Eicherscheid/Konzen - „Unser Dorf hat Zukunft”: Gold für Vossenack

„Unser Dorf hat Zukunft”: Gold für Vossenack

Von: Günther Sander
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Die „Golddorfsieger” aus Vos
Die „Golddorfsieger” aus Vossenack ließen sich in der Eicherscheider Tenne stark und groß feiern. Foto: Günther Sander

Eicherscheid/Konzen. Gold, Silber, Bronze. In der „Tenne” in Eicherscheid glitzerten Edelmetalle für Sieger und Platzierte gleich reihenweise bei der diesjährigen Preisverleihung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft.”

Außerdem waren „Sonderpreise” ein zusätzliches „Zückerchen” und die Belohnung für die großen Bemühungen von den Vorbereitungen bis hin zur Festveranstaltung am Samstag.

NRW-Minister Johannes Remmel (Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) ließ es sich nicht nehmen, den „strahlenden Teilnehmern” im Landesteil Rheinland die Urkunden, Plaketten und Preise persönlich auszuhändigen.

Große Abordnung jubelt

Der Focus war selbstverständlich auf das neue „Golddorf” Vossenack gerichtet, wo die Freude besonders bei der Riesenabordnung spürbar wurde. Bürgermeister Axel Buch und Ortsvorsteher Ulrich Hallmanns stand die Freude ins Gesicht geschrieben.

Wenn es für Konzen auch „nur” zu Silber und einem Sonderpreis gereicht hat, konnte man aber auch dort deutlich Stolz über diese Erringung registrieren. Die Delegation der Konzener wurde angeführt von Ortsvorsteher Matthias Steffens, Ratsmitglied Micha Kreitz (Organisation des Wettbewerbs in Konzen) und Peter Jung (Ortskartellvorsitzender sowie Organisation und Ansprechpartner für den Konzener Wettbewerb). Aber auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter war zur Stelle, sie vertrat das „Silberdorf” würdig.

Unserer Zeitung sagte die Bürgermeisterin: „Konzen hat sich das Silber redlich verdient.” Die ganze Gemeinschaft habe gut funktioniert und Mut bewiesen, um einige Projekte auf den Weg zu bringen. Das alles sei die Anerkennung wert. Ortsvorsteher Matthias Steffens stellte heraus, der Preis sei wichtig, den hätten sich die Bürger ob der großen Bemühungen verdient. „Hier haben die Menschen einiges bewegt und viel umgesetzt”, meinte er stolz, gerade bei den ideellen Werten sei manches passiert. Den Sondergeldpreis wollen man für Thuja-Hecken bereit halten, dafür können Pflanzen erworben werden. Interessenten mögen sich melden, ermunterte Ortskartellvorsitzender Peter Jung. Der Wettbewerb habe Konzen viel gebracht, der Zusammenhalt sei immer gut gewesen, auch unter den Vereinen, lobte Jung.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, „ne Konzener Jong”, wie er bekannte, hob in seiner Bilanz das große Engagement der Bürger hervor. Alle hätten mit Herzblut und Heimatgefühl die großen Aufgaben gemeistert. „Den Dörfern ist eine meisterliche Leistung gelungen”, so Etschenberg, so sei auch sein Heimatort mit Silber und einem Sonderpreis belohnt worden.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erzählte in der „Tenne” von Eicherscheids erfolgreicher Vergangenheit bei Wettbewerben, so 2010 von der „Vize-Europameisterschaft.” Simmerath habe viel zu bieten, den Rursee, vielleicht bald das Pumpspeicherkraftwerk, die Windräder als Vorzeigeobjekte erneuerbarer Energien. „Wenn das alles so kommt, dann werden wir der größte Importeur von Strom in der Region”, freute Hermanns sich. Nicht unerwähnt ließ er das große ehrenamtliche Engagement der Bürger beim Bau der „Tenne” sowie den Simmerather Ehrenpreis, der verdienten Personen verliehen werden soll.

Stark die Eifel dann auch im Rahmenprogramm mit dem Musikverein „Harmonie” Rollesbroich, der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Starlights” aus Eicherscheid und den Helferinnen und Helfern, die am Samstag zum Wohle der Gäste ihren Dienst versahen. Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt bedankte sich für das Vertrauen, diese Großveranstaltung in die Eifel vergeben zu haben.

Zuvor aber hob Minister Johannes Remmel das Bürgerengagement zu diesem Wettbewerb hervor. Dieses sei nötig, um den ländlichen Raum weiter voranzubringen. Das Prestige habe Antworten auf die Zukunft gegeben. Die Siegerdörfer seien Vorbilder für andere, um sie mitzureißen. Es gehe um Probleme der Zukunft, dazu verspüre man positive Anzeichen. Es gebe eine tiefe Sehnsucht in den Menschen, die großen Mühen hätten zu Erfolgen geführt. „Heimat ist den Menschen etwas wert.” Man sei dabei, neue Felder zu entdecken, um die Wertschöpfung in die Region zurückholen zu können. Pflege der Heimat sei wichtig für das Übermorgen sagte Remmel und unterstrich: „Tradition ist nichts Verstaubtes, denn in unseren Dörfer bewegt sich etwas.”
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