Umbau der Pfarrkirche in Konzen schreitet gut voran

Von: ag
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Pfarrer Francis Chirayath (links) beobachtet, wie der Altar in der Konzener Pfarrkirche wieder aufgestellt wird: Die Umbauarbeiten gehen gut voran, so dass das Ergebnis bald besichtigt werden kann. Foto: A. Gabbert

Konzen. Unter dem Gewicht des Altars droht die Konstruktion mit dem Seilzug fast einzubrechen. Mehrere Männer sind nötig, um die 970 Kilo schwere Steinplatte auf den Sockel zu hieven. Zwei Mann drücken und ziehen an den Trägern der Konstruktion, um sie im Gleichgewicht zu halten, drei weitere ziehen derweil die Platte mit Hilfe des Seilzuges in die Höhe und dann zur Seite.

Als sie die Platte an der vorgesehenen Stelle in der Konzener Pfarrkirche wieder absenken, ist Konzentration gefragt. Jetzt muss alles passen. Wenige Meter entfernt steht Pfarrer Francis Chirayath und beobachtet die Aktion. Für ihn ist es ein besonderer Moment. „Das ist genau die richtige Stelle. Von da aus kann ich alle sehen, und alle können den Altar sehen“, sagt er.

Im Rahmen des Umbaus der Kirche hat auch der Altar einen neuen Platz bekommen. Außerdem ist er deutlich kleiner geworden. Ein Steinmetzbetrieb aus Imgenbroich hatte den Auftrag, die Länge von 2,65 Meter auf 1,26 Meter zu kürzen. Nun ist der Altar quadratisch. „Aus dem Rest haben wir den Unterbau erstellt und dabei die Oberfläche bearbeitet, damit ein Kontrast entsteht“, erklärt der Geschäftsführer des Steinmetzbetriebs Goffart, Rainer Barth aus Simmerath.

Als der Altar fest an seinem neuen Platz steht, werden die Reliquien wieder eingesetzt und mit einer Steinplatte versiegelt. Diese waren nämlich während der Arbeiten herausgefallen.

Derweil wird an allen Ecken in der Kirche fleißig gehämmert, geschraubt und gesägt. „Wir liegen voll im Soll, 50 Prozent sind schon geschafft“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Bauleiter, Martin Krings.

Der Rückbau des Gottesdienstraums auf das ursprüngliche Maß der historischen Dorfkirche soll Energiekosten einsparen. „Das ist aber nicht der einzige Grund. Hier gab es einen großen Sanierungsstau und auch der Dachstuhl hätte bald saniert werden müssen. Das rechtfertigt den Umbau“, sagt Krings. Eine Million Euro investiert das Bistum in den Rückbau.

Inzwischen läuft der Innenausbau. Der Estrich und die Fenster sind schon drin. Die Decke wurde abgehangen, die Schreinerarbeiten laufen und auch der neue Natursteinboden wird gerade verlegt. Die Apostel und das Kreuz haben im liturgischen Bereich wieder ihren Platz gefunden und der Kreuzgang ist auch schon wieder montiert. „Wir haben die Symmetrie wieder hergestellt. Jetzt sieht man auch besser, was wir hier vorhaben und kann das Ziel erkennen“, sagt Krings.

Durch die Umbaumaßnahme ist der sogenannte Pankratius-Keller, der in der Vergangenheit schon mal als Jugendraum genutzt wurde an den neuen Pfarrsaal und den neuen Lagerraum angeschlossen worden und ist jetzt von innen und außen zugänglich. Dort finden zukünftig ein Veranstaltungsraum und eine Küche Platz. Außerdem wurden dort auch neue Toiletten eingebaut. Dazu gehört auch eine Toilette für die Friedhofsbesucher, die von außen zugänglich sein soll.

Für den 14. August ist um 16 Uhr ein Besichtigungstermin für alle Bürger geplant, damit sich jeder die Umbaumaßnahme bei Kaffee und Kuchen anschauen kann. Um 19 Uhr ist ein Offenes Singen des Kirchenchores mit Grill und Getränken geplant.

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