TuS Schmidt II: Coach plant zweigleisig

Von: Kurt Kaiser
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Nordeifel. Mit unterschiedlichen Ambitionen starteten die beiden Nordeifelteams, SG Vossenack-Hürtgen und TuS Schmidt II, im August des vergangenen Jahres in die Saison 2014/15 der Dürener Kreisliga B3.

Die Zielsetzung der Spielgemeinschaft war ein Platz unter den ersten Fünf, für die Zweite des TuS Schmidt zählte nur der Klassenerhalt.

Als es vor einigen Wochen in die Winterpause ging, wurden die Ziele der beiden Teams bestätigt: Die SG rangiert auf einem respektablen dritten Tabellenplatz, die Schmidter müssen noch um den Klassenerhalt bangen. Die Situation könnte bei den Schwarz-Gelben noch prekärer werden, denn ihr Spielertrainer, Andi Lennartz, sitzt an der Eichheckstraße noch zwischen den Stühlen.

Er hatte zuletzt bei der Ersten ausgeholfen und in der Defensive drei überzeugende Vorstellungen abgeliefert. Allzu verständlich, dass man beim abstiegsbedrohten Bezirksligisten den Routinier gerne wieder in der Ersten sehen würde.

Zur Rückrunde bei der Zweiten

„Ich würde gerne der Ersten helfen, aber ich kann auch die Jungs von der Zweiten nicht hängenlassen“, weiß er noch nicht, wo sein Platz in der Rückrunde ist. Auf der einen Seite reizt den 36-Jährigen ein Comeback in der Bezirksliga, auf der anderen Seite weiß er aber auch, dass man so schnell keinen Nachfolger für ihn bei der Zweiten im Abstiegskampf findet.

„Wir müssen gucken, ob und wie wir das organisiert kriegen“, plant er im Moment zweigleisig. Lennartz geht aber davon aus, dass er am 27. Januar bei der Zweiten die erste Trainingseinheit nach der Winterpause leitet. Wo die Reservisten des TuS aktuell stehen, lässt sich nur schwer ausmachen: Sie sind zwar vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, jedoch haben die Mitkonkurrenten zwei, drei und vier Spiele weniger absolviert.

„Wir können uns nicht zu sicher fühlen, denn das Tabellenbild ist sehr verzerrt“, hat der Trainer seinem Team vorgerechnet, dass man je nach Ausgang der Nachholspiele auf einem Abstiegsrang abrutschen kann. Wobei voraussichtlich nur noch ein Absteiger gesucht wird, da der bisher punktlose Tabellenletzte, Alemannia Pingsheim, aller Voraussicht nach bereits als erster Absteiger feststehen sollte.

Nach fünf Spieltagen schien auf die Schwarz-Gelben noch eine sorglose Saison zu warten, denn mit drei Siegen und zwei Niederlagen stand man im sicheren Mittelfeld der Tabelle. An den darauffolgenden elf Spieltagen reichte es aber nur noch zu vier Zählern – und schon saß das Abstiegsgespenst wieder in der TuS-Kabine.

Wenn es im Frühjahr wieder losgeht, muss die Mannschaft den Schalter wieder in die andere Richtung umlegen, um das Ziel Klassenerhalt auch im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg zu realisieren, so viel steht fest.

Kein Druck

Trotz der guten Platzierung redet der Coach der SG Vossenack-Hürtgen, Nils Degenhardt, nicht gerne von der Meisterschaft. „Sicherlich haben wir uns eine gute Ausgangsposition verschafft, aber wir haben keinen Druck und denken weiterhin von Spiel zu Spiel.“

Auch die Spitze der Tabelle der Dürener Kreisliga B3 ist genauso wie das Tabellenende noch ziemlich verzerrt. Die Reserve von Germania Burgwart überwintert zwar auf dem Platz an der Sonne, jedoch ist die SG Nörvenich-Hochkirchen und die SG Vossenack-Hürtgen in der besseren Ausgangslage. Sollten die beiden Spielgemeinschaften ihre Nachholspiele gewinnen, dann lassen sie die Zweite der Burgwart hinter sich.

Von einem Traumstart war bei der SG keine Rede: Zum Saisonauftakt kassierte sie eine 0:5-Niederlage bei Mitfavorit Winden. Nach einem Sieg und einer Punkteteilung kassierte die Degenhardt-Elf gegen Germania Burgwart II die nächste Niederlage, so dass man sich nach vier Spieltagen in Vossenack keine Gedanken mehr über höhere Weihen machte.

„Wir haben uns in den ersten Spielen zu viel Druck gemacht und wollten zu viel“, blickt Nils Degenhardt nur ungern auf den verkorksten Saisonstart zurück und verordnete seinen Jungs, nicht mehr auf die Tabelle zu gucken. Am fünften Spieltag fand die Spielgemeinschaft – nach einem 5:0-Erfolg im Derby gegen Schmidt II – dann den Erfolgspfad und landete bis zur Winterpause zehn Siege in Folge.

Die Mannschaft setzte mit zunehmendem Saisonverlauf immer besser die Forderungen des Trainers um und auch die Neuzugänge Niklas Krumpen, Julian Hallmanns und Markus Möller zeigten, was sie Wert sind. „Alle drei sind bombig eingeschlagen“, lobt der Coach.

Am 25. Januar beginnt bei der SG die Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. „Wir haben uns schon ein paar gute Gegner ausgesucht“, freut der Trainer sich auf die Testspiele gegen den Bezirksligisten Germania Eicherscheid, den Aachener A-Ligisten TSV Donnerberg und dem Tabellenführer der Dürener B2 Jugendsport Wenau II.

Aber auch wenn es im Frühjahr wieder um Punkte geht, wird keiner in Vossenack von der Meisterschaft sprechen. „Unser Ziel sind immer noch 52 Punkte plus x“, stapelt der sportlich Verantwortliche weiterhin tief.

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