TV Roetgen: Steigen die Handballfrauen am Samstag auf?

Von: kk
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Am vergangenen Spieltag parierte TV Roetgens Torfrau, Isabell Leblanc, sechs Siebenmeter. Eine Topleistung muss die Torfrau auch am Samstag abrufen, wenn der SSV Nümbrecht sich mit der treffsichersten Offensive in Roetgen zum Spitzenspiel vorstellt. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Durch einen deutlichen 27:20-Erfolg beim Mitkonkurrenten Polizei Köln setzten die Handballfrauen des TV Roetgen ihren eingeschlagenen Aufstiegskurs fort und stehen vier Spieltage vor Saisonschluss kurz vor dem Aufstieg in die Oberliga.

In der Domstadt zeigte der Tabellenzweite aus der Nordeifel, dass er eine überragende Saison in der Verbandsliga spielt und keine Angst vor der nächsthöheren Liga haben muss. „Wir haben gegen einen hochmotivierten Gegner, der wieder gut aufgestellt war, eine konzentrierte und gute Leistung abgeliefert und verdient gewonnen“, hatte Roetgens Trainer, Bernd Marquardt, nach dem neunten Sieg in Folge allen Grund zufrieden zu sein.

Die Kölnerinnen gingen zwar 1:0 in Führung, das war aber auch ihre einzige Führung. Bis zum 6:6 waren beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Nach einer Auszeit, in der Bernd Marquardt seine Abwehrreihe neu formierte, fanden die rot-gelben Damen besser in die Begegnung und zogen bis zum Seitenwechsel auf 14:9 davon. „In dieser Phase haben wir den Grundstein zum Sieg gelegt“, stellte Bernd Marquardt im Nachhinein fest, dass die Schlussviertelstunde der ersten Hälfte spielentscheidend war.

Entspannte Schlussphase

Ihre konzentrierte und disziplinierte Leistung aus der ersten Halbzeit nahmen die Roetgenerinnen auch mit in den zweiten Spielabschnitt und zogen auf 18:12 davon. „Diese Führung war schon vorentscheidend, danach sind wir nie mehr in Gefahr geraten und konnten sogar noch etwas experimentieren“, erlebte der Roetgener Coach die Schlussviertelstunde ziemlich unaufgeregt.

„Ich habe Respekt vor der geschlossen guten Mannschaftsleistung“, lobte er, die überragende Kollektivleistung in der Domstadt.

Ein Extralob heimste dann noch Torfrau Isabell Leblanc ein, die sechs von zehn Siebenmeter pariert hatte. „Das war schon eine sehr gute Quote“, lobe Bernd Marquardt.

Beim Erfolg bei Polizei Köln erzielten folgende Spielerinnen die Tore für den TV Roetgen: Lisa Cosler und Sabine Schmal (beide je 5), Elke Peters (4), Anna Leblanc, Laura Cosler und Inga Schüler (alle je 3), Yvonne Baltzer und Svenja Andres (beide je 2).

Am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) kommt es in der Halle an der Rosentalstraße zum absoluten Gipfeltreffen der Verbandsliga, wenn dort Tabellenführer SSV Nümbrecht aufkreuzt. „Die haben einen sehr gut besetzten Kader, der schon in der Oberliga gespielt hat, wahrscheinlich sind die einen Tick besser besetzt als wir“, weiß Bernd Marquardt, dass auf sein Team eine riesige Herausforderung wartet.

Beste Abwehr vs. bester Angriff

Beide Mannschaften sind bisher mit nur sechs Minuspunkten souverän durch die Liga marschiert und haben im bisherigen Saisonverlauf kaum Schwächen gezeigt. Die Roetgener Ladys feierten zuletzt neun Siege in Folge und gaben in eigener Halle noch keinen Zähler ab. Die Oberbergischen, die die Tabelle nur aufgrund der besseren Tordifferenz anführen, mussten sich bei DJK Leverkusen mit einer Punkteteilung begnügen, gewannen die anderen acht der letzten neun Spiele aber ähnlich souverän wie die Roetgenerinnen.

Während die rot-gelben Damen mit nur 361 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga stellen, verfügt die Gruppe aus dem Oberbergischen mit 512 Toren über die beste Angriffsreihe.

„Gegen die müssen unsere Abwehr und unsere Rückwärtsbewegung schon sehr gut funktionieren. Wenn wir dann noch geduldig spielen und zielgerichtet im Angriff abschließen, traue ich meiner Mannschaft aber auch einen Sieg zu“, sieht der Trainer dem Ligagipfel recht zuversichtlich entgegen.

Verdienter Lohn für Mannschaft und Trainerteam wäre eine voll besetzte Halle, denn vielleicht können die Roetgenerinnen am Samstag schon den Aufstieg feiern, denn aufgrund der sehr guten Tordifferenz sind beide Mannschaften nur noch ein Pünktchen von der Oberliga entfernt.

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