TuS Schmidt auf Kurs, aber lange noch nicht „durch“

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
6836640.jpg
Bis man beim TuS Schmidt das große Ziel Meisterschaft erreicht hat, müssen die Jungs von Trainer Bernd Born noch einige Spurts hinlegen. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Beim Dürener A-Ligisten TuS Schmidt kann man auf eine äußerst erfolgreiche erste Saisonhälfte zurückblicken. Elf Siege, eine Niederlage und eine Punkteteilung stehen in der Halbzeitbilanz der Schwarz-Gelben, die zur Saisonhalbzeit die Tabelle der Dürener Kreisliga A mit einem Punkt Vorsprung anführen.

Der Vorsprung könnte größer sein, jedoch mussten die Schmidter zuletzt zweimal zuschauen, während die direkte Konkurrenz aus Birkesdorf und Voreifel spielte und punktete. Dass man nicht mit den möglichen sieben Punkten Vorsprung in die Winterpause ging, wertet TuS-Trainer Bernd Born aber nicht als Nachtteil. „Dass uns die Konkurrenz direkt im Nacken sitzt, ist vielleicht besser so, jetzt weiß jeder in der Mannschaft, dass wir jedes Spiel konzentriert angehen müssen, um unser Ziel zu erreichen“.

Mit acht Siegen in Folge erwischten die Schwarz-Gelben einen Traumstart und übernahmen vom ersten Spieltag an die Tabellenführung. Erst am neunten Spieltag leisteten sie sich durch das torlose Remis bei der SG Voreifel den ersten dunklen Fleck auf der bis dahin weißen Weste. Zwei Spieltage später musste man beim Tabellenzweiten, Viktoria Birkesdorf, die bisher einzige Saisonniederlage hinnehmen. In den acht Spielen an heimischer Eichheckstraße landete der Tabellenführer ausschließlich Siege, mit einem durchaus ansehnlichen Torverhältnis von 32:7 Toren. Gerne verweist der Coach auch auf die saisonübergreifende Jahresbilanz 2013, in der 20 Siege eingetragen sind.

Erste Einheit am 19. Januar

Zufrieden ist der sportlich Verantwortliche des TuS mit den taktischen und spielerischen Fortschritten seines Teams. „Wir können das Tempo variieren, erarbeiten uns in den meisten Spielen eine Vielzahl an Tormöglichkeiten und haben meistens das Heft des Handelns in der Hand“, lobt er das meist couragierte Auftreten seiner Gruppe. Gerne würde Bernd Born einen noch ausgeprägteren Teamgeist sehen. „Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, müssen die persönlichen Eitelkeiten noch mehr zurückgestellt werden“, fordert er.

Schon vor der Saison legte der Coach sich ganz klar fest und gab als Saisonziel die Meisterschaft aus, dieses Ziel ist auch in der Winterpause noch gültig.

Für Sonntag, 19. Januar, hat Bernd Born zur ersten Trainingseinheit nach der Winterpause eingeladen. An dieser Einheit wird Sommerneuzugang Achim Lückenbach nicht mehr teilnehmen, denn von ihm trennte der TuS sich nach einigen Differenzen in der Hinrunde. Am 23. Januar steht dann beim Aachener A-Ligisten FC Roetgen das erste Testspiel auf dem Winterfahrplan des Meisterschaftskandidaten.

Zweite des TuS sitzt im Fahrstuhl

Aufstieg, Abstieg, Aufstieg – aber als es am 10. Dezember mit einer 3:4-Niederlage gegen den direkten Mitkonkurrenten Alemannia Pingsheim in die Winterpause ging, saß die Zweitvertretung des TuS Schmidt als Tabellenletzter wieder im Fahrstuhl zur Kreisliga C. Dabei fand der Aufsteiger sich in der Dürener Kreisliga B3 in den ersten Meisterschaftswochen bestens zurecht. Nach einer 1:2-Auftaktniederlage gegen die SG Nordeifel landeten die schwarz-gelben Reservisten einen 8:0-Erfolg gegen Vettweiß, holten einen Punkt in Nörvenich/Hochkirchen und gewannen gegen Wissersheim. Mit sieben Zählern nach vier Spieltagen blickte der Liganeuling in eine heile Fußballwelt und schien in der neuen Umgebung angekommen zu sein. „Leider haben wir uns nach dem guten Start einige unnötige Niederlagen erlaubt und sind auch gegen schwächere Gegner leer ausgegangen“, konnte Trainer Andreas Lennartz mit dem weiteren Saisonverlauf überhaupt nicht mehr zufrieden sein, denn ab dem fünften Spieltag gab es bis zum Beginn der Winterpause nur noch Niederlagen. „Wir stehen verdient da unten, denn wir haben nicht nur Pech gehabt“, gibt der Trainer zu, dass die Mannschaft in den folgenden acht Spielen nicht mehr die Ansprüche erfüllen konnte.

Die allgemeinen Probleme einer Reservemannschaft treffen auch für die TuS-Reserve zu und bereiten auch ihrem Trainer einige Sorgen. „Wenn man in zwölf Spielen 30 Spieler eingesetzt hat, ist es schwer, eine homogene Einheit zu formen“.

Da das Tabellenbild der Kreisliga B3 aufgrund von etlichen Spielausfällen stark verzerrt ist und der TuS in den Nachholspielen noch Punkte gut machen kann, hat der Coach den Klassenerhalt noch nicht abgehakt. „Wir werden alles versuchen, um in der Liga zu bleiben“, fordert er im zweiten Saisonabschnitt eine erhebliche Leistungssteigerung.

Nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit verließ Nils Degenhardt nach der vergangenen Saison aus beruflichen Gründen die Trainerbank des Dürener B-Ligisten SG Vossenack-Hürtgen. Horst Nickel wurde sein Nachfolger, jedoch trennten Trainer und Verein sich im beiderseitigem Einvernehmen schon nach wenigen Wochen.

Nils Degenhardt wieder da

Als es am achten Spieltag gegen den TSV Stockheim ging, stand Lars Degenhardt wieder am Regiepult der Spielgemeinschaft. Nach Höhen und Tiefen in der Hinrunde sieht der Coach seine primäre Aufgabe darin, mehr Konstanz in den Auftritten der Blau-Weißen zu bringen. Als es in die Winterpause ging, belegte die SG mit sechs Siegen zwei Unentschieden und fünf Niederlagen den siebten Tabellenplatz in der Dürener Kreisliga B3. Mit dieser Platzierung ist der neue Coach nicht zufrieden. „Die Mannschaft hat das Potenzial, um unter die ersten Fünf zu kommen“, forderte er eine bessere Platzierung ein. Die Meisterschaft sollte schon an Germania Binsfeld vergeben sein, aber Platz drei bis fünf ist, wenn man die Nachholspiele erfolgreich bestreitet, ein durchaus realistisches Ziel.

Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause wartet gegen Ligaanführer Germania Binsfeld die erste Standortbestimmung auf die Blau-Weißen, die hoffen, dann einen Neuzugang zu präsentieren, dessen Namen der Coach aber noch nicht nennen wollte. „Er wird für uns schon eine wesentliche Verstärkung sein“, verriet er und hofft auf eine positive Entwicklung seiner Mannschaft in der Rückrunde.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert