher beabsichtigen Martina Schreiber-Röhl und Rainer Röhl aus Simmerath, eine Interessengemeinschaft der Eltern von Schülern des Franziskus-Gymnasiums ins Leben zu rufen.

„Die beiden Schulen in unserer Umgebung, die unsere Kinder zum Abschluss der Hochschulreife ausbilden, sind das städtische Gymnasium St. Michael in Monschau und das private Franziskus-Gymnasium in Vossenack. Ein wesentlicher Unterschied bei der Finanzierung beider Schulen liegt darin, dass das Monschauer Gymnasium zu 100 Prozent durch Landesmittel refinanziert wird, das Vossenacker Gymnasium lediglich zu 94 Prozent.

Die hier fehlenden sechs Prozent wurden in den vergangenen zehn Jahren durch Zuschüsse von Bistum Aachen, Kreis Düren und den drei Gemeinden (Gemeinde Hürtgenwald, Stadt Nideggen, Gemeinde Simmerath) finanziert”, erläuterten die beiden Initiatoren die Notwendigkeit ihrer Aktion.

Diese fehlenden sechs Prozent machen einen Betrag von ca. 200.000 Euro jährlich aus.

Das Vossenacker Gymnasium wird derzeit von 275 Schülern aus Simmerath besucht, über 50 Prozent der Neuzugänge werden aus dem Simmerather Gemeindegebiet angenommen.

Insgesamt besuchen derzeit 630 Schüler die Schule vor den Toren Vossenacks.

„Die Schulleitung in Vossenack hilft sozial durch Zur-Verfügung-Stellung des Schwimmbades der Schule an zwei Tagen in der Woche an Simmerather Grundschulen und an zwei Nachmittagen in der Woche an die Kleinen zur Erlangung des Seepferdchen,” führen Martina Schreiber-Röhl und Rainer Röhl weitere Argumente an.

Ordensgemeinschaften wie die Franziskaner in Vossenack, die das Gymnasium leiteten, erhielten keinen Anteil aus der Kirchensteuer. Daher sei Notwendigkeit des Gemeindezuschusses „simpel nachvollziehbar”.

„Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich”, sagt Schulleiter Pater Peter Schorr, der deutlich macht, „dass wir auf diese Zuschüsse angewiesen sind.”
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