Lammersdorf - TuS Lammersdorf möchte frühzeitig den Klassenerhalt sichern

TuS Lammersdorf möchte frühzeitig den Klassenerhalt sichern

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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Noch muss der neue Lammersdorfer Trainer, Georg Bauer (vorne links), urlaubsbedingt auf einige Spieler verzichten, jedoch verzeichnete der Aufsteiger beim Turnier in Eicherscheid schon überraschend deutliche Ergebnisse. Foto. Kurt Kaiser

Lammersdorf. Für viele Kenner der Aachener Kreisliga C4 stand der TuS Lammersdorf vor Beginn der vergangenen Saison ganz oben auf der Liste der Titelkandidaten. Beruflich und verletzungsbedingt stolperten die Rot-Weißen aber mehr schlecht als recht durch die erste Saisonhälfte.

Als sie sich Anfang Dezember in die Winterpause verabschiedeten, rangierten sie mit neun Siegen, drei Punkteteilungen und drei Niederlagen auf Tabellenplatz fünf.

Niederlage als Wachmacher

Die guten Vorsätze, die man in der Winterpause gefasst hatte, wurden am ersten Spieltag der Rückrunde schon über den Haufen geworfen, denn gegen den Abstiegsaspiranten SG Kesternich/Rurberg/Rollesbroich kassierte der Meisterschafsfavorit eine 0:1-Niederlage. Nach dieser Niederlage schalteten die Rot-Weißen aber in den Erfolgsmodus. Sie landeten 14 Siege in Folge und ließen sich vom Weg in die Kreisliga B nicht mehr abbringen. Am drittletzten Spieltag gewann der TuS vor einer Rekordkulisse von 400 Zuschauern das Endspiel beim ärgsten Mitkonkurrenten, TV Konzen II, mit 3:1, und bekam eine Woche später die noch zur Meisterschaft fehlenden Punkte von Absteiger Hertha Walheim III, der aus Personalnot nicht antrat, geschenkt.

In der Endabrechnung der Lammersdorfer standen 23 Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen. Beeindruckend ist auch das Torverhältnis des Meisters, der nur 30 Gegentore hinnehmen musste, aber 115 Tore erzielte, das war absoluter Ligabestwert.

Die Torjägerliste der Liga führten am Ende dann auch zwei Rot-Weiße an: Dennis Theißen erzielte 35 Tore, Leopold Schorr traf nur fünfmal weniger. In der Spitzengruppe der Torjäger taucht mit Sebastian Thönnessen, der 17 Treffer erzielte, noch ein weiterer Lammersdorfer auf.

Schon in der Winterpause stand fest, dass Coach Manni Wilden nach dem letzten Abpfiff den Trainerjob an den berühmten Nagel hängen wird. Das Lammersdorfer Urgestein suchte selbst seinen Nachfolger aus und fand diesen in Georg Bauer, der bis zur vergangenen Saison den TV Konzen trainierte. „Ich glaube, dass ich bei einem Verein mit einer sehr guten Perspektive gelandet bin“, freut der neue Coach sich auf die neue Aufgabe.

Da Georg Bauer in seinem eigenen Fußballleben am liebsten Tore schoss, ist er schon nach wenigen Trainingstagen beeindruckt von der Lammersdorfer Torfabrik. „Was wir in der Offensive zu bieten haben, ist schon sehr gut“.

8:0 und 7:0 gewonnen

Ein erstes Ausrufezeichen setzte der B-Liganeuling beim Turnier in Eicherscheid, als er den ersten Test gegen den zukünftigen Ligakonkurrenten TuS Mützenich mit 8:0 gewann. Zwei Tage später produzierte die Lammersdorfer Torfabrik beim Turnier in Eicherscheid gegen die Zweite des Gastgebers, einen 7:0-Erfolg. Wobei Georg Bauer die beiden Siege nicht überbewerten wollte. Am Freitagabend wartet in Eicherscheid auf den Aufsteiger das Halbfinale.

Nach dem Turnier in Eicherscheid steht nächsten Mittwoch noch ein Testspiel beim starken A-Ligisten SV Breinig II auf dem Vorbereitungsplan. Ehe es dann zum Turnier des SV Rott geht, warten noch einige intensive Konditionseinheiten auf die Jungs von der Schießgasse. Ein Simmerather Gesundheitszentrum hält eine Kraft- und Ausdauer-Trainingseinheit beim TuS ab. In den Spielen um den m3connect Cup in Rott warten auf die Lammersdorfer mit Eintracht Kornelimünster (Samstag, 1. August, 18 Uhr), dem FC Roetgen (Montag 3. August, 18.15 Uhr) und Germania Eicherscheid (Mittwoch 5. August, 18.15 Uhr) nur höherklassige Gegner.

Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart geht es in der Kreis-Pokalrunde gegen den JSV Baesweiler. Sollte die erste Pokalrunde planmäßig verlaufen, dann käme es in Runde zwei schon zu einer Knüllerpaarung gegen die Erste des benachbarten FC Roetgen. Den letzten Test vor Beginn der Meisterschaft absolviert der B-Liga-Neuling gegen den FC Rocherath.

Vorfreude auf acht Eifelderbys

In den Testspielen sollen auch die Neuzugänge sukzessive in den Kader des Aufsteigers integriert werden. Für den Abwehrbereich verpflichteten die Lammersdorfer Yannick Wimmers (vorher SG Simmerath/Huppenbroich), Lukas Quarz (A-Junioren SG Konzen/Eicherscheid) und André Thönnessen (SV Nordeifel). Für den Mittelfeldbereich sind Nils Faymonville (SG Simmerath/Huppenbroich), Kevin Grunwald, Thiemo Strauch (beide SV Nordeifel), Güney Maas-Albayrak (FC Roetgen) und Marco Lutterbach (TuS Schmidt II) vorgesehen. Sollte es im Angriff einmal eng werden, dann kann Coach Georg Bauer in der Spitze aushelfen.

Nicht mehr zur Verfügung stehen Michael Schmitz und Daniel Thönnessen, die beide in den Kader der Zweiten wechselten. Kristian Zahorodni legt in der kommenden Saison eine Pause ein.

Die neue Liga geht der Coach ziemlich relaxt an. „Wir wollen ziemlich früh den Klassenerhalt klar machen und dann müssen wir mal sehen, was noch geht.“

Ganz besonders freut man sich bei den Lammersdorfern in der kommenden Saison auf die Derbys gegen den SV Kalterherberg, den TuS Mützenich, die Zweite des FC Roetgen und die Zweitvertretung des TV Konzen. Die Zweite der Roetgener zählt für Georg Bauer zum weiteren Favoritenkreis, seine Topfavoriten sind aber der Burtscheider TV, der FV Vaalserquartier und der SV Eilendorf II.

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