Taxi in der Eifel: Nach 22 Uhr wird es schwierig

Von: ag
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Ein Taxi in der Monschauer Altstadt: Tagsüber sind alle Taxiunternehmen erreichbar, nach 22 Uhr wird es schwieriger. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Wer an einem Wochentag eine längere Veranstaltung wie zum Beispiel eine Aufführung im Rahmen der Monschau-Klassik besucht und nicht mobil ist, könnte Schwierigkeiten haben, wieder nach Hause zu kommen. Busse fahren nach 22 Uhr nicht mehr, und wer niemanden kennt, der einen abholen könnte, ist auf ein Taxi angewiesen.

Die Lokalredation hat bei den Taxiunternehmen in Monschau und Simmerath angerufen und nachgefragt, ob es möglich ist, in der Woche nach 22 Uhr noch ein Taxi zu bekommen. Drei der vier Unternehmen legen größten Wert darauf, dass ihr Name in diesem Zusammenhang nicht genannt wird. Deshalb werden die verschiedenen Unternehmen hier A, B, C und D genannt.

Bei den Taxiunternehmen A und B bekommt man an einem Wochentag nach 22 Uhr kein Taxi mehr. Beide haben jeweils einen Wagen zur Verfügung. Sie könnten nicht rund um die Uhr arbeiten, und einen weiteren Fahrer in dieser Zeit zu beschäftigen, rechne sich einfach nicht, sagen beide Unternehmer unabhängig voneinander. „Während der ganzen Klassik hat niemand bei mir angerufen. Es gibt keine Resonanz. Das lohnt sich einfach nicht“, sagt Unternehmer A. Die Situation hier sei nicht mit der Stadt vergleichbar. „Auf wen sollen wir warten? Anfangs haben wir das noch gemacht, dann sitzt man aber umsonst herum“, sagt Unternehmer B. Wenn er ohnehin noch nach 22 Uhr unterwegs sei, würde er auch schon mal länger arbeiten. In der Regel gebe es aber keinen Bedarf.

Bei den Unternehmen C und D ist es eher möglich, nach 22 Uhr noch ein Taxi zu bekommen. Ihnen steht mehr als ein Taxi zu Verfügung. „Wenn ein Wagen verfügbar ist, dann fahren wir auch nach 22 Uhr in der Woche.“ Genutzt werde des Angebot aber nicht, sagt Unternehmer C. Während der Festspiele auf der Burg habe es Vorbestellungen gegeben, von denen aber nur ein oder zwei in einem Auftrag endeten. „Die Leute treffen dann Bekannte und fahren mit denen. So ist das ständig.“ Generell sei die Nachfrage, für Fahrten am späten Abend oder in der Nacht sehr gering. „Entweder ruft keiner an oder drei gleichzeitig“, sagt der Unternehmer. In einem solchen Fall müssten die Kunden dann aufgrund der langen Anfahrtswege in der Eifel mit längeren Wartezeiten rechnen. „Das Angebot ist da, die Leute nutzen es aber nicht oder sie meinen, sie könnten die Fahrt für 3,50 Euro haben“, sagt der Unternehmer.

Unternehmen D rät bei solchen Fahrten dazu, rechtzeitig ein Taxi vorzubestellen. Diese Möglichkeit werde aber nur selten genutzt. Generell seien später Fahrten innerhalb der Woche sehr rar.

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