TV Roetgen: Handballerinnen trotzen Spitzenreiter Unentschieden ab

Von: kk
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Abgehoben: Nach dem überraschenden Unentschieden in der Schlusssekunde gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Verbandsliga, HSV Frechen, hatte die Roetgener Frauenhandballmannschaft allen Grund zur Freude. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. „Wer das Spiel nicht gesehen hat, der hat leider etwas verpasst, denn es war ein richtig gutes und spannendes Spiel“, schwärmte der Trainer der Frauenmannschaft des TV Roetgen, Bernd Marquardt, nach dem 21:21 seines Teams gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Verbandsliga HSV Frechen.

Fünf Minuten vor Spielende schien die Begegnung sich so zu entwickeln, wie man vorher erwartet hatte, denn die Mannschaft des Ligaprimus führte 21:16. Yvonne Baltzer verkürzte zwar auf 17:21 und Elke Peters verwandelte einen Siebenmeter zum 18:21, jedoch glaubte auch da noch keiner in der Halle an der Rosentalstraße an eine Überraschung. Ein Weckruf für die Anhänger des Roetgener Teams war der Treffer von Lisa Cosler, drei Minuten vor Spielschluss zum 19:21, danach entwickelte sich eine Partie, die in den Schlussminuten an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten war.

Die bis dahin so dominant aufspielende Mannschaft des Ligaanführers zeigte nun Nerven, das erkannte auch ihr Trainer Horst Spickermann, der sich zwei Minuten vor Spielende für ein Team Time Out entschied, jedoch trafen die Worte des Coachs nur noch auf taube Ohren. Roetgens überragende Werferin, Lisa Cosler, veredelte ihre gute Leitung mit einem Dreierpack in der Endphase. Sie verkürzte auf 20:21 und machte 20 Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich klar.

Nach dem fulminanten Endspurt, in dem die rot-gelben Damen mit bedingungslosem Kampfgeist und beispielhafter Einsatzbereitschaft die verloren geglaubte Partie noch gedreht hatten, war für sie dann nur noch feiern angesagt. „Sicherlich hat die Lisa das mit den drei Toren zum Schluss super gemacht, aber ich muss die gesamte Mannschaft loben, die super gekämpft und nie aufgegeben hat“, war der TV Coach mit der beeindruckenden Kollektiv-Leistung sehr zufrieden.

Da die beiden Schiedsrichterinnen auf der A4 im Stau standen, trafen sie am Samstagabend verspätet in der Nordeifel ein, so dass das Topspiel der Verbandsliga zwanzig Minuten später angepfiffen wurde. Nach dem Ausgleich zum 2:2 durch Angelina Rusche wurden die Gäste bestimmender und zogen auf 2:5 davon. Nach einer Viertelstunde und einem 4:7 Rückstand zeigte der Roetgener Coach erstmalig die grüne Karte, um in einer Auszeit sein Team neu einzustimmen. Leider erfolglos, denn die Kölner Vorortlerinnen bauten ihre Führung auf 11:5 aus und nahmen einen komfortablen 13:8 Vorsprung mit in die Pause.

Mit der ersten Aktion nach Wiederbeginn verkürzte Laura Cosler zwar auf 13:9, aber im Gegenzug bauten die Gäste wieder ihren Vorsprung auf fünf Tore aus. Im weiteren Spielverlauf parierte Roetgens Torfrau Isabell Leblanc zwei Siebenmeter und verhinderte mit weiteren guten Paraden eine deutlichere Führung der Gäste.

In der 45. Minute entschied Bernd Marquardt sich für ein weiteres Team Time Out, in dem er seinen Damen wahrscheinlich die richtigen Worte flüsterte. Lisa Cosler und Angelina Rusche verkürzten auf 16:19, danach zog das Team des HSV zwar auf 16:21 davon, aber dann packten die Roetgenerinnen in einem fantastischen Endspurt die Attribute aus, die erforderlich sind um auch die Königinnen der Liga in Verlegenheit zu bringen.

Ungeliebte Anwurfzeit

Am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) wartet auf die Frauen des TV Roetgen die Begegnung beim direkten Tabellennachbarn CVJM Oberwiehl. Trotz der überzeugenden Leistung gegen den Ligaprimus sieht Bernd Marquardt der Begegnung beim Tabellendritten pessimistisch entgegen. „Es ist ein Auswärtsspiel zu einer Anwurfzeit, die wir überhaupt nicht mögen“, reist der Coach mit einigem Unbehagen ins Oberbergische. Aus personeller Sicht muss er auch noch auf Yvonne Baltzer verzichten.

Gegen den HSV Frechen erzielten folgende Roetgener Spielerinnen die Tore: Lisa Cosler (7), Yvonne Baltzer (4), Angelina Rusche und Elke Peters (beide je 3), Laura Cosler (2), Sabine Schmal und Eva Deutz (beide je 1).

A-Junorinnen-Sieg zum Abschluss

Am letzten Spieltag in der Oberliga landeten die A-Juniorinnen des TV Roetgen beim Tabellenletzten, SV Eilendorf, ihren dritten Saisonsieg. „Wir haben uns da ganz gut präsentiert und letztendlich war es noch ein ganz versöhnlicher Abschluss“, erklärte Trainer Bernd Marquardt nach dem 23:16-Sieg seiner Mädels.

Von Beginn an diktierten die Roetgenerinnen das Geschehen und machten durch eine 15:5-Führung schon in der ersten Halbzeit den Sieg klar. In der zweiten Halbzeit schaltete das Team aus der Nordeifel zwar einen Gang zurück, jedoch blieb der Tabellenletzte chancenlos.

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