Tierischer Besuch in der Grundschule

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Die Kinder der GGS Grundschule Steckenborn, ihre Lehrerin Anke Burchardt-Sanchéz und Hermann Carl halten ihre Lieblingstiere in der Hand.

Steckenborn. Groß war die Aufregung bei den Kindern des zweiten Schuljahres der GGS Steckenborn am Montagmorgen, als ein Geländewagen mit Anhänger auf den Schulhof fuhr. Hermann Carl kam mit seiner Rollenden Waldschule des Lernortes Natur zu Besuch.

Kurz nach den Sommerferien kam die siebenjährige Schülerin Anja Lauscher zu ihrer Klassenlehrerin Anke Burchardt-Sánchez und zeigte ihr freudestrahlend eine dunkelgrüne Urkunde. In den Sommerferien hatte sie beim Jägertag in Rurberg den Hauptpreis bei der für die Kinder angebotenen Kinderjägerprüfung gewonnen, einen Besuch der Rollenden Waldschule für ihre gesamte Klasse.

Bald stand der Termin fest und der Jäger Hermann Carl übernahm an diesem Montag den Unterricht in den ersten drei Stunden. Nachdem es zunächst um den Wert der Natur für den Menschen, den Wasserkreislauf, die Bedeutung des Waldes bei der Umwandlung von Co2 in Sauerstoff und die Holzgewinnung ging, ging Herr Carl dann intensiv auf die Waldbewohner ein. An verschiedenen Tierschädeln lernten die Kinder u.a. die Unterschiede der Gebisse von Fleisch- und Pflanzenfressern kennen. Dann wurde es noch anschaulicher. Die Kinder durften mehr als sechzig ausgestopfte Tiere aus dem Anhänger in ihren Klassenraum bringen. Nachdem die Schüler wussten, wie man behutsam über Fell und Federn streichen kann, nutzen sie das Angebot ausgiebig, die Tiere anzuschauen und zu streicheln.

Schnell entdeckten sie, welche Tiere ein besonders weiches Fell haben. Und auch bei den Vögeln gab es Unterschiede in der Härte der Federn festzustellen. Staunend hörten sie den Erzählungen des Jägers zu, der berichten konnte, dass er einmal auf seinem Hochsitz den Anflug einer Waldeule nicht gehört hatte, die sich plötzlich bei ihm niederließ. Ihre sehr weichen Federn sorgen für einen lautlosen Flug während man den Flügelschlag von einer Taube deutlich hören kann. Alle Kinder verglichen das Federkleid dieser beiden Vögel und merkten den Unterschied beim Anfassen sehr deutlich. Betrachten verschieden großer ausgestopfter Kitze lernten manche Kinder dass das Rehkitz nicht das Kind vom Hirsch ist.

Neugeborene Hirschbabies sind deutlich größer als Rehkitze. Beeindruckend waren auch die Hirschgeweihe, die Hermann Carl auch mal einem Schüler auf den Kopf setzte. Insgesamt verbrachten die Kinder einen sehr abwechslungsreichen und lehrreichen Vormittag, bei dem sie sich gar nicht genug bei Herrn Carl bedanken konnten. Am Ende durfte sich jedes Kind ein Tier aussuchen, das mit auf das Klassenfoto kam. „Wenn die Kinder nicht in den Wald gehen, so rollt der Wald in die Schulklasse“, hielt Hermann Carl ablschließend fest.

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