„Tenöre4you“ in Roetgen: Ohrwürmer für kleines Publikum

Von: heg
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Musikalisch vielfältig: Die „Tenöre4you“ bei ihrem Konzert im Roetgener Bürgersaal. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Für Kunst und Kultur sollte in Roetgen endlich eine geeignete Aufführungsstätte geschaffen werden, deshalb wurde beim Umbau der Grundschule auch ein „Bürgersaal“ realisiert. Doch die Bemühungen, diesen nun auch mit Leben zu füllen, werde von den Bürgern – noch – nicht so recht gewürdigt.

So leider beim Konzert der zwei „Tenöre4you“, die sich am Donnerstagabend nur spärlich besetzten Reihen gegenübersahen. Es spricht für die sympathischen Künstler, dass es ihnen dennoch gelang, mit ausdrucksstarken Stimmen und gelungenen Interpretationen populärer Melodien den Funken überspringen zu lassen und den Zuhörern einen angenehmen und unterhaltsamen Abend zu bereiten.

Hinter dem Ensemble „Tenöre4you“ stehen die Sänger Toni Di Napoli und Pietro Pato, die, meistens im Duett, aber auch als Solisten, auf ein Repertoire aus bekannten und eingängigen Stücken setzen. Optisch ansprechend begleitet wird ihre Präsentation der Welthits aus Pop, Klassik, Musical und Film von stimmungsvollen Licht-Shows, den passenden Filmsequenzen oder auch eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen wie bei einer irischen Ballade.

Dass die Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm quer durch die unterschiedlichsten Genres erwartete, machten schon die ersten Auftritte deutlich. Auf die Einstimmung mit „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ folgte das klassische „Ave Maria“ von Schubert und mit „Amazing Grace“ stellte Pietro Pato seine eigene Version des bekannten Gospels vor. Mit dem gefühlvollen „O Sole mio“, vorgetragen vor einem romantischen Streifzug durch Venedig, erwies Toni Di Napoli den Damen im Publikum, die deutlich in der Mehrzahl waren, seine Reverenz.

Mit weiteren Ausflügen in die Klassik wie „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot, Filmmusiken aus „Der Pate“ und „Titanic“, „Memory“ aus dem Musical Cats oder dem Evergreen „My Way“, bei dem sich die ersten Bravo-Rufe unter den von Auftritt zu Auftritt stärker werdenden Applaus mischten, wussten die Sänger ihre Zuhörer zunehmend zu begeistern und sogar zum Mitsingen zu animieren.

Mit Ohrwürmern wie „Que será“ und „Volare“ leiteten Toni Di Napoli und Pietro Pato schließlich vielsagend über zu „Time to say Good Bye“, aber ohne Zugabe kamen sie nicht davon und das beschwingte „Hava Nagila“ – zu Deutsch „Lasst uns glücklich sein“ – setzte einen passenden Schlusspunkt unter eine gelungene Vorstellung.

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