Troubadoure aus der Eifel unter sich

Von: avl
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Monschau-Konzen. Die beliebte Crossover Konzert- und Veranstaltungsreihe „Syl’n’Dan & Friends“, geht für die Saison 2012-2013 mit einem ganz besonderen Leckerbissen in die Endrunde. Am 16. März, gibt sich kein geringer als Günter Hochgürtel auf der Bühne im MuK Konzen die Ehre.

Mit bislang Holger Edmaier (Musik-Kabarett), Basement (Nachwuchs-Popband aus der Nordeifel), Lovley Mr Singing Club (A capella Band), und zuletzt Pia Fridhill (Folk-Jazz aus Schweden), präsentierten die Musiker/innen von Syl’n’Dan, Daniel Wiegand, Sylvia Noel, Andreas Wohlfahrt und Werner Fink ein rundum gelungenes wie abwechslungsreiches Kulturprogramm. „Bislang sind wir mit der Resonanz zufrieden und bestärkt in unserer Absicht, auch weiterhin unterschiedlichste Künstler/innen in die Nordeifel zu holen“, erklärt Daniel Wiegand. Dass auch die sympathische deutsch-belgische Band selbst bei jeder Veranstaltung mit ihren Liedern zu hören ist, macht einen ganz besonderen Reiz für die treue Besucherschaft aus.

Mehr als 100 Titel veröffentlicht

Spitze Zunge, sonore Stimme. Günter Hochgürtel muss man weder in der Eifel noch im Rheinland vorstellen. Man kennt ihn eben. 1984 wagte sich Günter Hochgürtel erstmals mit selbstverfassten Liedern an die Öffentlichkeit. Und mit Texten in Eifeler Mundart. Daraus wurde schließlich die Eifel-Rockband „Wibbelstetz“, die zuerst als Duo, später als Trio und seit 1989 als Quintett für reichlich Aufsehen in der Eifel und darüber hinaus sorgte. Bis heute veröffentlichte Hochgürtel als Texter und Komponist der Gruppe mehr als 100 Titel. Einer davon – „Nempt mich möt“ – wurde auch von den berühmten „Bläck Fööss“ aus Köln übernommen und auf der CD „Nix ös ömesöns“ veröffentlicht.

Die „Fööss“ gehörten auch zu den ersten Förderern von „Wibbelstetz“. Auf den letzten beiden Studio-CDs der „Höhner“ (1,2,3…/Viva Colonia) ist der Eifelmusiker ebenfalls mit insgesamt drei Texten vertreten.

Bert Brecht und Hannes Wader

Während diese beiden Topbands vor allem durch den rheinischen Karneval bekannt wurden, steht Günter Hochgürtel diesem Metier eher kritisch gegenüber. Parallel zur Arbeit mit der Gruppe gab Günter Hochgürtel immer wieder Solokonzerte nur mit Gitarre und Mundharmonika. Unter dem Titel „Troubadour“ präsentiert er nicht nur seine eigenen Chansons in Hochdeutsch, sondern auch das eine oder andere Lied aus dem „Wibbelstetz“-Fundus – versehen mit einigen kabarettreifen Moderationen. Ergänzt wird das Ganze durch Lieder deutscher Liedautoren wie Bert Brecht, Hannes Wader oder Stefan Sulke. Nicht zu vergessen, die schrägen Songs aus der Feder des Hamburger Kabarettisten Hans Scheibner.

Ein paar englische Titel hat der „Troubadour“ selbstverständlich auch auf Lager. Von Jim Croce beispielsweise, dem genialen, leider allzu früh verstorbenen Singer/Songwriter oder den Rockgrößen Neil Young, James Taylor und Bob Dylan.

Diese Fülle unterschiedlicher Lieder singt Günter Hochgürtel mit sonorer Bassstimme, wechselweise begleitet von präzisem Gitarrenpicking oder druckvoller Schlagtechnik. Es gibt dazu noch jede Menge kleiner Geschichten am Rande, die der Chansonnier, ein ausgewiesenes Schandmaul wie der mittelalterliche Kollege Francois Villon, immer wieder einstreut.

Die jüngsten Erfolge zeigen, dass Günter Hochgürtel mit dieser Mischung genau den Nerv des interessierten Publikums trifft. Syl’n’Dan & Friends mit Günter Hochgürtel findet Samstag, 16. März um 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) im MuK Konzen (Musik- und Kulturhaus), Konrad-Adenauer-Str. 2 in Konzen statt. Der Einritt beträgt 12 Euro. Kartenvorverkauf unter www.theaterverein-konzen.de.

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