TV Konzen: U17-Juniorinnen behaupten sich erneut in der Verbandsliga

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Nordeifel. 1. FC Köln und Bayer Leverkusen, Fortuna Köln und Alemannia Aachen. Das sind die klangvollen Namen an der Spitze der Verbandsliga der U17-Fußballerinnen am Mittelrhein. Dahinter aber hat sich gemeinsam mit drei weiteren aufstrebenden Teams im guten Mittelfeld der höchsten Spielklasse des FVM ein Dorfverein eingruppiert: Der weibliche Fußballnachwuchs des Eifelclubs TV Konzen spielt auch im siebten Jahr auf hohem Niveau eine ausgezeichnete Rolle und liegt zur Saisonhalbzeit voll im Soll.

Neuaufbau im letzten Sommer

„Wenn der starke 91er-Jahrgang raus ist, verschwinden sie wieder von der Bildfläche“, soll 2008 der angebliche Juniorinnenfußballkenner eines etablierten Vereins mal über die kickenden Girls aus der Eifel gesagt haben, doch der Mann irrte: Bis heute haben sich die ältesten Juniorinnen des TV Konzen stets gut in der hohen Klasse halten können, tummelten sich meist im Mittelfeld der Mittelrheinliga und mussten nur Ende der vergangenen Saison um den Klassenerhalt zittern.

Dieser aber gelang schlussendlich ohne Qualifikationsspiele, und so konnte zur Saison 2014/15 der Neuaufbau – die 97er-Mädels wechselten in den Frauenbereich, die Jahrgänge 99 und 2000 rückten auf – unter dem neuen Coach Willi Bergs gelingen. Nach einem schweren Auftaktprogramm und Niederlagen gegen den SV Menden (1:3) und Bayer Leverkusen (1:5) fand das Team in die Spur und feierte wichtige Siege bei Fortuna Müllekoven in Bonn (4:0), bei der SG Erfthöhen (1:0), gegen den TV Herkenrath (3:0) und auch im Pokal gegen den SV Eilendorf (2:0).

Die Herbstferienpause brachte die schwarz-gelben Mädels wieder etwas aus dem Tritt, denn danach gab es beim 2:6 in Tüddern die bisher schwächste Saisonleistung, während man in den Spielen bei den Favoriten Fortuna Köln (0:3) und Alemannia Aachen (0:2) trotz Niederlagen überzeugte. Bedingt durch Firmung und andere Umstände fand man leider keinen Termin für das Heimspiel gegen den 1. FC Köln, das schließlich für die Geißbock-Girls gewertet werden musste.

Dafür gab es in den zwei wichtigen Mittelfeldduellen wieder Konzener Siege: Das 2:1 gegen Wolsdorf und das 2:0 gegen Südwest Köln bedeuteten in der Endabrechnung der Herbstrunde 15 Punkte, die derzeit zu Platz sieben dicht hinter Menden (17) und Tüddern (16) reichen.

Neuer Trainer

Seit Mitte November sitzt mit Andreas Schmalen ein neuer Trainer auf der Bank der Konzener B-Juniorinnen, nachdem Willi Bergs aus persönlichen Gründen um Ablösung gebeten hatte. Der neue Coach sammelte bei Germania Vossenack und der SG Vossenack/Hürtgen bereits Trainererfahrung bei den Juniorinnen und wurde mit der Frauenmannschaft der SG in der Saison 2012/13 Meister der Kreisliga Düren.

„Andi ist ein echter Glücksgriff“, zeigte sich Konzens Jugendleiter Lothar Lutterbach, dem die starke Juniorinnenabteilung des Vereins sehr ans Herz gewachsen ist, erfreut über die Verpflichtung des engagierten Übungsleiters. Unterstützt wird Schmalen von Co-Trainerin Maria Leister, und nach ihren zeitlichen Möglichkeiten gehören auch noch Sabrina Podzun und Sarah Kaulen zum Betreuungsteam der U17.

Beim TV Konzen finden die fußballspielenden Mädels mit dem Sportpark und Kunstrasenplatz hervorragende äußere Bedingungen für ihr Hobby. Aber: Wo TV Konzen drauf steht, ist die ganze Eifel drin. Denn was im Jungenbereich bis heute nicht wirklich gelungen ist, nämlich eine starke „Eifelauswahl“ zusammenzustellen, funktioniert bei den Juniorinnen mit einer Art „Stützpunkt“ für den Altkreis Monschau: Die 18 Mädchen des Stamms der U17 kommen aus 13 Orten der gesamten Nordeifel, von Roetgen bis Rurberg, von Kalterherberg bis Konzen und von Monschau bis Eicherscheid.

Sie alle gehen nach der weniger wichtigen Hallensaison zuversichtlich in die Frühjahrsrunde der Mittelrheinliga, in die sie nach dem „Winter-Aufstieg“ der beiden Erstplatzierten bei Punktübernahme als Tabellenfünfte im Zehnerfeld starten werden. Optimistisch ist daher auch der neue Trainer: „Das spielerische Potential der Mädchen ist enorm und die aktuelle Tabellenposition mit Sicherheit nicht unverdient. Wenn es uns gelingt, die wiedergewonnene Ruhe und Stabilität weiter auszubauen, werden wir zusammen mit großer Leistungsbereitschaft auch die Top-Teams ärgern können. Platz vier ist dann mit Sicherheit möglich“, so Andi Schmalen.

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