Tolle Erinnerungen an das „Abenteuer” Amerika

Von: ges
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Samira wieder zuhause und im Kreise ihrer Geschwister - vorne, von links: Samira, Enrico, Tamara, dahinter Torsten. Foto: Sommer

Mützenich/Hazen. Für ihre Familie, die Eltern Bruni und Frank, sowie für ihre Geschwister Tamara, Torsten und Enrico, war es eine „Hammerentscheidung”. Doch sie hatte es sich in den Kopf gesetzt, war in ihren jungen Jahren bereit für eine immense Veränderung und hat es durchgezogen: das Abenteuer Auslandsschuljahr.

Samira Steffens aus Mützenich erlebte ihr 11. Schuljahr vom August 2009 bis Juni diesen Jahres in Hazen, Arkansas/USA, der Geburtsstadt Bill Clintons.

Doch alles andere als dieses Flair bestimmte ihre Gefühle und Erfahrungen in den ersten Tagen und Wochen. Fünf Tage in New York bei sehr strengen Betreuern der Organisation raubten ihr nahezu den Atem, und ehe sie die Umstellung vom 2200-Seelendorf Mützenich in die Weltstadt verdaut oder begriffen hatte, saß sie wieder im Flieger - es ging nach Arkansas zu ihrer Gastfamilie.

„Trotz meiner guten Englisch-Noten habe ich dort während der ersten Tagen kein Wort verstanden, und es fiel mir schwer, dies zu verbergen”, schildert Samira die nächste Hürde. Grund sei der starke Südstaaten-Akzent gewesen. Sie sei sich vorgekommen, als säße sie nicht im Englisch-Leistungskurs, sondern im Chinesischkurs für Anfänger.

Als sie dann diese Probleme hinter sich ließ und sich einigermaßen eingelebt hatte, kam der nächste „Hammer”: Ihre Gastfamilie hatte falsche Angaben gemacht, sich nicht an bestimmte Regeln gehalten und war somit „aus dem Rennen”. Doch bei der neuen Gastfamilie ging es endlich bergauf, vor allem gefühlsmäßig.

Im zweijährigen Gastbruder hatte sie schnell einen neuen kleinen Freund gefunden und nach wenigen Tagen war klar, dass ihre Gastschwester Raven und sie schon bald unzertrennlich waren. Raven unterstütze Samira und half ihr, wo sie konnte. Das Leben, die Regeln und Gesetze in den USA sind anders als hierzulande.

Schule einfacher als in Monschau

Von vielem in den USA hat Samira den Eindruck, als sei es wie im Fernsehen, wie in den unzähligen US-Filmen: vom Verhalten der „Cops” und anderen Vorgesetzten, aber auch von der Schule. Ihre Schule in Hazen war wesentlich einfacher zu bewältigen als das St. Michael-Gymnasium in Monschau. Der Stundenplan ist jeden Tag gleich, vor der Mittagspause gibt es stets eine Freistunde, in der Hausaufgaben und sonstige Ansprüche erledigt werden können. Der Nachmittag ist frei, man trifft sich oft mit Freunden. So beispielsweise die vielen Sportteams, die - wie im Film - an fast jeder Schule vertreten sind.

Zuletzt spricht Samira von der Mentalität der Amerikaner, die eine völlig andere sei als die deutsche. So seien die Menschen dort aufgeschlossen und sehr nett, sagt sie und erzählt weiter: „Wenn einem das erste Mal eine fremde Person ein Kompliment macht, dann ist das zwar zunächst unangenehm. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, weiß man diese ungewohnt offene Art irgendwann zu schätzen und eignet sie sich selbst an”.

Das Abenteuer Amerika: Samira Steffens hat es erlebt und ist heute sehr froh, es erlebt zu haben. Auch oder gerade weil dort so vieles anders ist als zu Hause.
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