Trauriges Ende für die Esel in Imgenbroich

Von: P. St.
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Trauriges Ende für  die Imgen
Trauriges Ende für die Imgenbroicher Esel: Nachdem die Zerstörungen immer mehr zunahmen, wurden die Skulpturen jetzt aus dem öffentlichen Raum entfernt. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Der Einkaufsort Imgenbroich ist um einen Farbtupfer ärmer geworden. Die genau vor einem Jahr aufgestellten Esel-Skulpturen sind plötzlich aus dem Ortsbild verschwunden. Damit hat die originelle Aktion des Vereins für Heimatgeschichte Imgenbroich, die aus Anlass des 650. Ortsjubiläum aus der Taufe gehoben wurde, ein trauriges Ende gefunden.

Die lebensgroßen bunt bemalten Tiere waren in letzter Zeit immer wieder die Zielscheibe von Vandalismus. Lediglich die zwei Esel-Skulpturen auf dem Gelände der Firma Weiss bleiben; sie sind bisher von Attacken verschont geblieben, an den übrigen Standorten findet man lediglich noch die Erläuterungstafeln.

„Wir hätten den Menschen gerne weiter mit den Eseln Freude bereitet, aber um die verbliebenen an öffentlich zugänglichen Plätzen aufgestellten Skulpturen vor weiteren Attacken und Diebstahl zu schützen, sah sich der Heimatverein gezwungen diese abzubauen”, erklärt Otto Drosson, der Geschäftsführer des Heimatvereins, nachdem in der vergangenen Woche die Attacken ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen hatte.

In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober wurden zwei Skulpturen komplett gestohlen. Es handelt sich um die Figuren names „Zebresel” und „Asino”, die im Hengstbrüchelchen bzw. am Kreisverkehrsplatz aufgestellt waren. „Das kann nur eine gezielte Aktion gewesen sein”, vermutet Otto Drosson, der sich über das dreiste Vorgehen der Täter nur wundern kann, die nicht davor zurückschreckten, an einer vielbefahrenen Straße aktiv zu werden.

Seit dem Aufstellen der Eselskulpturen am 2. November 2010 sind diese mehrfach Opfer nächtlicher Attacken geworden. Einmal wurde ein Esel mit Farbe besprüht, andere Skulpturen wurden umgestoßen und trugen dabei Schäden davon, die vom Verein für Heimatgeschichte beseitigt wurden. Die Eselskulptur „Ömmscher Wönk”, die am Mühlsteinbrunnen ihren Platz hatte, wurde Anfang September durch massiven Vandalismus zerstört.

Auch der vor dem Autohaus Schmitz aufgestellte Esel „Autori” wurde durch Vandalismus so schwer beschädigt, dass noch nicht absehbar ist, ob er repariert werden kann. Die Eselskulptur steht nur sicher vor weiteren Attacken in der Ausstellungshalle.

„Der Heimatverein bedauert zutiefst, dass die Eselaktion in Imgenbroich, die so vielen Menschen Freude bereitet hat, aufgrund der Machenschaften einiger weniger Krimineller nach nicht ganz einem Jahr ein vorzeitiges Ende finden musste,” gibt der Verein auf seiner Internetseite das Ende der Eselaktion bekannt.

Nicht nur die Imgenbroicher selbst, die sich als „Össele” mit dieser gelungenen Idee identifieren konnten, bedauern das plötzliche Ende der Aktion, auch von vielen anderen Seiten hat der Heuimatverein eine überaus positive Resonanz erfahren.

Was nun mit den Eseln passiert, ist noch nicht ganz sicher; teilweise werden die Skulpturen von den Unternehmen, die die Aufstellung sponserten, übernommen. Aus dem öffentlichen Raum aber sind sie verschwunden.
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