Trotz Unruhen ins Land der Pyramiden?

Von: Lena van der Heyde
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Beim Reisebüro Flugbörse in Imgenbroich ist man froh, dass alle Ägypten-Urlauber wieder heil zu Hause sind. Büroleiterin Ninja Havinga (Mitte) und ihre Mitarbeterin Birgit Pauls (rechts) verkaufen den Kunden in diesen Tagen lieber Reisen auf die Kanaren. Links Praktikantin Nadine Paulus. Foto: Lena van der Heyde

Nordeifel. Die Lage in Ägypten spitzt sich immer weiter zu, dennoch wollen viele Touristen weiterhin im Land der Pyramiden Urlaub machen. Die Lokalredaktion fragte bei den Reisebüros in der Region nach.

Im Reisebüro am Eifelsteig in Roetgen gab es bisher keine Umbuchungen. Die meisten Kunden seien zwar besorgt, wollten aber noch abwarten, ob sich die Lage wie in Tunesien wieder beruhige, berichtet Inhaberin Sigrid Naujoks. „Nach Hurghada und Sham el Sheikh kann man aber auch weiterhin beruhigt fliegen. Dort ist es noch nicht zu Demonstrationen gekommen”, weiß die Inhaberin des Roetgener Büros.

„Nicht in Hysterie verfallen”

Das Reisebüro am Markt in Roetgen hat zur Zeit einige Reisekunden in Ägypten. Auch hier gilt aber: In den Baderegionen gibt es keine Umbuchungen, so Christine Roßbach. „Die Kunden sollten nicht in Massenhysterie geraten und alle Reisen nach Ägypten stornieren. Wir sagen aber schon aus Rücksicht auf die derzeitige Situation im Land alle Sightseeing-Touren ab. Damit sollte man lieber warten, bis sich die Unruhen gelegt haben”, empfiehlt die Inhaberin des Roetgener Reisebüros.

„Bei uns gab es eine Umbuchung”, sagt Manfred Knauf, Inhaber des Reisebüros Nordeifel in Simmerath. Auch wenn in den Badeorten derzeit keine Gefahr bestünde, „raten wir momentan allen Kunden von einer Ägyptenreise ab”, so Knauf.

Menschenansammlungen meiden

Franz Johnen, Inhaber des Monschauer Reisebüros in Imgenbroich, ist da ganz anderer Meinung. Auch seine Agentur hat derzeit Gäste in Ägypten, Hinweise auf Schwierigkeiten gab es aber bis Montag nicht. Bei ihm gab es bisher auch noch keine Kunden, die aufgrund der kritischen Lage auf ihren Flug verzichten oder mit der Buchung noch warten wollten.

„Wir befolgen hier die Anweisungen des auswärtigen Amtes. Wenn jemand etwas von Änderungen erfährt, dann sind wir es als erstes. „Das Auswärtige Amt ist um die Sicherheit aller Gäste bemüht”, heißt es in einem Schreiben an alle betroffenen Reisebüros. „In den Touristenzentren gibt es noch keine gewaltsamen Ausschreitungen, und dementsprechend können die Kunden trotz der Unruhen in Kairo, Suez und Alexandria einen entspannten Urlaub in Ägypten genießen”, sieht auch Franz Johnen keinen Grund zur Beunruhigung. Laut Schreiben des Auswärtigen Amtes werden alle Touristen-Flüge planmäßig abgewickelt. Und falls sich die Situation ändere, stünden Sondermaschinen zur Verfügung, um alle Urlauber, die vor Ort sind, schnellstmöglich nach Hause zu bringen.

So weit wird es für die Kunden des Reisebüros „Flugbörse” nicht kommen, denn alle Kunden, die in diesen Tagen in Ägypten Urlaub machen wollten, haben vergangene Woche umgebucht und fliegen stattdessen auf die Kanaren oder die Malediven. Zur Zeit seien auch keine ihrer Kunden vor Ort, lautet die Auskunft aus dem Reisebüro im Imgenbroicher Real-Markt. „Diese sind alle schon zurück. Und Probleme mit der Rückreise hat es nicht gegeben”, so Ninja Havinga, Büroleiterin der Flugbörse. Neue Buchungen nach Ägypten gebe es derzeit - aus verständlichen Gründen - aber auch nicht.

„Ich sage meinen Kunden nicht, worauf sie achten müssen. Das mache ich nur, wenn sie mich danach fragen”, hält Franz Johnen seine Reisenden für mündig genug, sich selbst im Falle einer Reise nach Ägypten zu informieren. Die meisten Reisebüros raten ihren Kunden aber zumindest, sich bei Reisen in das nordafrikanische Land von großen Menschenansammlungen fernzuhalten. Auch vor Trips nach Kairo, Suez und Alexandria raten die Reisebüros in Simmerath und Roetgen derzeit ab. Einen planmäßigen Flug in diese großen ägyptischen Städte zu bekommen, ist derzeit aber ohnehin nicht möglich, da alle Verbindungen dorthin bis auf weiteres abgesagt sind.
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