Tempo 30 wird zur Höfener Angelegenheit erklärt

Von: P. St.
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Besonders zur Narzissenzeit erlebt Höfen eine Steigerung des Verkehrsaufkommens. Ob weitere Tempo 30-Zonen im Ort eingerichtet werden, ist noch nicht entschieden. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Für die Monschauer SPD ist die Sache klar: Die Verkehrsbelastung im Golddorf Höfen hat spürbar zugenommen, und daher müssen auch bei der Verkehrsregelung Konsequenzen folgen.

So hatte der Höfener Ratsherr Erwin Jansen den Antrag eingebracht, auf allen städtischen Straßen im Ort Tempo 30-Zonen einzurichten. Im Planungsausschuss erläuterte der Antragsteller seinen Vorstoß damit, dass die durchaus positiv zu sehende neue Entwicklung in Höfen auch „negative Begleiterscheinungen” zeige.

Damit Bürger und Gäste sich weiterhin wohl fühlten, sei jetzt die Zeit gekommen, das Thema Tempo 30 für ganz Höfen aufzugreifen, um den Menschen „etwas Gutes” zu tun. Mit diesem Antrag greife er auch einen „Wunsch aus der Bevölkerung” auf.

Dieses Wunschdenken in der Bevölkerung war für Ortsvorsteher Peter Theißen aber nicht klar erkennbar. Daher sollte man es „so wie immer in Höfen” halten und die Anwohner durch eine Befragung entscheiden lassen, ob sie in ihrer Straße Tempo 30 wollten.

Auch für Claus Sieverding (Grüne) stellte sich die Frage nach dem konkreten Handlungsbedarf. Außerdem mache eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur dann Sinn, wenn sie auch kontrolliert werde; ebenso meinte Kurt Victor (FDP), dass man statt einer Diskussion im Ausschuss die Bürger fragen sollte.

Erwin Jansen vermutete zwar „parteipolitische Interessen”, dass man dem SPD-Antrag nicht folgen wolle, „aber meinetwegen machen wir die Befragung.”

„Es geht nicht um Parteipolitik”, wehrte Heinrich Jansen (CDU) den Vorwurf ab. Wichtig sei es allerdings, „den Willen der Bürger zu erkunden.”

Der Wille der Bürger, räumte Dietmar Schütteler (Die Linke) ein, sei nicht immer eindeutig festzustellen. Eine Entscheidung hänge vielfach davon, wieviel Kinder gerade in einer Straße lebten. „Da ist es schwierig, ein realistisches Bild zu erhalten.”

„30” schon in 18 von 26 Straßen

Da für die Verwaltung im Verlaufe der längeren Diskussion nicht eindeutig herausgearbeitet worden war, wie eine Befragung in der praktischen Umsetzung aussehen soll, gab Bürgermeisterin Margareta Ritter den Antrag „in den Ort zurück”, um das weitere Vorgehen zu klären. Auch sei zu klären, ob alle Bürger befragt werden sollten, denn im Jahr 1997 seien in 18 von 26 städtischen Höfener Straßen auf Antrag des damaligen Ortsvorstehers Heinz Kerkmann bereits Tempo 30-Zonen eingerichtet worden. Weitere Zonen sollten, so ein Schreiben aller Höfener Ratsvertreter aus dem Jahre 2006, nicht ausgewiesen werden. Die Bereiche Heidgen, Alzen sowie die Straßen Wiesengrund, Nießenstraße, Hermesstraße und Triftstraße (teilweise) sind noch nicht als Tempo-30-Zonen ausgewiesen.

Für den Fall, dass es zu einer kompletten Ausweisung von Tempo 30 in Höfen komme, sollte man auch in der Eschbachstraße eine 30er-Zone einrichten, ließ Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen bereits Wünsche von Bürgern durchblicken. Eine solche Ausweisung wäre möglicherweise dann erforderlich, damit sich die Höfener Autofahrer auf ihrer „Hausstrecke” wegen der Einschränkungen im eigenen Ort „hier nicht abreagierten.”
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