Rott - „Unser Dorf hat Zukunft“: Bereisungskommission startet in Rott

„Unser Dorf hat Zukunft“: Bereisungskommission startet in Rott

Von: P. St.
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Die Jury besichtigt wieder: In Rott startete die bis zum 14. September dauernde Bereisung durch 12 Eifeldörfer. Ein Besuch im stets gut frequentierten Nahkauf in Rott gehörte für die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ zum Pflichtprogramm der Bereisung. Foto: P. Stollenwerk
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Die Jury besichtigt wieder: In Rott startete die bis zum 14. September dauernde Bereisung durch 12 Eifeldörfer. Ein Besuch im stets gut frequentierten Nahkauf in Rott gehörte für die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ zum Pflichtprogramm der Bereisung. Foto: P. Stollenwerk

Rott. Kein Gebäude prägt den Ort Rott so sehr wie der Saal Hütten mit seiner markanten schwarz-weißen Fachwerkstruktur. Er ist eine Art Identifikationsbauwerk der Dorfgemeinschaft. Zu einer außergewöhnlichen Uhrzeit, am Montagmorgen, öffnete der Saal seine Türen, um der Bereisungskommission des Wettbewerbs 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“ Einlass zu gewähren.

Die städteregionale Jury startete jetzt wieder ihre Tour über die Dörfer. Zwölf Eifelorte wollen sich noch bis zum 14. September von ihrer besten Seite zeigen, ehe dann am 7. Oktober im Haus der Städteregion Ergebnisbekanntgabe und Siegerehrung stattfinden.

Den Auftakt nahm die Besichtigungsreise mit dem wohlwollend-kritischen Blick der Juroren am Montagmorgen in Rott. Im Saal Hütten warteten die Kleinen des Kindergartens „Abenteuerland“ schon ungeduldig, um die Kommission mit einem Lied zu begrüßen.

Der kurze Auftritt war ein wichtiger Baustein des Programms, um in den kommenden beiden Stunden den 1782 Einwohner zählenden, von Wald umgebenen Eifelort unweit der Aachener Stadtgrenze als vielfältiges und lebendiges Wohndorf mit seinen zahlreichen Vorzügen des gesellschaftlichen und sozialen Miteinanders zu präsentieren. Ein etwa zehnköpfiges Team hatte in 15 Vortreffen die Strategie der Präsentation festgelegt.

Mit einem ausführlichen historischen Exkurs über den Saal Hütten durch Rainer Hülsheger wurde die Jury informativ eingestimmt. Auf Infotafeln hatten die Vereine Gelegenheit, ihre Aktivitäten darzustellen, und das örtliche Vorbereitungsteam scheute beim Wettbewerbsmotto auch nicht vor Sprachakrobatik („Rott – Im Herzen der Natur; Rotter – Im Herzen der Natur; am Rottesten – Im Herzen der Vereine“) nicht zurück.

Der Fortbestand des Saales wird durch den 2009 gegründeten Förderverein gesichert und ist als Veranstaltungsort das kulturelle Zentrum des Ortes.

Aufmerksam lauschte die Kommission auch den Ausführungen von Manfred Adrian, der Leitbild und Ziele zur Entwicklung von Rott erläuterte. „Die Bewohner sollen sich wohlfühlen“, lautet das oberste Gebot. Voraussetzung dafür sei eine moderate Weiterentwicklung. Weder untypische Bebauung noch zusätzlicher Verkehr seien wünschenswert. Jede Weiterentwicklung müsse dem Ziel dienen, den Charakter des Ortes zu stärken. Adrian: „Für Rott geht es darum, den jetzigen Zustand im Wesentlichen zu bewahren.“ Kinder- und Jugendarbeit seien wichtige Eckpfeiler im Dorf, wie auch der Nahkauf und das intakte Vereinsleben.

Wie das in der Praxis aussieht, konnten die Jurymitglieder, die jeweils unterschiedliche Bewertungsbereiche im Blick haben, dann bei einem kleinen Dorfrundgang erspüren. In der Kirche, wo alle Kerzen brannten, gab es passend zur laufenden Quirinus-oktav Erläuterungen zum Kreuzweg auf dem Giersberg, und im Dorfladen, der von Lieferservice bis Paketannahme kaum Wünsche offen lässt und zu 100 Prozent ins Dorfleben integriert ist, nahmen die Jurymitglieder erstaunt zur Kenntnis, dass der kleine Laden im vergangenen Jahr 555.000 Euro Umsatz machte.

Im Jugendhaus fand der kleine Rundgang seinen Abschluss, ehe Jury und Dorfteam im Saal Hütten zur internen Nachbesprechung der Präsentation schritten. Einen Pluspunkt hatte Kommissionsleiterin Andrea Drossard bereits notiert. Die Präsentation der Vereine an den Stellwänden habe sie als optisch sehr wirksam empfunden und effektiver als viele Worte.

Auch in Rott sieht man nun gespannt der Auswertung in gut einem Monat entgegen. Bei der letzten Teilnahme im Jahr 2011 landete man auf Platz sieben. Etwas Luft nach oben wäre vielleicht noch drin, hofft das Dorfteam.

Dann zog die Jury weiter, denn am Nachmittag stand noch der Besuch in Kesternich, einem erfahrenen Wettbewerbsteilnehmer, auf dem Programm.

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