Touristen geben in der Eifel mehr Geld aus

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Michael Lammertz, Fachgebietsl
Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Naturerleben, Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung, Andreas Wiebem, Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz, und Dr. Hans-Peter Schick, Geschäftsführer der Eifel Tourismus, (von links) stellten den Bericht vor.

Nordeifel. Wie viele Besucher hat der Nationalpark Eifel? Gibt er der Region wirtschaftliche Impulse? Wirken sich Naturerlebnisangebote im Park negativ auf die sensible Natur aus? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand der seit seiner Gründung fortwährenden Evaluierung des Nationalparks Eifel und seiner Angebote.

Die Untersuchung der Wechselbeziehung zwischen Mensch und Natur, das sogenannte Sozioökonomische Monitoring (SÖM), gibt Aufschluss über Chancen und Defizite des Nationalparks und ist Grundlage für dessen Entwicklung. Ein umfassender Bericht fasst nun erstmals alle Ergebnisse während der ersten sieben Nationalparkjahre angestellt Untersuchungen im Nationalpark zusammen.

„Positive Entwicklung”

Anlässlich der Präsentation dieses Berichts betonte Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW: „Für die positive Entwicklung des bislang einzigen Nationalparks Nordrhein-Westfalens ist dieses Aufgabenfeld von großer Bedeutung. Ohne die stetige Qualitätskontrolle der eigenen Arbeit wüssten wir nicht, ob unsere Naturerlebnisangebote die Menschen für den Nationalpark begeistern, und wir Aufgaben und Ziele des Nationalparks verständlich vermitteln.” Der Bericht zeige beispielsweise auf, „dass Rangerführungen Spaß machen und Wissen über den Nationalpark vermitteln”.

Nationalpark-Gäste fühlten sich in den Nationalpark-Toren gut beraten und schätzten die Ausstellungen zum Nationalpark. Die Anzahl der festgestellten Verstöße gegen die Ge- und Verbote im Nationalpark gehe zurück - die ergriffenen Maßnahmen zur Besucherlenkung wie Infotafeln, Beschilderung der Wege und gezielte Präsenz der Ranger tragen aus Sicht der Verwaltung Früchte.

Ebenso gibt das Sozioökonomische Monitoring Aufschluss über die Einstellung, Wahrnehmung und Akzeptanz von Anwohnern und Gästen gegenüber dem Schutzgebiet. „Auf Basis dieser Ergebnisse kann die Kommunikationsstrategie kontinuierlich optimiert werden”, sagte Fachgebietsleiter Michael Lammertz. Als Vorsitzender des Kommunalen Nationalparkausschusses zeigt sich der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick beeindruckt: „Die Akzeptanz des Schutzgebiets bei Anwohnern und Gästen ist erfreulich. Dass der Nationalpark für fast 90 Prozent der Gäste wichtig ist und sich die Anwohner mit den Ge- und Verboten überwiegend einverstanden erklären, weist auf entsprechend gute Aufklärung hin. Dieses Niveau gilt es zu halten.”

Für den Tourismus in der Region sei ein ganz anderer Aspekt dieser Publikation bemerkenswert: Die sozioökonomischen Untersuchungen zeigten, dass der Nationalpark die Region um neue Zielgruppen erweitert habe. Die eigens für den Nationalpark angereisten Touristen verbleiben laut Untersuchung länger in der Region, geben mehr Geld aus und sind umweltbewusster als der durchschnittliche Besucher.

Um diese Zielgruppe zu halten, war das in Kooperation zwischen Nationalparkverwaltung und touristischen Partnern entwickelte, viertägige Wanderarrangement „Wildnis-Trail” erst der Anfang. Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus, betont: „Mit den zum Thema fortgebildeten und zertifizierten Nationalpark-Gastgebern und den eigens für Nationalparktouristen entwickelten Tages- und Mehrtagesarrangements sind wir auf dem richtigen Weg, diesen anspruchsvollen und gewinnbringenden Touristen zunehmend für die Eifel zu begeistern.”

Die Beteiligten sind sich einig, dass sie das regionalwirtschaftliche Potenzial des Nationalparks zum Wohle der Region nutzen möchten, ohne sein Kapital, die einmalige Natur und den Lebensraum von mehr als 6200 Tier- und Pflanzenarten, zu gefährden.
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