Theatergruppe des TuS Schmidt: Pfiffige Alte sorgen für Lacher

Von: ale
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Köstlich amüsierte sich das Publikum über die teils pfiffigen, teils schrulligen Alten: Helmut Bergsch, Helga Niedeggen, Elisabeth Stockmann und Karina Huben (von links) sorgten für Lachsalven. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Vortrefflich wurden die Theaterfreunde wieder unterhalten, als am Wochenende die Theatergruppe des TuS Schmidt einen Schwank zum Besten gab. „Dreistes Stück im Greisenglück“ von Bernd Gombold hatte man ausgewählt, es passte ausgezeichnet zur Gruppe, die Rollen waren perfekt besetzt.

Voll besetzt war der Saal im Schützenhof am Samstag bei der Premiere nicht, doch dann herrschte am Sonntag drangvolle Enge. Die Theatergruppe hat einen guten Ruf, auch aus den umliegenden Orten des Monschauer und Dürener Lands waren Besucher gekommen.

In den Pausen hörte man interessante Vergleiche: Andere Laienspielgruppen guckten den Schmidtern zu, bewunderten die Stückauswahl und das originelle Spiel. Von Anfang an gingen die Zuschauer mit, da gab es häufig Szenenapplaus, der die Schauspieler ermunterte und motivierte. Im Seniorenheim „Greisenglück“ herrscht Oberschwester Siglinde (Helga Nideggen) „wie der Kommandant eines Strafgefangenenlagers“, meint Opa Müllerschön.

Man hatte mit Kurt Deuster den Opa trefflich besetzt, und sein Freund, der „demente“ Opa Paul, ein rechtes Schlitzohr, wurde von Helmut Bergsch gespielt. Die Beiden bringen die Oberschwester immer wieder in Rage, Helga Nideggen glänzte textgewaltig und temperamentvoll. Und jedes Mal, wenn die türkische Putzfrau, die „geringfügig Beschäftigte“, auftrat, klatschte das Publikum begeistert: Elisabeth Stockmann, mit Kittel und Kopftuch, sprach ihr „schönes Opa Müller“ mit herrlich türkischem Akzent an und versuchte, ihm das Leben erträglich zu machen.

Oma versteht alles verkehrt

In der Rolle der schrulligen schwerhörigen Oma Irma überraschte Karina Huben, sie verstand grundsätzlich alles verkehrt. Das geizige Ehepaar Hermann und Berta sorgte ebenfalls für viel Gelächter: Ständig keifte die giftige Ehefrau (Judith Hallmanns) und stiftete ihren Mann (Armin Stollenwerk) zum Handeln an; die beiden waren wie besessen hinter dem Erbe von Opa Müllerschön her.

Einzig die Enkelin Karin ist wirklich auf der Seite des Opas, Marion Moos zeigte sich wieder einmal sehr flexibel und mimte die liebe Enkelin genauso gut wie die coole Rockerin. Ihren Freund Alex (Manuel Lennartz) schmuggelt sie nachts ins Seniorenheim, der ist sturzbetrunken und muss sich verstecken, Opa Müllerschön hilft.

Die Lage spitzt sich zu, und die fiese Oberschwester schimpft: „Sie sind ja nicht ganz dicht, weder oben noch unten!“ Ein zweiter Sohn taucht auf (Rolf Wergen), der ist auch nur hinter Opas Geld her, aber das durchschaut Fred Müllerschön bald. Er denkt sich tolle Tricks aus – und jeder kriegt, was er verdient!

Als zwischendurch der Rocker noch eine Neuigkeit (aus dem wirklichen Leben) unterbringt: „Und falls es euch interessiert: Die Gladbacher haben die Bayern zwei null geputzt“ – gibt es lautstarken Applaus. Die Rosi, eine schicke Friseurin und Fußpflegerin, tut den Senioren was Gutes und nimmt reichlich Kohle dafür, Sandra Schmunkamp glänzte als etwas schrille Lebedame.

Sicher wird das Theaterstück in dieser Woche ein Gesprächsthema in Schmidt sein.

Wer noch Karten für die Vorstellungen am kommenden Samstag um 20 Uhr oder am Sonntag um 18 Uhr bekommen will, muss sich beeilen: Sie können unter Telefon 02474/200 bestellt werden. Mit Glück sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich.

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