Trommler und Pfeifer: Zum Jubiläum das Können bewiesen

Von: ho
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Festlich und musikalisch anspruchsvoll ging es beim Ehrenabend des Trommler- und Pfeiferkorps Rollesbroich zu. Die Zuhörer zeigten sich vom dargebotenen Repertoire des Spielmannszuges begeistert und spendeten reichlich Applaus. Foto: Hoffmann

Rollesbroich. Man hatte sich in Festgarderobe geschmissen – auch musikalisch. Das Trommler- und Pfeiferkorps Rollesbroich präsentierte sich am Samstag bei seinem Ehrenabend anlässlich des 60-jährigen Vereinsbestehens in der guten Stube des Dorfes, im Saal „Haus am Nationalpark“, entsprechend dem Anlass einmal etwas anders.

Kein Einmarsch mit klingendem Spiel und ausgelassener Spielfreude, sondern ein würdevoll von TPK-Vorsitzendem Achim Zumbrägel angekündigtes Betreten der Bühne kennzeichneten schon zu Beginn den Jubiläumscharakter des Abends.

Hierzu passten sich Saal und Bühne der Rollesbroicher Konzertarena mit geschmackvoller Ausstattung an, in der sich über 100 Besucher eingefunden hatten, die sich am Ende beeindruckt von dem vorgetragenen Musikprogramm zeigten.

Das TPK unter Leitung von Patrick Siebertz präsentierte sich von seiner festlichen Seite und machte damit deutlich, dass es, wie ein Zuhörer gleich zu Beginn feststellte, schon längst nicht mehr zur Karnevalszeit „nur der Spielmannszug der Klev Botze“ ist.

Positive Entwicklung

In seinem Grußwort hielt Schirmherr Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dazu fest: „Was mich beeindruckt, ist die positive musikalische Entwicklung, die im Vergleich zu früher eine ganz andere Qualität hat.“ Vorsitzender Zumbrägel, der zusammen mit Geschäftsführerin Gabi Voßen unterhaltsam und locker durch das Programm führte, zeigte sich von den Leistungen der jungen TPK-Musiker am Nachmittag bei den Solistenwettbewerben im Rahmen des 131. Verbandsfestes der Vereinigten Spielmannzüge Nordeifel begeistert. In Richtung des TPK-Nachwuchses, der selbstverständlich auch beim Konzert mitwirkte, hielt er fest: „Da wart Ihr einfach Klasse!“

Dementsprechend zeigte der Spielmannszug an diesem Abend die ganze Palette seines musikalischen Könnens vom klassischen Militärmarsch bis hin zur gleichfalls hervorragend vorgetragenen Filmmusik. Im Bereich der Märsche durften dabei natürlich die „Alten Kameraden“von Carl Teike ebenso wenig fehlen, wie Mozarts „Türkischer Marsch“. Aber man konnte musikalisch natürlich auch ganz anders. Die Filmmusik der „Glorreichen Sieben“, das kirchlich angehauchte „An Irish Blessing“ und das gleichfalls schön zu Gehör gebrachte „Pont Grossa Bayon“ seien hier nur als Beispiel genannt.

An diesem Abend, der bei allem festlichem Anstrich in einer angenehm lockeren Atmosphäre stattfand, wurde auch deutlich, dass der Rollesbroicher Spielmannszug über gut gepflegte Beziehungen zu befreundeten Vereinen verfügt. Der Musikverein der Harmonie hatte nicht nur bei der Messe am frühen Abend mitgewirkt, sondern stellte beim Festabend in voller Stärke das Thekenpersonal. Für diese musikalische Nachbarschaftshilfe gab es selbstverständlich auch von Ortsvorsteher Marc Topp lobende Worte, der in seinem Grußwort konstatierte: „Ihr seid ohne Zweifel eine lustige und sympathische Truppe und ganz sicher eine Bereicherung nicht nur für den Ort.“

In den Melodienreigen des Trommler- und Pfeiferkorps hatte man die Ehrungen für langjährige Mitglieder eingebunden, die von Gabi Voßen, Achim Zumbrägel und Robert Siebertz vom Volksmusikerbund vorgenommen wurden. An 19 Musiker wurden hierbei Urkunden und Ehrennadeln überreicht, wozu im Hintergrund auf der Leinwand interessante Schnappschüsse der Protagonisten aus vergangenen Tagen oft für allgemeine Heiterkeit sorgten.

Ins Auge fiel dabei, dass die junge Garde des TPK bereits für eine zehnjährige Mitgliedschaft geehrt werden konnte. Achim Zumbrägel hatte dabei an diesem Abend richtige Laufarbeit zu leisten, da er nach jeder Ehrung zum Spiel zurück auf die Bühne musste. Krönender Abschluss der Ehrungen war sicher die Auszeichnung der Gründungsmitglieder Erich Nießen, Herbert Braun und Josef Nießen. Nach dem offiziellen Teil, den das TPK mit der schwungvollen Darbietung „Cancan“ als Zugabe beendete, wurde das 60-jährige Bestehen noch lange und ausgiebig gefeiert.

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