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Theater trotz Handicap? Kein Problem!

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
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Dieses Stück wird zweifellos den Zuschauern genauso viel Spaß machen wie den Schauspielern: Es lässt Shakespeares berühmte Helden lebendig werden. Foto: A. Lauscher

Steckenborn. Das Theater Kunterbunt probt fleißig für seine Aufführungen im Januar. Dann will man die Theaterfreunde aus der Nähe und der Ferne mit einem Shakespeare-Abend überraschen. „Konzen sehen und sterben“ nennen die pfiffigen Akteure ihre „tragische Komödie, sehr frei nach Shakespeare“.

Fünf Monate lang wurde fleißig geprobt. Jeden Mittwoch trafen sich die Laienschauspieler im Pfarrheim in Steckenborn. Das Besondere: Hier spielen Menschen mit und ohne Handicap zusammen Theater.

Reichlich Erfahrung konnten die Schauspieler in der Vergangenheit bereits sammeln. Schließlich ist das Theater Kunterbunt bereits mit einem Fantasieabenteuer und einer Kriminalkomödie aufgetreten. Nun wagt es sich also auch an Shakespeare heran.

Gefördert wird das inklusive Theaterprojekt seit rund drei Jahren von der „Aktion Mensch“, hinzu kamen einige großzügige Spender, die die Laienschauspieler und ihre Arbeit unterstützen sollen. Initiator des besonderen Theaterprojektes ist die KoKoBe Eifel (Kontakt-, Koordinierungs- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung). „Das Stück, das wir aufführen werden, entwickeln wir selbst“, sagt die Regisseurin, Ingrid Wiederhold.

Besonders viel Wert legen die Verantwortlichen auch auf eine passende Besetzung. Schließlich soll bei diesem Projekt jeder Teilnehmer aus sich herausgehen, seinen Text lernen und mit Einfallsreichtum seine Rolle ausfüllen. Das Ergebnis während der Proben: Oft hörte man lautes Lachen aus dem Proberaum, das wohl vor allem an der Auswahl des Stückes und an der äußerst originellen Art und Weise, wie die Laienschauspieler ihre Rolle interpretieren, lag.

Aus dem reichhaltigen Repertoire des berühmten englischen Dramatikers haben die Schauspieler markante Persönlichkeiten genommen und ihnen mit Fantasie interessante Szenen auf den Leib geschrieben, dabei verwenden sie neben eigenen Dialogen auch bekannte Shakespeare-Zitate.

Herausgekommen ist ein Shakespeare mit einem ganz besonderen Eifel-Flair. Die Theaterfreunde dürfen sich an diesem Abend nicht nur auf ein Wiedersehen mit Romeo und Julia freuen. Auch Hamlet und sein vom Onkel ermordeter Vater werden auftreten.

In dieser magischen Welt sorgen außerdem eine Hexe und die Elfenkönigin Titania für fantastische Momente. Lady Macbeth und ihr unglücklicher Gatte sind darüber hinaus ebenso vertreten wie König Lear mit seinem Narren.

Eine Königin Elizabeth und ein mehr oder weniger würdiger Kirchenvertreter, Kardinal Wolsey, sorgen beim Publikum für weitere Überraschungen.

Was in der Probenzeit unter der Regie von Ingrid Wiederhold herausgekommen ist, können die Besucher im Musik- und Kulturzentrum Konzen genießen.

Die Premiere des Theaterstücks findet am Freitag, 22. Januar, um 20 Uhr statt. Am Samstag, 23. Januar, wird es um 20 Uhr dann noch eine zweite Aufführung geben.

Karten können Interessierte im Vorverkauf bei der KoKoBe unter Telefon 0177/8528056 oder per E-Mail an a.hein@kokobe-regionaachen.de, in der Caritas-Werkstatt in Imgenbroich, Telefon 02472/80360, und auch an der Abendkasse erwerben. Die Eintrittskarten kosten 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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