Über die Stege läuft nicht mehr viel

Von: P. St.
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Hier geht nichts mehr: Viele Holzstege im Wallonischen Venn sind mit der Zeit baufällig geworden und müssen erneuert Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Nordeifel. Auch wenn das Hohe Venn nicht gerade zu den bevorzugten Ausflugszielen im Hochsommer gehört, suchen dennoch zahlreiche Wanderer auch jetzt die Abgeschiedenheit dieser Landschaft. Doch für manchen Naturfreund endete der Ausflug in den zurückliegenden Wochen mit einer herben Enttäuschung.

Im Wallonischen Venn, der größten zusammenhängenden Vennfläche im deutsch-belgischen Grenzgebiet, sind die Bewegungsmöglichkeiten derzeit stark eingeschränkt, seitdem die durch Nassbereiche führenden Holzstege zum großen Teil aufgrund von Baufälligkeit nicht mehr begehbar sind. Die rund 50 Zentimeter schmalen Bohlenwege sind brüchig geworden oder komplett weggefault.

Für Wanderer sind daher einige Wege, die sie ansonsten ganz nahe an die Naturschönheiten heranführen, gesperrt worden. Es handelt sich um Strecken in der für alle Wanderer frei zugänglichen B-Zone. Die C-Zonen dürfen nur mit einem Naturführer betreten werden; die D-Zonen sind generell nicht zugänglich.

Das Tourismusbüro in Malmedy bestätigte, dass aus Sicherheitsgründen die beschädigten Holzstege gesperrt worden seien. Mit einer schnellen Verbesserung der Situation sei auch nicht zu rechnen, da die Wallonische Region trotz vorliegender Anträge bisher keine Mittel bewilligt habe, um die Wege zu erneuern. Derzeit sei fraglich, ob es gelinge, die umfangreichen Reperaturarbeiten in den nächsten Monaten zum Abschluss zu bringen. „Wir warten auf das Geld, und hoffentlich kommt der Winter nicht zu früh”, schwindet beim Tourismusbüro langsam die Hoffnung, dass das Problem kurzfristig gelöst werden kann.

Mehrere Kilometer

Ins Venn gelangen die Besucher dennoch, wenn auch mit Einschränkungen. Von Baraque Michel führt am Waldrand entlang ein Wanderweg bis nach Ternell.

Auch beim Forstbüro in Malmedy wartet man dringend auf ein Signal aus Namur, dass die Mittel freigegeben werden. „Die Einschränkung für die Wanderer ist momentan schon sehr groß”, räumt ein Mitarbeiter des Büros ein.

Bei der Forstverwaltung geht man davon aus, dass zwischen fünf und sechs Kilometer Stege erneuert werden müssen. Besonders betroffen ist die Strecke entlang der Hill. Die Reparaturarbeiten im sensiblen Naturschutzgebiet sind sehr aufwändig, da diese komplett in Handarbeit erledigt werden müssen. Allein für den jährlichen Unterhalt der Holzstege im gesamten belgischen Venn fallen jährlich zwischen 90.000 und 100.000 Euro an.

Bei den Holzstegen, die aus unbehandeltem Nadelholz gefertigt werden, rechnet man mit einer Lebensdauer von 10 Jahren.

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