TuS Schmidt peilt nach Aufstieg Klassenerhalt an

Von: Kurt Kaiser
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Maik Stollenwerk (v. oben l.), Maik Esser, Kevin Wirtz, Manuel Stollenwerk, Marcel Nowak, Michael Offermann, Max Hentschel. Spielertrainer Daniel Schippers (v. unten l.), Julian Weiß, Sebastian Knie, Nico Breuer, Martin Nowak, Marc Stollenwerk, Marvin Müllejans. Es fehlen Ingo Müllejans, Denis Wirtz, Christian Alders und Sven Meyer. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. In den 90er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrtausends stellte der TuS Schmidt das fußballerische Aushängeschild der Nordeifel. Nach dem Abstieg aus der Mittelrheinliga – in der lieferten die Schwarz-Gelben begeisternde Spiele ab – wurden sie in der Saison 2005/06 noch Vierter in der Landesliga.

Eine Saison später zogen die Schmidter sich freiwillig aus der Landesliga in die Dürener A-Liga zurück und nach der Saison 2007/08 stieg der TuS sogar noch aus der A-Liga ab.

Nach einigen Jahren der Tristesse schaffte man in der Spielzeit 2009/10 als Tabellenzweiter den Aufstieg aus der Dürener B-Liga wieder in die A-Liga und so ganz langsam ging es beim TuS wieder bergauf. In der Saison 2012/13 verpasste man den Aufstieg in die Bezirksliga nur knapp.

Zurück auf Mittelrheinebene

Nach der vergangenen Saison meldete der TuS Schmidt sich mit dem Aufstieg in die Bezirksliga endlich wieder auf Mittelrheinebene zurück. Zum Saisonbeginn hatte Trainer Bernd Born schon das Ziel Meisterschaft ausgerufen und spielte mit den Schwarz-Gelben eine hervorragende Hinrunde.

Erst am elften Spieltag kassierten sie in Birkesdorf ihre erste Saisonniederlage. Davon ließen sie sich aber nicht irritieren und gingen trotz zwei Spielen weniger, aber dennoch mit einem Punkt Vorsprung, als Tabellenführer in die Winterpause. Die schien den Jungs aus dem Eifeldorf aber nicht zu bekommen, denn direkt im ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte leisteten sie sich eine 0:3-Niederlage in Rurdorf und kassierten wenige Wochen später, gegen Welldorf-Güsten und in Langerwehe, zwei 0:1-Niederlagen in Folge. An den folgenden Spieltagen zeigten die Schmidter sich nicht mehr so präsent wie in der Hinrunde.

Meisterschaft plötzlich offen

Die Konkurrenz nutzte die Schwächephase des TuS und Anfang Mai war die Meisterschaft in der Dürener Kreisliga A wieder genauso offen wie am ersten Spieltag. Schmidt, Birkesdorf, Voreifel und Langerwehe rangelten um Meisterschaft und Aufstieg. Der TuS fand aber noch rechtzeitig wieder in die Erfolgspur zurück und hatte in der Endabrechnung durch einen 2:0 Erfolg am letzten Spieltag in Barmen die Nase vorn. Nach lautem Jubel und großer Feier nach dem langersehnten Aufstieg war es aber zwei Tage später an der Eichheckstraße vorbei mit Friede, Freude, Eierkuchen. Der Aufsteiger trennte sich von Meistercoach Bernd Born und verpflichtete mit Daniel Schippers einen neuen Trainer.

29 Jahre jung ist der neue des TuS, der als Spielertrainer bei den Schwarz-Gelben fungieren wird und als Sechser oder in der Innenverteidigung spielen wird. Als Fußballspieler hat Daniel Schippers eine optimale Ausbildung genossen. Von der C-Jugend bis zur A-Jugend hat er für Bayer Leverkusen gespielt. Er war dabei, als die A-Junioren-Bundesliga ins Leben gerufen wurde und hat in der noch ein Jahr mit dem Bayerteam gespielt. Seine weiteren Stationen als Spieler waren der VfL Rheinbach, der GFC Düren, die U23 von Alemannia Aachen und Viktoria Arnoldsweiler.

An die zwei Jahre beim Mittelrheinligisten, Viktoria Arnoldsweiler, erinnert Daniel Schippers sich im Rückblick auf seine sportliche Karriere am liebsten zurück. „Da habe ich unter Bernd Lennartz trainieren dürfen, wahrscheinlich einem der besten Trainer im Gebiet des Fußballverband Mittelrhein, und sehr viel gelernt“. Zuletzt spielte er beim Landesligisten, FC Düren-Niederau, und unterstützte als Co-Trainer den sportlich Verantwortlichen Bernd Virnich. Nachdem die komplette Mannschaft der Schmidter sich zum lockeren Auftakt am TuS Laufvergnügen, „Lauf mal wieder mit in Schmidt“, beteiligt hatte, stand am Dienstag, 8. Juli, die erste Trainingseinheit unter neuer Leitung auf dem Plan.

Neben der Grundlagenausdauer legt der neue Coach sehr viel Wert auf Taktiktraining. Gezieltes anlaufen und Pressing stehen ganz oben auf dem Übungsplan. „Das ist für die Jungs ganz neu, da muss man schon mal damit rechnen, dass auch was in die Hose geht“, hat der Trainer die 1:5-Niederlage im ersten Testspiel gegen den FC Roetgen, in dem er auf einige Stammkräfte verzichten musste, ganz schnell abgehakt. Am Sonntag (15 Uhr) steht das nächste Testspiel gegen Schwarz-weiß Düren auf dem Plan. Am folgenden Mittwoch geht es im Dürener Kreispokal gegen den Bezirksligisten Jugendsport Wenau. Am 3. August stellen die Schmidter sich beim TV Konzen vor. Eine Woche später ist Viktoria Birkesdorf an der Eichheckstraße zu Gast.

Erster Tag schon frei

Durch die ungleiche Anzahl Mannschaften in der Bezirksliga, Staffel 3, haben die Schwarz-Gelben direkt schon am ersten Spieltag frei. Ersatzweise hat der Coach dann ein Testspiel gegen die A-Junioren des FC Düren-Niederau geplant. Daniel Schippers weiß, dass es personell mit dem kleinen 18er Kader eng werden kann, aber bis zur Winterpause wird es keine weiteren Neuzugänge bei den Schwarz-Gelben geben. Auf der aktuellen Liste stehen „nur“ interne Neuzugänge.

Martin Nowak (Torwart) und Maik Stollenwerk (Angriff) wechseln von der Zweiten in den Kader der Ersten. Marcel Nowak und Sven Meyer wagen aus der eigenen A-Jugend den Sprung in die Erste. Beide können im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Mit Chris Knieps und Niklas Krumpen verloren die Schmidter leider zwei Spieler, die in der Aufstiegssaison zum Stammpersonal zählten. „Das sind zwei ganz herbe Verluste“, weiß der Coach, dass man diese beiden Abgänge kaum verkraften kann. Niklas Krumpen zog es zurück zu seinem Heimatverein SG Vossenack-Hürtgen. Chris Knieps beginnt ein Studium in Österreich. Zur eigenen zweiten wechseln Alex Kast und Jörg Stollenwerk. Marcel Stollenwerk zog es zur SG Oleftal.

Aufgrund der engen Personallage schätzt der junge Spielertrainer die Saisonziele realistisch ein und weiß, dass man in der neuen Liga aus taktischer und konditioneller Sicht schon am obersten Limit spielen muss um keine bösen Überraschungen zu erleben. „Wichtig ist, dass wir kompakt stehen und die Räume eng machen. Als Aufsteiger hoffen wir auf den Klassenerhalt, alles andere wäre Utopie“. Topfavoriten sind für den neuen TuS Coach, die Teams des GFC Düren und des Kaller SC.

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