Fluch der Karibik Freisteller Jack Sparrow Kino

Theaterstück „Kaviar trifft Currywurst“: Eine Kneipe macht auf edel

Von: peo
Letzte Aktualisierung:
Paustenbacher Theaterverein: Kaviar trifft Currywurst
Von der Eckkneipe zum Gourmettempel: kein leichtes Unterfangen für Erna Wuttschke (Heike Zinke, r.) und Lebensgefährte „Blümchen“ (Bernd Schneider, l.), wenn Stammgast Heini (Stephan Kirchner) seinen Platz nicht räumen möchte.

Paustenbach. Was, wenn man sich Geld für einen Gourmettempel geliehen und stattdessen eine Eckkneipe aufgemacht hat? Der Paustenbacher Theaterverein überzeugt mit der Komödie „Kaviar trifft Currywurst“ von Winnie Abel. Im März finden noch drei Vorstellungen statt.

Was, wenn sich der Investor, Cousin Harry, plötzlich als Besucher ankündigt? Da kann, wie bei Erna Wuttschke, schon mal Panik aufkommen. Um den Schein zu wahren, muss die bodenständige Erna plötzlich die Spitzengastronomin mimen.

Gut, wenn man sich auf Stammkunden und Lebensgefährte „Blümchen“ verlassen kann. Oder auch nicht, wenn der tollpatschige Lebensgefährte plötzlich den piekfeinen Kellner verkörpern soll, Stammgast Heini sich weigert, die Kneipe zu verlassen, die nicht besonders helle Sandy die feine Kundin mimen und Punk Uwe immer wieder abgewimmelt werden muss. Wenn dann die intrigante Nachbarin Samira, Besitzerin eines Spitzenrestaurants, auch noch Intrigen spinnt, folgt ein komisches Verwechslungsspiel, bei dem schief läuft, was schief laufen kann.

„Kaviar trifft Currywurst“ von Winnie Abel, bei dessen Stücken dem Theatergruppen vor allem die liebevoll ausgearbeiteten und witzigen Charaktere schätzen, wird vom Paustenbacher Theaterverein in seiner Vorführung perfekt umgesetzt. Sei es Heike Zinke in der Rolle der von der Kneipenbesitzerin zur Spitzengastronomin wechselnden Erna Wuttschke oder Sprachwunder Elena Jacobs als ihre Konkurrentin Samira, die abwechselnd mit osteuropäischem oder französischem Akzent daherkommt.

Oder Jochen Frank als Anekdotentod und Punk Uwe, Bernd Schneider als tollpatschiger Lebensgefährte Gerd „Blümchen“ Blume, Ute Jacobs als Sandy Stutzke, Ann-Cathrin Jacobs als Bürgermeistergattin und Modedesignerin mit ganz besonderem Geschmack, Martin Meuthrath als im Dauerwahlkampfmodus befindlicher Bürgermeister, Marianne Linge als Restaurantkritikerin Ludmilla von der Steppke und natürlich Lars Abelshausen als schnöselig-versnobter Cousin Harry von Anhalt mit seiner derzeitigen Affäre Heike, die gut mit Kreditkarten kann, dargestellt von Tamara Fischer. Und nicht zu vergessen Stephan Kirchner als wortkarger, mit gutem Sitzfleisch ausgestatteter Stammgast Heini.

Ob dieser fantastischen darstellerischen Leistungen war dem Ensemble der minutenlange Applaus in der ausverkauften „Alten Schule“ in Paustenbach sicher. Klar, dass Regisseur und „Bürgermeister“ Martin Meuthrath dem Publikum seinen Dank aussprach und sein Ensemble vorstellte. Ein besonderer Dank galt auch Souffleuse Michaela Pauels, Requisiten-Assistentin Resi Braun, Bühnenbauer Hermann-Josef Offermann, Bianca Helene Simon, die für Grafiken, Plakat und Eintrittsdeckel verantwortlich war, Roman Dartenne für den Ton und allen, die hinter der Bühne, wie bei der Verpflegung der Gäste als Helfer aktiv geholfen haben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert