Trotz weniger Polizisten: Roetgen kein heißes Pflaster

Von: ik
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Roetgen. Roetgen wird in der polizeilichen Versorgung nicht benachteiligt. Das hat Dirk Weinspach, der Aachener Polizeipräsident, am Dienstag in der Roetgener Gemeinderatsitzung festgestellt. Grund für sein Erscheinen war die Irritation der Ratsmitglieder über eine jüngste Personalentscheidung.

Ihres Wissens nach wurde ein Beamter aus Roetgen abgezogen, so dass nun lediglich noch einer die Gemeinde schütze.

Weinspach stellte klar, dass es sich bei diesem Eindruck um ein Missverständnis handele. Dazu müsse man wissen, dass die beiden Roetgener Polizisten schon immer ganz unterschiedliche Arbeitsaufgaben hätten. Der Beamte, der weiterhin in Roetgen stationiert ist, sei ein Bezirksbeamter: er arbeite nur tagsüber, meist von seinem Büro aus und stehe Bürgern Rede und Antwort zu Sicherheitsfragen.

Sein Kollege hatte zwar seinen Arbeitsplatz in Roetgen, sei aber im Schwerpunktdienst eingesetzt, das heißt, dass er mit anderen Polizisten aus den Nachbargemeinden in der gesamten Nordeifel Streife fährt - unter anderem auch in Roetgen. Seine Versetzung nach Simmerath ändere also nichts an seinen Aufgabenfeldern und schon gar nichts am Sicherheitskonzept für Roetgen - die Kommune sei polizeilich geschützt wie zuvor.

Diese Strategie der mobilen Einsatzkräfte bezeichnete er als „flexibel und schlagkräftig“. Vor allem, weil viele Straftaten nachts passierten - eben genau dann, wenn der Tagesdienst-Beamte nicht mehr zur Verfügung stehe.

Die personellen Veränderungen seien den Vorgaben des Landes NRW geschuldet. Für kleinere Kommunen unter 10.000 Einwohnern sehe der Personalschlüssel eigentlich nur 0,8 Polizeibeamte vor.

Weinspach: „Ob der Schlüssel dem Bereich der Eifel gerecht wird, das bezweifeln Sie. Ich auch! Deshalb setzen wir hier 1,5 Beamte mehr ein, als es die Vorgaben vorsehen.“ So sind statt 3,5 Beamte in der Eifel fünf ständig aktiv.

Ein fehlendes Sicherheitsgefühl, wie es die SPD-Fraktion und auch die UWG mit ihrer Frage nach der Einsatzreaktionszeit andeuteten, könnte er deshalb nicht ganz nachvollziehen. Zumal die Kriminalstatistik 2014 für Roetgen wieder sehr positiv ausgefallen ist, und in den meisten Fällen die Zahl der Delikte noch einmal gesunken seien.

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