Tourismusentwicklung: Akteure wollen an einem Strang ziehen

Von: pp
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Rund 120 Vertreter aus der Tourismus-Branche nahmen am Netzwerktreffen im Kloster Steinfeld teil und erfuhren, wie sich der Tourismus in der Eifel entwickelt. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Nordeifel. Um die touristische Weiterentwicklung der Region ging es beim zweiten Tourismus-Netzwerktreffen, zu dem die Nordeifel Tourismus GmbH (NET) in das Kloster Steinfeld eingeladen hatte. Fast 120 Teilnehmer konnten NET-Geschäftsführerin Iris Poth, Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher und Christoph Böhnke, der Leiter des neuen Gästehauses im Kloster Steinfeld, begrüßen.

Das waren deutlich mehr in der Branche tätige Protagonisten als beim ersten Treffen vor einem Jahr. Damals hatten 80 Vertreter aus Hotellerie, Gastronomie und Betreiber von Ferienunterkünften sowie Verantwortliche von Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und Tourist-Informationen teilgenommen.

Mit einigen eindrucksvollen Zahlen stellte Iris Poth heraus, wie groß die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche für die Nordeifel ist: Im Jahr 2014 lag der Bruttoumsatz durch Tages- und Übernachtungsgäste bei 262,5 Millionen Euro, davon rund 92 Millionen Euro durch Übernachtungsgäste.

Leicht rückläufig, „aber dennoch als stabil zu bezeichnen“, so Iris Poth, seien die Übernachtungszahlen für das Jahr 2015 mit 1,3 Millionen Übernachtungen. „Die Eifel ist ein attraktives und beliebtes Reiseziel, die Chancen für einen nachhaltigen Aufschwung in der Tourismusbranche der Region sind hervorragend “, so die NET-Geschäftsführerin.

Dass nicht nur das Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe davon profitiere, stellte Bürgermeister Herbert Radermacher in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der NET-Gesellschafterversammlung heraus. „Wirtschaftliche Effekte lassen sich auch für Einzelhandel und Dienstleistungen und damit auch für die Kommunen ableiten“, hob er hervor.

Die Anstrengungen der NET, die touristischen Leistungsträger zusammenzubringen, um gemeinsam an Qualität und Marketing des Eifel-Tourismus zu arbeiten, bezeichnete er als „A und O“, wenn es darum gehe, die Region nach vorne zu bringen. „Jede Ferienwohnung, jedes touristische Angebot“, so Radermacher, stärke die Region. In Bezug auf die NET als wichtiger Koordinatorin erklärte er: „Wir hoffen, dass in diesem Jahr die letzte Kreiskommune ihren offiziellen Beitritt erklärt.“

„Wo wir stehen, wohin wir wollen, welche Wege wir gehen“ war der Impulsvortrag überschrieben. Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Patrick Schmidder und der Produktmanagerin Christina Schliebach stellte Iris Poth die Strategie der NET für die nächsten Jahre vor. Prämisse müsse sein, die Erlebnisregion stets aus der Brille des Gastes zu sehen. „Jeder touristische Leistungsträger muss regelmäßig sein Angebot überprüfen und weiterentwickeln.“

So gelte es, weiterhin an der Zufriedenheit der Gäste zu arbeiten. Denn obwohl Bekanntheits- und Sympathiegrad durchaus hoch seien, seien Weiterempfehlungsbereitschaft und Wiederbesuchsabsicht im NRW-Vergleich unterdurchschnittlich, wie eine Marktforschung für das Jahr 2014 ergeben habe.

Hier gelte es unter anderem, in Zusammenarbeit mit Gastronomie und Hotellerie an der Familienfreundlichkeit zu arbeiten, betonten die Tourismus-Experten in Steinfeld. „Wir sehen uns zukünftig noch mehr in der Rolle des Beraters“, sagte Patrick Schmidder.

„Wanderwelt der Zukunft“

Neben der Ausweitung der bereits regelmäßig stattfindenden Beratertage ist die „Tourismus-Akademie Nordeifel“ in Vorbereitung, die 2017 mit einem Seminarprogramm starten soll. Darüber hinaus ist in Zusammenarbeit mit dem Kreis Euskirchen das Wanderprojekt „Wanderwelt der Zukunft“ geplant.

Auch das Thema Kultur und Tourismus will man ausbauen. So ist vorgesehen, die Veranstaltungsreihe „Kultur bei Nacht“ stärker zu fokussieren und Themenschwerpunkte wie Musik oder Kunst zu setzen.
Beim Rundgang mit Christoph Böhnke durch das im Sommer 2015 eröffnete Gästehaus des Klosters Steinfeld zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt vom gelungenen neuen Nutzungskonzept der Anlage.

„Einmalig für die Region“ und „mehr als ein glücklicher Umstand“ nannte Bürgermeister Radermacher das, was dank des Engagements der Familie Scheidtweiler dort entstanden sei. „Die Ausstattung ist elegant und zurückhaltend. Es ist gelungen, den Geist des alten Gemäuers zu erhalten“, lobte ein Teilnehmer.

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