Thermen-Hotel: Bebauungsplan kann aufgestellt werden

Von: ag
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Erfolg für die geplante Erweiterung der Roetgen-Therme: Der Bebauungsplan für ein Hotel mit 50 Zimmern kann aufgestellt werden. Foto: Andreas Gabbert

Roetgen. Die geplante Erweiterung der Roetgen-Therme um ein Hotel mit 50 Zimmern hat eine entscheidende Hürde genommen. Der Rat der Gemeinde Roetgen hat die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans mehrheitlich beschlossen.

Uneinigkeit gab es dabei noch mit Blick auf die Höhe der vorgesehenen Hecken. Im Sommer war auf Antrag der Grünen einstimmig beschlossen worden, vor dem geplanten Bauwerk an der Bundesstraße 258 die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern vorzuschreiben.

Mit der Festsetzung einer Heckenhöhe von mindestens 1,25 Meter zeigte sich aber der Landesbetrieb Straßenbau NRW nicht einverstanden. Aufgrund einer Beeinträchtigung der Sicht am Einmündungsbereich der Wintergrünstraße auf die B 258 könne dem nicht zugestimmt werden. Die Höhe dürfe daher 0,8 Meter nicht überschreiten. Daraufhin hatte die Gemeindeverwaltung angeregt, im Bebauungsplan die Festsetzung einer Mindesthöhe zu streichen und festzulegen, dass Pflanzungen im Bereich von Zufahrten auf die Bundesstraße eine Höhe von 0,8 Meter nicht überschreiten dürfen.

Die Grünen hatten sich bereits im Bauausschuss der Gemeinde gegen diese Regelung ausgesprochen und wollten an der Mindesthöhe von 1,25 Meter festhalten. Daran hatte sich auch bis zur jüngsten Ratssitzung nichts geändert. Dies bedeute keine Einschränkung für den Investor, sagte Gudrun Meßing und packte einen Zollstock aus, um den Ratsmitgliedern die Höhe von 1,25 Meter deutlich zu machen. „Halten Sie uns eigentlich für blöd“, entfuhr es daraufhin Michael Seidel (CDU). „Brustwarzenhöhe!“, stellte Peter Schneider (CDU) fest. Das fand Wolfgang Schruff (PRB) überhaupt nicht witzig und verlangte, diese Äußerung ins Protokoll aufzunehmen.

Rainer Nießen (UWG) interessierte sich dafür, ob die Höhe der Hecke Einfluss auf die Verkehrssicherheit der Kinder habe. Bürgermeister Jorma Klauss entgegnete, die Hecke liege so weit zurück, dass es keine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit geben werde. Klaus Onasch (SPD) verstand nicht, warum in diesem Fall eine Festlegung der Heckenhöhe gefordert wurde. Das sei bereits in der Werbesatzung der Gemeinde geregelt, und der Investor komme bei der Höhe schon weiter entgegen, als in der Satzung verlangt.

Die Festlegung einer Mindesthöhe von 1,25 Meter wurde schließlich bei 20 Nein-Stimmen, acht Ja-Stimmen und drei Enthaltungen abgelehnt.

Der Beschlussvorschlag zur Aufstellung des Bebauungsplans wurde hingegen mehrheitlich angenommen. Die Bekanntmachung soll aber erst nach einer Vertragsänderung und der Unterzeichnung aller Eigentümer erfolgen.

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