Tischtennis: Schweißtreibende Duelle bei den Kreismeisterschaften

Von: Max Stollenwerk
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Hier sind Dynamik und Körperbeherrschung gefragt: Sowohl in den Einzel-Wettbewerben als auch in den Doppel-Wettbewerben zeigten die 130 Teilnehmer bei den Tischtennis-Kreismeisterschaften vollen Einsatz und bewiesen Ballgefühl. Foto: Christopher Stollenwerk
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Strahlende Sieger: In insgesamt 18 Konkurrenzen im Einzel und Doppel wurden die Sieger bei den Tischtennis-Kreismeisterschaften des TSV Kesternich am vergangenen Wochenende geehrt. Hier sind die Sieger der Senioren 60, ... Foto: Christopher Stollenwerk
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... der Damen A,... Foto: Christopher Stollenwerk
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... Herren A,... Foto: Christopher Stollenwerk
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... Jungen A, ... Foto: Christopher Stollenwerk
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... und Schüler A. Foto: Christopher Stollenwerk

Kesternich/Simmerath. Unzählige Zelluloid-Bälle flogen über die grünen Tische, Anfeuerungsrufe hallten durch die Halle und der Schweiß tropfte ununterbrochen auf den Boden: So ging es am vergangenen Wochenende in der Simmerather Dreifachhalle zu, als die Tischtennisabteilung des TSV Kesternich die Kreismeisterschaften des Kreises Aachen ausrichtete.

Wochenlang hatte sich die Abteilung, die die Ausrichtung in diesem Jahr anlässlich des 70-jährigen Vereinsbestehens übernommen hat, auf das Großturnier vorbereitet. Insgesamt 18 Konkurrenzen in Damen-, Herren- und Jugendbereichen, in denen rund 130 Teilnehmer an den Start gingen, wurden gespielt. Anmeldungen gab es sogar knapp 200, denn viele Spieler nahmen an mehreren Konkurrenzen teil.

Der immense Aufwand im Vorfeld machte sich bezahlt. Denn der Wunsch nach einer vollen Halle sowie fairen und spannenden Spielen wurde weitestgehend erfüllt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf, der reibungslos war, so dass es für uns eine schöne Veranstaltung war“, so Abteilungsleiter und Turnier-Gesamtleiter Manfred Nießen.

Einen besonderen Dank sprach er an den Vorstand und das Organisations-Team der Veranstaltung aus, denn „die eingespielte Truppe hat über die gesamte Zeit alles im Griff gehabt“. Angefangen hatte die Mammut-Veranstaltung am Freitagabend mit den ersten Konkurrenzen. Am Samstag und Sonntag stand dann jeweils ein prall gefülltes Programm an, denn an beiden Tagen ging es am frühen Morgen los, und das Turnier endete erst am Sonntagabend mit der letzten Siegerehrung.

Auch der größte Teil der Spieler war zufrieden mit dem Turnierverlauf. „Ich habe an allen drei Tagen auf dem Turnier mitgespielt, und es war ein gutes Training. Die Organisation und das Essen waren hervorragend, nur leider war die Hitze in der Halle der größte Gegner“, sagte Marion Wildrath vom Haarener TV, die die Damen-A-Konkurrenz sowohl im Einzel- als auch im Doppelwettbewerb für sich entscheiden konnte. Ähnlich fiel die Einschätzung vom Sieger der Herren-A-Konkurrenz, Ilja Blonstein, aus.

„Der Turnierablauf war gut, es gab keine langen Wartezeiten, und mit meiner eigenen Leistung war ich insgesamt auch sehr zufrieden“, so der Spieler von Borussia Brand kurz nach seinem Sieg im Einzel. Er habe das Finale gegen einen Mannschaftskollegen jedoch mit 4:0-Sätzen etwas zu deutlich gewonnen, gab er nach seiner ersten Teilnahme überhaupt bei den Kreismeisterschafen des Kreises Aachen zu. „Leider hat das Klima in der Halle mir aber etwas zu schaffen gemacht, auch wenn man sich nach einer gewissen Zeit akklimatisiert hatte“, so Blonstein.

Positiver Trend

Für den korrekten Ablauf während der drei Turniertage sorgte Oberschiedsrichter Peter Kablitz vom SV Hörn. Er musste glücklicherweise kaum eingreifen, da sich die Spieler in fast allen Fällen selbst einig wurden. Sein Fazit fiel daher auch überwiegend positiv aus: „In Anbetracht der allgemeinen Entwicklung im Sport können wir zufrieden mit der Entwicklung des Turnieres sein, denn die Zahlen sind stabil, mit leichter Tendenz nach oben.“ Außerdem habe es viele spannende und niveauvolle Spiele gegeben, die, mit ganz wenigen Ausnahmen, von sportlicher Fairness geprägt gewesen seien.

Doch auch er merkte einige kritische Punkte zum Zustand der Halle in Simmerath an: „Die Organisation des Turniers von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Cafeteria hat ohne große Probleme funktioniert. Doch mit den Verhältnissen in der Halle hatten wir öfters zu kämpfen“, so Kablitz. „Die Hallentemperaturen, auf die der Ausrichter keinen Einfluss hatte, waren teilweise schon unerträglich. Außerdem ist das Licht bei Sonneneinstrahlung immer wieder aus und an gegangen, so dass einige Spiele unter diesen Umständen eigentlich nicht hätten durchgeführt werden dürfen“, fügte der Oberschiedsrichter hinzu.

Wenn diese Probleme behoben seien, würde er eine Ausrichtung des Turniers auch in der Zukunft befürworten. „Dennoch haben wir viele schöne Spiele gesehen und ich komme immer wieder gerne in die Eifel“, so Kablitz schmunzelnd. Am Ende fügte Nießen schmunzelnd an: „Das i-Tüpfelchen während des Turniers war natürlich, dass der TSV Kesternich insgesamt fünf Kreismeistertitel, drei davon im Doppel und zwei im Einzel, erringen konnte.“

Einen der Titel im Einzel sicherte sich Fabian Braun in der Jungen-A-Konkurrenz. „Ich bin froh, ins Finale gekommen zu sein und dieses dann in einem hart umkämpften Spiel gegen einen guten Gegner mit Höhen und Tiefen gewonnen zu haben“, verriet der Sieger erleichtert. Insgesamt lobte er die Organisation des Turniers und die Hilfsbereitschaft der Turnierleitung. „Ich werde auf den Kreismeisterschaften im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder gerne mitspielen“, so der 16-Jährige, bevor er mit seinem schmucken Pokal den Heimweg antrat.

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