TV Roetgen: Handballerinnen starten in das Abenteuer Oberliga

Von: Kurt Kaiser
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TV Roetgens Trainer Bernd Marquardt (rechts) und Torwarttrainer und Betreuer Udo Andres (links) hoffen am Samstag auf einen gelungenen Einstand des Aufsteigers in der Oberliga. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Als Bernd Marquardt vor der vergangenen Saison für die Handballdamen des TV Roetgen als primäres Ziel den Klassenerhalt in der Verbandsliga ausgab, hatte der Trainer absichtlich tief gestapelt. Dass die Roetgenerinnen dann eine überragende Saison spielten und sich in souveräner Manier den Aufstieg und die Meisterschaft sicherten, damit hatte aber auch er nicht gerechnet.

Fünf Siege zum Saisonstart ließen aber schon vermuten, dass die rot-gelben Damen eine bessere Saison spielen würden als der Trainer angekündigt hatte. Am 6. Spieltag kassierten die Roetgenerinnen dann beim Godesberger TV die erste, knappe 22:23-Niederlage. Nach einem 20:16-Erfolg gegen Polizei Köln folgten zwei weitere Niederlagen bei den direkten Konkurrenten SSV Nümbrecht und Stolberger SV. Mit einem 24:14-Sieg gegen den TV Strombach II verabschiedeten die Damen sich in die kurze Weihnachtspause.

13 Siege in Folge

Im neuen Jahr folgte eine überragende Runde mit 13 Siegen in Folge, darunter am 14. März das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen der Liga zwischen den Roetgenerinnen und dem SSV Nümbrecht, bei dem die Rot-Gelben dann die Attribute auspackten, die zum erfolgreichen Handballspielen erforderlich sind: Mit dem 24:22-Sieg machten sie frühzeitig den Aufstieg klar. Eine Woche später folgte ein Derbysieg gegen den Stolberger SV (23:20). Nach zwei weiteren Siegen zum Saisonausklang in Strombach (25:21) und gegen die HSG Rösrath/Forsbach (25:10) sicherten die Roetgenerinnen sich auch noch die Meisterschaft in der Verbandsliga.

Vier Neue aus Weiden

Um den sowieso schon guten Kader noch aufzuwerten, verstärkten die Roetgenerinnen sich in der Sommerpause mit vier Spielerinnen des TV Weiden: Katrin Weyer wurde neben Isabell Leblanc als zusätzliche Torfrau verpflichtet. Anne Fischer kann auf beiden Außenbahnen im Rückraum eingesetzt werden. Für den zentralen Rückraum ist Kristina Plum vorgesehen. Isabell Karl kann ebenfalls im Rückraum eingesetzt werden, sie kurierte zuletzt eine Verletzung aus, steht aber nun wieder zur Verfügung.

Bernd Marquardt ist von den Neuzugängen überzeugt und glaubt, dass er die richtige Mischung für die Oberliga gefunden hat. Um die routinierteren Spielerinnen Yvonne Baltzer, Sabine Schmal, Jasmin Borsten und Elke Peters, die nach ihrer Schwangerschaftspause im Frühjahr den Kader wieder komplettieren wird, setzt der Trainer auf junge Nachwuchsspielerinnen. „Wir müssen den jungen Spielerinnen noch einige Fehler zugestehen, aber ich glaube, dass diese Mannschaft den Zuschauern noch viel Freude bereiten wird“, priorisiert Bernd Marquardt das Projekt „Jugend forscht“.

Anfang August hatte der Coach zur ersten Trainingseinheit eingeladen, seitdem wird bei den rot-gelben Ladys beinah schon unter professionellen Bedingungen gearbeitet. In der ersten Trainingswoche standen acht Einheiten auf dem Programm. Danach reduzierte der Coach das Trainingsprogramm auf vier wöchentliche Trainingseinheiten und ein Spiel.

Dass die Mannschaft gut mitgearbeitet hat, bewies sie in den Testspielen, in denen sie sich mit höherklassigen Gegnerinnen auseinandersetzte. Beim niederländischen Erstligisten Fortuna Geleen mussten die TV Mädels eine deutliche 13:36-Niederlage schlucken. „Da haben wir gesehen, wie viel Luft wir nach oben noch haben“, empfand der TV-Coach die Niederlage als Lerneinheit. Gegen den niederländischen Zweitligisten ESC 90 Stein lief es bei der knappen Niederlage dann schon wesentlich besser. „Das war ein richtig gutes Spiel, in dem der Körperkontakt intensiv gepflegt wurde.“

Anwurf: 17.45 Uhr

Den letzten Test absolvierte die Mannschaft am vergangenen Wochenende beim Blitzturnier in der eigenen Halle. Gegen den HSG Geislar Oberkassel und dem HC Eynatten landete der Oberliganeuling deutliche Siege. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn war der Coach bis auf einige Probleme im Defensivbereich, aber im Großen und Ganzen zufrieden. „Wenn wir eine 6:0-Deckung spielen, gibt es im Abwehrbereich noch einiges aufzuarbeiten“.

Am Samstag starten die Roetgenerinnen mit der Begegnung gegen die SG Ollheim/Straßfeld (Anwurf 17.45 Uhr in der Halle an der Rosentalstraße) in das Abenteuer Oberliga. Bernd Marquardt hat sich über den Gegner informiert und hofft, im ersten Spiel in der neuen Umgebung auch auf die ersten Zähler. „Es wäre schön, wenn die Mannschaft für ihre intensive Vorbereitung auch belohnt würde.“

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