Überwältigender Zuspruch beim Chor „Maranatha“

Von: js
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Mit Lockerheit und Musikalität brachte der Chor Maranatha eine bunte Folge von spirituellen wie auch weltlichen Stücken dar. Die originelle und stimmungsvolle Lichtregie in der Kirche trug ihr Übriges zum musikalischen Erlebnis bei. Foto: Josef Schreier

Monschau. Gleich zweimal – am Samstag- und am Sonntagnachmittag – war die Monschauer evangelische Stadtkirche völlig überfüllt. Der große Zuspruch galt den beiden Konzerten des Chores „Maranatha“, der sich wohl erstmals in diesem großen Rahmen darstellte.

Die Veranstaltungen waren beide sehr eindrucksvoll – rein äußerlich, aber auch vom inneren Gehalt her.

Vor 25 Jahren gegründet

Ursprünglich entstand „Maranatha“ in einer katholischen Pfarrgemeinde des Monschauer Landes. Der etwas ungewöhnliche Name bezieht sich auf einen Gebetsruf der frühen Christen, die damit die baldige Wiederkunft Christi sich gegenseitig zusprachen. Der Chor existiert nun schon seit 25 Jahren. Da er inzwischen Mitglieder aus vielen Gemeinden hat, firmiert er jetzt als Chor der GdG Monschau.

Die Konzerte am Wochenende dokumentierten aber darüber hinaus eine weitere Öffnung, nämlich zur Ökumene hin. Die Evangelische Stadtkirche bot Raum für einen – wie man beim Chor dachte – kleinen Anfang einer offenen Konzerttätigkeit. Insgesamt zählten aber beide Konzerte zusammen nicht weniger als 600 Besucher.

Pfarrer Bentzin freute sich über diesen enormen Erfolg sichtlich – für und mit dem Chor zusammen. Bentzin betonte den besonderen Einsatz der Musik für den Frieden und ließ ernste Töne anklingen im Blick auf die Ereignisse der letzten Tage.

Die Spenden am Schluss der Konzerte teilen sich der Chor und die evangelische Kirchengemeinde; für Letztere ist dies ein willkommener Beitrag zur weiteren Instandsetzung der Kirche.

Das Programm der beiden Konzerte machte deutlich, dass es dem Chor nicht ausschließlich um geistliche oder Kirchenmusik geht. Auffällig war, dass dem seit 2013 amtierenden Chorleiter, Ralf Dederichs, eine besondere Konzeption am Herzen liegt, die mit spontaner und unverstellter Freude an der Musik zu tun hat, vielleicht wohl mit dem Hintergedanken, dass damit auch Glaubensfreude besser vermittelt werden kann.

Dies ist, wie deutlich zu spüren war, auf den Chor übergesprungen, der mit Lockerheit und Musikalität eine bunte Folge von spirituellen wie auch weltlichen Stücken (Letztere überwiegend aus der Popszene) zu Gehör brachte.

Gelungene Eigenarrangements

In der überzeugenden und mitreißenden Art, wie die Sängerinnen und (vier) Sänger dies darboten, fühlte man das musikalisch Umgreifende und Gemeinsame mehr, als dass das inhaltlich Unterschiedliche bewusst geworden wäre. Besinnlich-Emotionales wie Rhythmisch-Vitales kam in beiden Feldern gleichermaßen zur Darstellung.

Ralf Dederichs hatte die allermeisten Stücke eigens für seinen Chor arrangiert – durchaus eine für sich zu würdigende Leistung. Viele der Chorsängerinnen und -sänger konnten sich auch solistisch auszeichnen, was an sich schon für ihr musikalisches Können spricht. Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Marga Förster, die als Gast gekonnt und bewegend den Elton-John-Song „Can you feel the love tonight“ darbot und ihn auch mit der Flöte umrahmte.

Als Instrumentalsolisten steuerten Constantin Schmidt am Cello, Verena Schmitz-Käfer und Bernhard Schlösser mit ihren Gitarren sowie Martin Kirschfink am Schlagzeug eigene Glanzlichter zum Gelingen des Konzertes bei.

Erwähnenswert ist sicherlich die originelle und stimmungsvolle Lichtregie in der Kirche, die auf ihre Weise zum musikalischen Erlebnis beitrug. Der Zuspruch und die Reaktion des Publikums waren schlechthin überwältigend. Der Chor darf sich durch diesen Erfolg zweifellos für seinen weiteren Weg bestärkt fühlen.

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