Über 100 Liter Dieselkraftstoff versickern im Erdreich

Von: hes
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Ortstermin am Unfallort: Feuerwehr und Wasserwerk begutachten die Situation, nachdem sich der Krantransporter mit eine der untergelegten Bohlen den großen Kraftstofftank aufgerissen hat. Foto: H. Schepp

Kalterherberg. An der Monschauer Straße in Kalterherberg sind am Mittwochmorgen über 100 Liter Dieselkraftstoff ins Erdreich eingedrungen. Eine Gefahr für das Trinkwasser und die wenige hundert Meter Luftlinie unterhalb liegende Talsperre bestand dadurch nach Einschätzung der hinzugezogenen Fachleute zwar nicht, dennoch ordnete das Umweltamt der Städteregion am Mittag ein Ausbaggern des kontaminierten Erdreichs an.

Zu dem Unfall am Ortseingang von Kalterherberg war es am Morgen gegen 8 Uhr gekommen, als ein Krantransporter aus Niederzissen zwei Kraftstofftanks für eine private Baustelle anlieferte, die dort in den Boden eingebaut werden sollen. Der Fahrer rangierte seinen schweren Dreiachser über die kürzlich mit Rasengittersteinen gepflasterte Hofeinfahrt, die aufgrund der Last des Fahrzeugs im Randbereich leicht nachgab. Daraufhin wurden am Übergang von Pflaster und Rasenfläche zwei Bohlen ausgelegt, über die der Lkw zurückrollen sollte.

Beim Überfahren der Bohlen wurde die rechte wie eine Wippe so weit angehoben, dass beim weiteren Zurückrollen die Ablassvorrichtung des Tanks abgerissen wurde. Durch das Leck auf der Unterseite des Tanks traten sofort große Mengen Diesel aus und drangen durch die Öffnungen der Rasengittersteine direkt in den Boden ein.

Da das Malheur sofort entdeckt wurde, konnte aus der Nachbarschaft eine Metallwanne herangeschafft und unter den Tank gesetzt werden, so dass zumindest ein Teil des Kraftstoffs aufgefangen werden konnte. Dennoch traten nach Einschätzung der Feuerwehr rund 110 Liter Diesel rund einen Meter tief ins Erdreich ein. Die alarmierten Feuerwehren aus Höfen, Kalterherberg und Mützenich errichteten vorsorglich eine Ölsperre im unterhalb liegenden Römerbach, einem direkten Zulauf der Perlbachtalsperre. Jochen Kuck vom Wasserwerk Perlenbach stufte die Gefahr für die Talsperre jedoch aufgrund der trockenen Witterung und der Bodenbeschaffenheit am Unfallort als „eher gering“ ein.

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