TuS Schmidt setzt auf Kameradschaft gegen Abstiegssorgen

Von: Kurt Kaiser
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Trainer Georg Bauer und Betreuer Daniel Rosenzweig (beide rechts) und der neue Co-Trainer Marc Stollenwerk (links) streben in der Dürener Kreisliga A in der kommenden Saison einen einstelligen Tabellenplatz an. Foto: Kurt Kaiser
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Trainer Georg Bauer Foto: Kurt Kaiser

Schmidt. Nach zwei Jahren Abstiegsangst in der Bezirksliga, strebte der TuS Schmidt nach dem Abstieg in der vergangenen Saison in der Dürener Kreisliga A einen unaufgeregten Saisonverlauf an. Aber leider war für die Schwarz-Gelben auch eine Liga tiefer Abstiegskampf angesagt, denn erst am letzten Spieltag machten sie mit einem torlosen Remis im Derby gegen die SG Vossenack-Hürtgen den Ligaerhalt klar.

„Zum Klassenerhalt war die hohe Anzahl von 37 Punkten erforderlich, die hat die Mannschaft in einem fantastischen Endspurt geholt, in dem haben der Einsatzwille und der Teamgeist gestimmt, und wir haben auch spielerische Lösungsansätze gefunden“, blickte Trainer Georg Bauer auf eine spannende Spielzeit mit einem erfreulichen Happy-End zurück.

Bei genauerer Betrachtung der Saisonbilanz zeigte sich, dass die Probleme des TuS in der Offensive lagen. Mit 66 Gegentoren stellte das Team von der Eichheckstraße zwar die siebtbeste Abwehr der Liga, aber mit nur 40 erzielten Toren die schlechteste Angriffsreihe. „In den letzten Spielen der vergangenen Saison haben wir uns zwar deutlich mehr Torchancen herausgespielt als in der Hinrunde, aber in der Offensive ist noch einiges zu tun“, so der Trainer, auf dessen Aufgabenliste in der Vorbereitungsphase die Verbesserung der Abschlussqualität ganz oben steht.

Die Stärken des TuS sieht Georg Bauer in der hervorragenden Kameradschaft der Mannschaft, die fast ausschließlich aus „Schmidter Jonge“ besteht. Aus personeller Sicht gab es zur neuen Saison dennoch einige Veränderungen. Vermissen wird der Coach zukünftig Co-Trainer Tim Krumpen, der beim Ligakonkurrenten SG Vossenack-Hürtgen anheuerte und den Trainerjob übernahm. Aus beruflichen Gründen steht der sportliche Leiter Philip Thoma nicht mehr zur Verfügung, seinen Job übernahm Vereinsikone Andreas Lennartz. Verzichten muss Georg Bauer in der neuen Spielzeit auch auf Torwart Luca Stollenwerk, der zum Bezirksligisten Germania Eicherscheid wechselte.

Aldin Gegic und Sven Ewald verabschiedeten sich wieder zum TuS Lammersdorf. Marc Stollenwerk wechselt vom Rasen auf die Bank, er unterstützt Georg Bauer als Co-Trainer in der neuen Spielzeit. Als neue Nummer eins bewerben sich an der Eichheckstraße Marco Tüxen, der bisher bei Germania Eicherscheid spielte, und Tobias Wilden, der in der Jugend schon für den TuS spielte und zuletzt beim SSV Heimbach das Tor hütete. Den Offensivbereich soll Tanh Hung Nguyen verstärken, den es vom TV Konzen wieder zurück zum TuS zog. Auch Mittelfeldakteur Gilbert Scheen kehrte nach seinem einjährigen Abstecher zum TuS Lammersdorf wieder an die Eichheckstraße zurück.

Trainer: Kader verbessert

„Da einige A-Jugendspieler die Saisonvorbereitung mitmachen und einen guten Eindruck hinterlassen, glaube ich, dass wir die Qualität und Quantität des Kaders verbessert haben“, erwartet der Trainer, dass es in der kommenden Spielzeit kaum noch personelle Engpässe geben wird.

Ehe die Schwarz-Gelben am 27. August mit dem Derby gegen die SG Vossenack-Hürtgen in die Saison starten, stehen einige Testspiele auf dem Vorbereitungsplan. Überraschend erreichten die Schmidter im Robert-Löhrer-Cup mit einem torlosen Remis gegen Germania Eicherscheid und einem 1:0-Erfolg gegen TuS Mützenich das Halbfinale beim Turnier in Eicherscheid. „Wenn man bedenkt, dass die Jungs zuerst auf unserer Beachparty gearbeitet und ein paar Bier getrunken haben, anschließend den 30. Geburtstag von Ingo Müllejans gefeiert haben und die meisten von ihnen 48 Stunden ohne Schlaf unterwegs waren, dann war die Leistung in den beiden Spielen beim Turnier in Eicherscheid schon okay“, war der Trainer überrascht, dass seine Jungs die Strapazen des vergangenen Wochenendes problemlos wegsteckten.

Weitere Testspiele sind gegen die SG Höfen/Rohren, beim Turnier in Bergstein, gegen den Aachener A-Ligisten SC Lichtenbusch und gegen die Aachener B-Ligisten FC Roetgen II und TuS Lammersdorf geplant. Höhepunkt in der Vorbereitungszeit dürfte das Kreispokalspiel am Mittwoch, 2. August gegen den Landesligisten Alemannia Straß sein. Das es nach dem Spiel gegen den Landesligisten noch eine weitere Kreispokalrunde für die Schmidter gibt, ist äußerst unwahrscheinlich. Auch wenn es mit dem FC Krauthausen, dem FC Titz, Schwarz-Weiß Huchem Stammeln und Alemannia Lendersdorf vier Aufsteiger in der kommenden Saison in der Dürener A-Liga gibt, schätzt Georg Bauer die Liga genauso stark wie in der vergangenen Saison ein.

„Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz, aber dafür müssen wir sehr hart arbeiten“. Als klaren Meisterschaftsfavoriten hat Georg Bauer aufgrund der starken Neuzugänge die SG Voreifel ausgemacht.

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