Und zum Abschied gibt es Sauerbraten

Von: Stephan Mohne
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Ein Zelt als Mensa: Im Hof des
Ein Zelt als Mensa: Im Hof des Kármán-Auditoriums zwischen Templergraben und Augustinerbach sollen ab dem 26. März täglich rund 1000 Mahlzeiten an die Studierenden ausgegeben werden.

Aachen. Tausende hungrige Studenten, die Köche, die Mitarbeiter der Studentenwerksverwaltung, des Bafög-Amtes und der Wohnheimverwaltung, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) - sie alle müssen Abschied nehmen von der alten „Heimat”. 18 Monate lang werden sie alle andere Wege gehen müssen.

Das Hauptgebäude des Studentenwerks an der Turmstraße - inklusive der Mensen I und II - wird komplett saniert und umgebaut. 19 Millionen Euro werden investiert, von denen das Studentenwerk selbst 30 Prozent stemmt, wie dessen stellvertretender Leiter Rüdiger Karbowski erläutert. Schon heute macht die Mensa II die Pforten dicht, am Freitag folgen die Mensa I und die Cafeteria.

„Mobile Imbissküche”

Der logistische Aufwand dieser Sanierung ist allerdings nicht nur in Sachen Baumaßnahmen enorm. Weil die Studierenden weiterhin mit Essen versorgt werden müssen, hat das Studentenwerk in den Innenhof des Kármán-Auditoriums eine große „Zeltmensa” gebaut.

360 Gäste finden dort gleichzeitig Platz, rund 1000 Mahlzeiten sollen täglich ausgegeben werden. Zum Vergleich: In der Hauptmensa an der Turmstraße wurden bisher 3000 Essen am Tag ausgegeben. Ab Mitte Mai gibt es eine „mobile Imbissküche” vor der Hochschulbibliothek an der Wüllnerstraße. Das Frühstück soll durch die umliegenden Einrichtungen des Studentenwerks - „Forum-Cafete” und „C-Caffee” - angeboten werden.

Für alles, was nicht mit Verpflegung zu tun hat, müssen die Studierenden ein Stück laufen. Denn die Verwaltung mit Bafög-Amt und Wohnheimverwaltung sowie der AStA ziehen zur Peterstraße/Ecke Blondelstraße um - und zwar in die ehemaligen Räume der Barmer-Ersatzkasse.

Dass das Gebäude an der Turmstraße komplett saniert und umgebaut wird, war lange Zeit nicht klar. Es gab auch die Idee, das Haus, dessen Grundmauern laut Studentenwerk aus den 1920er Jahren stammen, abzureißen und irgendwo anders neu zu bauen.

Letztlich erteilte man dieser Variante aber eine Absage. „Die Lage an der Turmstraße ist dort ideal. Wir sind mittenmang drin im studentischen Kernbereich”, sagt Rüdiger Karbowski, stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks. Erst recht gelte das, wenn demnächst das große neue Hörsaalzentrum an der Classenstraße - nur einen Steinwurf von der Mensa und der Verwaltung entfernt - gebaut ist. Ein Neubau, so Karbowski, hätte zudem länger gedauert.

Und das ist durchaus ein entscheidender Faktor: Eröffnet werden soll im Oktober 2013. Just zu dem Zeitpunkt werden in Aachen wegen des doppelten Abiturjahrgangs 4000 zusätzliche Studierende erwartet. Auf diesen Ansturm wird auch die Hauptmensa ausgelegt. Sie wird demnächst nicht mehr 950 sonder sogar 1500 Sitzplätze haben.

Darüber hinaus wird vieles um- und ausgebaut - und zudem die Fassade erneuert. Es soll ein moderner „Marktplatz” mit integrierten Gastronomiebereichen - Cafeteria, Burgerbraterei, Pastaangebot, Cafeteria - entstehen. Das soll einen Großteil des jetzigen Foyers einnehmen.

Außerdem wird einiges in Sachen Barrierefreiheit getan. Es werden Aufzüge eingebaut, die die Studierenden zu den einzelnen Servicebereichen bringen.

Und weil ein solcher - wenn auch vorübergehender - Abschied nicht so ganz einfach ist, kredenzen die Köche der Mensen dann auch noch am Freitag ein „Abschiedsmahl” in der Mensa I: Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen - oder wahlweise Lachsfilet mit Limetten-Hollandaise.
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