Roetgen - Theaterfreunde zeigen Komödie in drei Schlafzimmern

Theaterfreunde zeigen Komödie in drei Schlafzimmern

Von: Günther Sander
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Bettszenen-Wechsel in bunter Folge: Bei den „Schlafzimmergästen“ glänzte das gesamte Roetgener Theater-Ensemble mit guten Leistungen. Foto: Günther Sander

Roetgen. It’s Party-Time! Vier Protagonisten-Paare, drei Schlafzimmer, aber nur eine Nacht. Und die hat es in sich. Klar, dass die Beziehungskomödie „Schlafzimmergäste“ des britischen Autors Alan Ayckbourn auf dem Spielplan der Theaterfreunde nicht fehlen durfte.

Die deutsche Erstaufführung fand am 14. Juni 1978 in Düsseldorf statt, die in Roetgen, 38 Jahre später, war ein wahrer Genuss. Eine gute Wahl der Theaterfreunde Roetgen, wie sich an zwei Tagen im Bürgersaal herausstellte. Dieser wurde kurzerhand in drei Schlafzimmer umfunktioniert.

Der rote Faden des Stücks ist schnell erzählt: Beziehungsprobleme in der Nacht, turbulente, heitere Szenen, neckische Flirts, Eifersucht, köstliche, mit trockenem Witz vorgetragene Dialoge. Zu später Stunde verspeist man Fisch, trinkt dazu Kakao. In einem anderen Zimmer wird an einem Nachtschränkchen gebastelt, heraus kommt jedoch nur Schrott. Es geht rein ins Bett, raus aus dem Bett und auch wieder rein. Oftmals werden sogar artistische Leistungen sichtbar. Kurzum: In diesem Stück werden vier verschiedene Arten des Miteinanderumgehens innerhalb einer Beziehung dargestellt.

Da kristallisiert sich heraus, dass die Paare, so unterschiedlich sie sich darstellen, doch den gleichen Beziehungsschemata unterliegen. Dennoch tauchen nicht alltägliche Probleme am laufenden Band auf. In drei verschiedenen Schlafzimmern geht es rund, beteiligt sind acht extrem unterschiedliche Charaktere. Das ältere Ehepaar Ernest (Rolf Nordt) und Delia (Sabine Schröder), das, wie es sich in gut gesitteten Familien geziemt, seinen Hochzeitstag gebührend feiert und versucht, Verrücktheiten aus der Vergangenheit zu wiederholen.

Ganz anders hingegen läuft es bei dem jungen Glück Malcolm (Hannes Benner) und Kate (Hannah Nickel), denn auf ihrer Party geht es fetzig-heiß zu. Davon kann sich Jane (Anna Clösgen) ein Bild machen, sie ist jedoch ohne ihren Göttergatten Nick (Florian Nickel) erschienen, da der Gute sich verletzt hat und mit seinen Rückenschmerzen beschäftigt ist. Er verbringt schlafend eher eine ruhige Nacht.

Wie in der heutigen Zeit nicht gerade unüblich, erscheinen auch Susannah (Jenny Gath) und Trevor (Peter Volkhardt). Sie sind zwar verheiratet, trudeln jedoch getrennt ein. Die Dreiecksbeziehung von Trevor, dessen Ex-Freundin Jane und seiner neuen Frau Susannah, mit der es allerdings nicht ganz rund läuft, führt dann auch prompt bei der Party zu einem echten Drama.

Am Ende erleben alle Paare eine Nacht, die sie mit Sicherheit so schnell nicht vergessen werden. Gleiches gilt auch für die zahlreichen Besucher. Nach über zwei Stunden schließlich ging in den Schlafzimmern das Licht aus, Ruhe kehrte ein, doch im Bürgersaal brauste ein Sturm der Begeisterung für diese Beziehungskomödie los. Starker Beifall des Premierenpublikums dankte dem vortrefflichen Ensemble, das unter der Regie von Monika Bahr und Rolf Nordt ein echtes Bühnenschmankerl hingelegt und allen einen vergnüglich leichten Abend beschert hatte.

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