Umfrage: B258 bewegt die Eifel in jeder Hinsicht

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Nordeifel. „Was bewegt Sie in Monschau, Roetgen und Simmerath?“, haben wir Sie, lieber Leser, gefragt und sind nun auf Ihre Antwort gespannt. Was die Menschen in der Eifel unserer Meinung nach in jeder Hinsicht bewegt, ist die Bundesstraße 258. Sie ist die Lebensader der Nordeifel und deshalb seit Jahrzehnten Thema im politischen Raum.

Immer wieder wird über Ortsumgehungen, mehrspurigen Ausbau, Ampeln, Kreisverkehre, Radwege und Sanierungsbedarf diskutiert. Täglich sind Tausende Pendler aus der Eifel auf ihr unterwegs. Hinzu kommen Hunderte Lkw die Waren in die Eifel oder aus ihr heraus transportieren.

Wir haben mit dem Fuhrunternehmer Bernd Kreutz aus Kalterherberg gesprochen und gefragt, wie er die Situation auf der B 258 erlebt. Täglich absolvieren seine Lkw auf der B 258 50 bis 60 Fahrten.

„Was der Kölner Ring für die Kölner ist, ist die B 258 für die Eifeler“, sagt Kreutz, um die Bedeutung dieser Verkehrsachse zu verdeutlichen. Die B 258 sei immer ein „totales Ärgernis“ für die Verkehrsteilnehmer. Ein wesentlicher Grund dafür sei „das Geschacher unter Politikern“, eben wenn es um die oben genannten Themen gehe. „Das ist ein echtes Hemmnis, nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, sagt Speditionskaufmann. Der Ausbau sei „miserabel“ und eine Fahrt nach Monschau habe für eine Spedition immer „eine negative Qualität“.

Um zu verdeutlichen, wo es seiner Meinung nach hakt, unterteilt er die B 258 in drei Teilabschnitte. Den ersten Abschnitt sieht er zwischen der Autobahnabfahrt Lichtenbusch und der Pascalstraße in Oberforstbach. Da in den vergangenen Jahren an der Pascalstraße zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen worden seien, müsse hier ein vernünftiger Verkehrsfluss sowohl für die Linksabbieger aus Richtung Aachen als auch für die Pendler aus der Eifel in Richtung Aachen gewährleistet sein. Dies sei am besten über einen vierspurigen Ausbau zu erreichen, „weil dann mehr Fahrzeuge bei Grün über die Ampel kommen“.

Der zweite Abschnitt seien die Steigungsstrecken hinauf in die Eifel, sagt Kreutz. Auf der Himmelsleiter vor und hinter Roetgen sorgen auch seine Lkw, die sich langsam die Berge hoch quälen, immer wieder für Behinderungen. Während die Lkw aus der Eifel kommend im normalen Verkehr mitrollen würden, seien zwei Spuren bergauf unabdingbar, erklärt der Spediteur. Dies könne auch über einen dreispurigen Ausbau erreicht werden. Eine Lichtzeichenanlage könne den zusätzlichen Fahrstreifen je nach Verkehrslage für die eine oder andere Fahrtrichtung freigeben.

Verbesserungsbedarf sieht Kreutz auch am Knotenpunkt Kalkhäuschen. Da es dort immer wieder zu Unfällen komme, sei es sinnvoll dem Verkehr aus Richtung Aachen und Eifel den Vorrang vor dem Verkehr aus Walheim zu geben und die Kurve weicher zu gestalten.

Ortsumgehung kein Thema

„Hinter Roetgen ist dann das Schlimmste vorbei“, sagt Kreutz. Ab Fringshaus könne er keinen Ansatz zur Verbesserung erkennen. Wie in Roetgen sei auch in Konzen oder Imgenbroich keine Ortsumgehung gewünscht. Seiner Wahrnehmung nach sei der Durchgangsverkehr dort aber akzeptiert und niemand denke über weitere Ampeln im Ort nach, sagt Kreutz.

Nun ist Ihre Meinung gefragt, lieber Leser. Teilen Sie die Meinung von Bernd Kreutz? Dann schreiben Sie uns. Teilen Sie die Meinung nicht? Dann schreiben sie uns erst recht. Wir wollen wissen was sie bewegt – nicht nur auf der B 258. Uns interessiert, was Sie gerne lesen würden und wie Sie über einzelne Themen denken. Deshalb hat die Redaktion einen kleinen Fragebogen zu aktuellen Themen erarbeitet, der am Samstag Ihrer Zeitung beiliegt. Die beantworteten Fragebögen werden innerhalb weniger Tage von uns ausgewertet. Die vorliegenden Ergebnisse fließen zügig ab Anfang Mai in die Berichterstattung unseres Lokalteils ein.

Warum es auf der B 258 nicht läuft hat auch politische Hintergründe. Im Interview erläutert der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling, wo seiner Erfahrung nach das Störpotenzial liegt. (ag)

3. Lokalseite

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