Umgestaltung der Pfarrkirche Konzen bewegt die Gemeinde

Von: P. St.
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Rot-weißes Flatterband in der
Rot-weißes Flatterband in der Mutterkirche des Monschauer Landes: Die Markierungen deuten an, welchen Zuschnitt das Konzener Gotteshaus nach dem Umbau haben könnte. Foto: P. Stollenwerk

Konzen. Die Mutterkirche kann zur Musterkirche werden: Vor großen Veränderungen und einer zukunftsweisenden Entscheidung steht die Pfarrgemeinde St. Peter und Pankratius Konzen: Das Kirchengebäude soll teilweise abgerissen und eine neue Funktion erhalten.

Die Pläne unter dem Schlagwort „Zukunft für die Mutterkirche!” wurden am Donnerstagabend vom Kirchenvorstand vorgestellt. In der Kirche hatten sich rund 200 Gemeindemitglieder eingefunden, um aus erster Hand über das Projekt informiert zu werden. Eine zum Teil emotional geführte Diskussion schloss sich an.

Kernpunkt der Planung von Architekt Elmar Paul Sommer ist der Abriss des vor rund 60 Jahren erfolgten Anbaus Richtung Friedhof. Damit würde der Grundriss der alten Dorfkirche wieder hergestellt. Anstelle des wuchtigen Anbaus würde ein Foyer geschaffen, dem sich ein Dorfgemeinschaftshaus in moderner Bauweise anschließt.

Der Übergang zum Gotteshaus soll durch einen langgezogenen Bogen erfolgen. Glaselemente als Abtrennungen zu den neuen Anbauten sollen nicht nur Transparenz schaffen sondern auch bei Bedarf zu öffnen sein, um die Kirche räumlich zu erweitern.

Rot-weiße Flatterbänder waren quer durch durch den Anbau gespannt worden, damit sich die Pfarrangehörigen eine Vorstellung vom künftigen Grundriss machen konnten.

Der Kirchenvorstand ergriff im vorigen Jahr die Initiative für das Konzener Jahrhundertprojekt, nachdem die Heizungsanlage aus den 70er-Jahren Defekte zeigte. Also reifte der Entschluss, die kirchlichen Immobilien (Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus, Pfarr- und Jugendraum) an einem Ort zu konzentrieren, um nachhaltig die Kosten zu senken, erläuterte Bernd Mainz (44) vom Kirchenvorstand.

Diese Idee fand auch Gefallen beim Bistum Aachen, dass die Konzener Maßnahme gar als „Leuchtturmprojekt” mit richtungweisenden Charakter für das gesamte Bistum mit seinen 800 Kirchengebäuden einstufte. Beim Bistum ist die Richtung klar: Ein Drittel der Instandsetzungskosten sollen eingespart werden.

„Die Kirchenbauten sind dabei unser größtes Problem”, stellte Frank Rütte-Merkel, beim Bistum Abteilungsleiter Bauen und Finanzen, ohne Umschweife fest. Die Pfarre Konzen sei mit ihren Überlegungen „auf dem richtigen Weg”, was im Ergebnis auch bedeutet, dass das Projekt mit 1,3 Millionen Euro Gesamtkosten, mit einer achtbaren Zuwendung rechnen darf.

Skeptisch steht der Konzener Heimatverein den Plänen gegenüber, wie mehreren Äußerungen zu entnehmen war, doch Pfarrer Karl-Heinz Stoffels forderte zum Handeln auf: „Wenn wir nichts tun, kann es ganz leicht passieren, dass die Mutterkirche des Monschauer Landes unter die Räder kommt.”
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