Totholz ist eine feste Größe im Großschutzgebiet

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Im Nationalpark Eifel verstärkt anzutreffen: Der Anteil an Totholz im Großschutzgebiet liegt inzwischen weit über dem Landesdurschnitt in NRW. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Nicht jeder Besucher im Nationalpark kann es nachvollziehen, wenn umgestürzte kapitale Bäume nicht für die forstwirtschaftliche Nutzung verwertet werden dürfen, sondern in den Kreislauf der Natur zurückkehren. Sogenanntes Totholz ist in der Philosophie der Nationalparks eine feste Größe, die noch wachsen soll.

Deshalb meldet das Nationalparkforstamt Eifel jetzt auch nicht ohne Stolz, dass man mit 26 Kubikmetern Totholz pro Hektar landesweit überdurchschnittliche Werte aufweist.

Dies bestätigen die brandneuen Zahlen aus der 2. Landeswaldinventur, die das NRW-Umweltministerium diese Woche veröffentlichte. „Mit insgesamt 323.922 Kubikmetern ist das Nationalparkforstamt Eifel auf einem guten Weg, allerdings noch deutlich von Totholzvorräten in Naturwäldern entfernt“, freut sich der kommissarische Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel, Dr. Michael Röös.

Für die zweite Landeswaldinventur wurden von sechs Teams an landesweit 9300 Stichprobenpunkten mehr als 60.000 Bäume vermessen. Dabei wurde das Raster der Bundeswaldinventur von vier mal vier Kilometern auf zwei mal zwei Kilometer verdichtet.

Die zweite Landeswaldinventur verschafft einen Überblick über den Status Quo der Wälder und liefert vielfältige Informationen zu Baumarten, Holzvorrat, Vielfalt und Struktur sowie zur Situation des ökologisch wichtigen Totholzes in den Wäldern.

Mit rund 935.000 Hektar ist die derzeitige Waldfläche in NRW höher als erwartet. Sie macht etwa 27 Prozent der Landesfläche aus.

Nordrhein-Westfalen gilt im Vergleich zu anderen Bundesländern als eher waldarm. Im bundesweiten Vergleich steht jeder Bürgerin und jedem Bürger – statistisch gesehen – fast drei Mal so viel Wald zur Verfügung wie den Menschen in NRW.

Die Menschen in NRW haben durchschnittlich 532 Quadratmeter Wald pro Einwohner. Umso erfreulicher sind die Zahlen zu werten, die dem Nationalparkforstamt Eifel mit 6536 Quadratmetern Wald pro Einwohner einen überdurchschnittlichen Wert bescheinigen.

Im Nationalparkforstamt Eifel wurden insgesamt rund 14.000 Hektar Wald untersucht. Dies umfasst Wälder im Nationalpark Eifel und weitere Waldflächen, die hoheitlich zum Nationalparkforstamt gehören.

Im Vergleich zur ersten Landeswaldinventur 1998 wurden die Erhebungskriterien verändert und der Methodik der Bundeswaldinventur 2012 angepasst. Daher sind die Ergebnisse der beiden Waldinventuren nicht vergleichbar.

Mit der aktuellen Landeswaldinventur lassen sich auf der Basis statistisch abgesicherter Ergebnisse nun differenzierte Aussagen für die unterschiedlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen treffen.

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