Aachen/Roetgen/Wassenberg - Unfallserie hält an: Motorradfahrer schwer verletzt

Unfallserie hält an: Motorradfahrer schwer verletzt

Von: bj/pol
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unfall L12
Die Serie der schweren Verkehrsunfälle in der Region reißt nicht ab: Am Dienstagabend ist ein 49-jähriger Motorradfahrer aus Aachen auf der Landesstraße 12 schwer verletzt worden, in der Nacht zum Mittwoch musste ein Motorradfahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Aachener Klinikum gebracht werden.

Aachen/Roetgen/Wassenberg. Die derzeitige Serie von schweren Unfällen von Motorradfahrern in der Region geht weiter: Allein am Mittwoch verunglückten vier Zweiradfahrer in Aachen und Wassenberg. Zuvor war am Dienstagabend ein fünfter Fahrer bei Roetgen schwer verletzt worden.

Der jüngste Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 12.10 Uhr in Heinsberg: Ein 48-jähriger Motorradfahrer aus dem niederländischen Seven war auf der Landesstraße 117 bei Wassenberg mit einem 78-jährigen Motorrollerfahrer aus Wassenberg zusammengestoßen. Offenbar hatte der Rollerfahrer beim Überqueren der Landstraße das herankommende Motorrad übersehen.

Der Senior musste nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle mit einem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Köln geflogen werden. Er ist an den Folgen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus verstorben. Der Niederländer wurde mit einem Rettungswagen ins Heinsberger Krankenhaus gebracht. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Glück im Unglück hatte ein nachfolgender zweiter Motorradfahrer, der in letzter Sekunde ausweichen konnte.

Während der Bergung der Verletzten und Unfallaufnahme war die Landstraße zwischen der Rurtalstraße und dem Elsumer Weg bis 14 Uhr komplett gesperrt.

Nur wenige Minuten zuvor, gegen 11.50 Uhr, war ein Motorradfahrer auf der Trierer Straße in Aachen verunglückt. Zeugen beobachteten, wie der 34-jährige Aachener auf der zweispurigen Straße stadteinwärts mehrere Autos links und rechts überholte. Kurz vor der Debyestraße prallte er bei einem solchen Manöver ungebremst gegen das Auto eines 47-jährigen Aacheners, der gebremst hatte, um nach rechts abzubiegen. Mit schweren Verletzungen, aber ansprechbar, wurde der Motorradfahrer mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

In der Nacht zum Mittwoch war es ebenfalls in Aachen an der Kreuzung Seilgraben/Sandkaulstraße zu einem folgenschweren Unfall gekommen: Gegen 4 Uhr fuhr ein 29-jähriger Motorradfahrer aus Kerkrade in Richtung Ponttor - nach Zeugenangaben mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Die Passanten waren durch den laut aufheulenden Motor auf den Zweiradfahrer aufmerksam geworden.

Die Polizei vermutet, dass der Mann in Höhe des „Reichshofes” aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über die PS-starke Maschine verlor, gegen den rechten Bordstein prallte, auf den Bürgersteig stürzte und sich beim Aufprall gegen einen Gegenstand seine lebensgefährlichen Verletzungen zuzog. Passanten alarmierten die Rettungskräfte. Der 29-Jährige wurde im Uniklinikum notoperiert.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei besaß der Mann keine gültige Fahrerlaubnis für die Maschine. Zudem war das Motorrad nicht versichert. Bis kurz vor 6 Uhr kam es aufgrund der Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Unfallstelle.

Bereits am Dienstagabend musste die Aachener Polizei in Richtung Eifel ausrücken: Ein 49-jähriger Motorradfahrer war gegen 19.45 Uhr beim Überholen einer Autoschlange auf der Hahnerstraße (Landesstraße 12) mit dem Wagen einer 42-jährigen Aachenerin zusammengestoßen, die nach links in die Lammersdorfer Straße abbog.

Der Motorradfahrer hatte offenbar trotz durchgezogener Linie überholt und nicht mit der Abbiegerin gerechnet. Zeugen zogen den Verletzten aus einer Böschung und leisteten sofort Erste Hilfe. Nach notärztlicher Behandlung vor Ort wurde er mit dem Rettungshubschrauber ins Aachener Klinikum geflogen.

Der achtjährige Sohn der Autofahrerin erlitt einen Schock. Beide wurden vor Ort durch einen hinzu gerufenen Polizeiseelsorger betreut. Die L 12 musste während der Rettungs- und Aufräumarbeiten für rund zwei Stunden gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 13.000 Euro.
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