Traditionsgaststätte bleibt Lammersdorf erhalten

Von: ho
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Elgin Roeffen-Lüscher und Roland Lüscher (v.l.), die den Lammersdorfer Hof über 35 Jahre in ihrer Regie hatten, übergeben den Betrieb am 5. Mai an Maria und Andrej Cernovs. Foto: K.-H. Hoffmann

Lammersdorf. Als die Eltern von Elgin Roeffen-Lüscher noch den Zapfhahn im „Lammersdorfer Hof“ bedienten, floss dort noch Bier der Stolberger Ketschenburg-Brauerei aus dem Zapfhahn. Ende 1981 ging der Familienbetrieb dann auf die Tochter über, die am 29. Dezember 1981 das traditionsreiche Hotel-Restaurant übernahm.

Nach über 35 Jahren ist für Elgin Roeffen-Lüscher und ihren Ehemann Roland Lüscher (70) nun mit dem Zapfen, der Hotelerie und Gastronomie aus Altersgründen Schluss. Am 5. Mai übergeben sie ihren „Lammersdorfer Hof“ an das Ehepaar Andrej und Maria Cernovs aus Aachen, die über reichlich Erfahrung in der Gastronomie verfügen.

Im Zusammenhang mit dem Betreiberwechsel atmeten auch die Lammersdorfer Vereine auf, da es eine Zeit lang so ausgesehen hatte, als ob die Lokalität ganz ihre Pforten schließen würde und damit auch kein größerer Versammlungsraum für Vereinsveranstaltungen zur Verfügung gestanden hätte.

Dementsprechend wird auch von Seiten des Ortskartells und von Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein der Fortbestand des Hotel-Restaurants positiv begrüßt. Hammelstein: „Das ist für Lammersdorf ohne Zweifel eine gute Sache“, da neben dem Hotelbetrieb, der Kegelbahn, der Gastronomie nebst Bier- und Wintergarten sowie dem wiederbelebten Restaurantbereich nun auch weiterhin ein großer Gesellschaftsraum für Geburtstage, Feste und andere Veranstaltungen im Ort zur Verfügung stehe.

Das Ehepaar Cernovs fiebert im Übrigen mit großer Vorfreude der Neueröffnung entgegen. Beide sind gelernte Köche, und die Speisekarte im Restaurant wird von deutscher und internationaler Küche geprägt sein.

Daneben soll am Nachmittag selbst gebackener Kuchen und morgens ein reichhaltiges Frühstück angeboten werden.

Roland Lüscher, der sich in Zukunft mehr um seine Enkelkinder und sein Hobby Modelleisenbahn kümmern will, stellt zum Wechsel am Zapfhahn und in der Küche fest: „Wir sind froh, dass wir zwei nette junge Leute gefunden haben, die den Betrieb fortführen“.

Und Elgin Roeffen-Lüscher, die den Lammersdorfer Hof über 35 Jahre führte, schließt sich da gerne an: „Wir hoffen, dass man auch dem Ehepaar Cernovs das gleiche Vertrauen wie uns entgegen bringt. Vor der Übergabe möchte ich mich aber gleichfalls bei allen unseren Gästen für ihre gezeigte Treue bedanken und bei allen Mitarbeitern für ihre Hilfe“.

Im Lammersdorfer Hof, den die Familie Roeffen-Lüscher am 29. Dezember 1981 von Maria und Matthias Roeffen übernahm, wird im Übrigen seit über 130 Jahren Gastronomie betrieben. 1883 baute Johann Arnold Frings, ein Bäcker und Wirt aus Fringshaus, das 1826 erstmals urkundlich erwähnte Gebäude in eine Schankwirtschaft mit Tanzsaal um.

1887 richtete Frings dort zusätzlich die erste Postagentur ein, von der aus auch die Bewohner von Rollesbroich, Strauch und Steckenborn per Fahrrad-Kurier die Post erhielten. Während der Abrissarbeiten der alten Pfarrkirche diente der Tanzsaal 1901 sogar als Gotteshaus.

1964 kauften dann die Eheleute Roeffen das Gebäude, bauten mehrfach um und machten den Lammersdorfer Hof schon damals zu einem beliebten Restaurant und Hotel.

Bei so viel Tradition war den Eheleuten Cernovs als neuem Betreiberpaar wichtig, dass der Name „Lammersdorfer Hof“ (nebst der Telefonnummer 8041) erhalten bleibt. „Wir freuen uns riesig auf die Neueröffnung und hoffen, dass wir alle Gäste voll und ganz zufrieden stellen können“, stellen sie abschließend strahlend fest.

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