Tausende neue Schilder für die Simmerather Wanderwege

Von: P. St.
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Das neue Wanderorientierungssystem der Gemeinde Simmerath wurde jetzt von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und der Projektverantwortlichen Astrid Joraschky präsentiert. Die Eifelvereins-Ortsgruppen waren eng in das Projekt eingebunden. Foto: P. Stollenwerk
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Auf einen Blick: Zu jedem der 29 Simmerather Wanderwege gibt es einen informativen Flyer.
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Verwirrende Markierungen: Das soll beim Wandertourismus in Simmerath nicht mehr sein.

Simmerath. Wandern liegt im Trend. Die Bewegung in der Natur belebt die Sinne und bereitet Freude. Der Spaß findet aber spätestens dann ein Ende, wenn sich der Wanderer verläuft oder er sich auf die Wegemarkierung nicht mehr verlassen kann.

Damit soll jetzt Schluss sein - zumindest in der Gemeinde Simmerath. Jetzt stellte die Gemeinde Simmerath ein verbessertes Wanderorientierungssystem vor, das sich der Qualität in benachbarten Wandergebieten anpassen soll. Tausende Wegemarkierungen wurde im Gemeindegebiet an Bäumen und Pfosten befestigt, damit der Wanderer die Orientierung nicht verliert. Entstanden sind auf diese Weise 29 örtliche Rundwanderwege zwischen Einruhr und Strauch mit unterschiedlichen Streckenlängen zwischen drei und 15 Kilometern. Zu jedem Wanderweg gibt es kompakten und praktischen Flyer mit Karte, Höhenprofil, GPS-Daten und Kurzbeschreibung der jeweiligen landschaftlichen Besonderheiten.

Zählt man die bereits vor einigen Jahren ausgewiesenen Dorfrundgänge noch hinzu, dann hat man jetzt in Simmerath zwischen 42 ausgewiesene Wanderstrecken die Qual der Wahl.

Ehe es aber soweit war, musste der Schilderwald kräftig gelichtet und das Wegenetz intensiv durchforstet werden.

Der Wandertourismus in der Region hat in den zurückliegenden Jahren immer an Bedeutung zugenommen hat, aber das Wanderangebot unterliegt noch großen Qualitätsschwankungen. Während Premiumwanderwege wie der Eifelsteig und dessen Partnerwege, aber auch die Wege im Nationalpark und die Hauptwanderwege des Eifelvereins, optimal beschildert sind, gab es bei der Markierung der örtlichen Wanderwege dringenden Handlungsbedarf. Es existierten Bereiche mit einem regelrechten Überangebot an Wegen, was die Orientierung auch nicht erleichterte, während andere Abschnitte überhaupt nicht für Wanderer erschlossen waren.

Unter der Projektleitung von Astrid Joraschky von der Gemeinde Simmerath kam man überein, das örtliche Wanderangebot zu optimieren. Das Ziel lautete, die Wege zu reduzieren, neue Angebote zu schaffen und für eine zuverlässige Markierung und Orientierung zu garantieren.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit den Eifelvereins-Ortsgruppen, dem Nationalpark Eifel, Vertretern aus den Ortschaften und dem Planungsbüro Sascha Schmitz aus Kesternich erarbeitet.

Von 417 auf 236 Kilometer

Erstmals in großer Runde traf man sich im September 2014, ein Jahr später nun sind bereits alle Wege fertig markiert. Getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“ erfolgte der massivste Einschnitt bei der Reduzierung des Wanderwegenetzes von 417 auf 236 Kilometer. Analog zum Beschilderungssystem des Eifelvereins wurde eine einheitliche Markierung entwickelt. Der Wanderer folgt nun schwarzen Ziffern auf weißem Grund. Außerdem findet sich auf jedem Markierungstäfelchen der Wegename. Gleichzeitig wurden alte Markierung entfernt.

Bei der Präsentation des neuen Wanderorientierungssystems in der Grillhütte Bickerath würdigte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns besonders den Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte beim Wegeprojekt und die Vernetzung der Wanderwege.

Der Hauptwanderwart des Eifelvereins, Wolfgang Müller, lobte ebenfalls die Initiative vor Ort, und meinte, dass es gelte bei neuen Wegemarkierungen einen Kompromiss zu finden zwischen den örtlichen Interessen und den Erwartungen der Wandertouristen.

Die Kosten des Projektes beliefen sich auf zusammen 36.000 Euro. Aus Mitteln des Leader-Förderprogramms wurden 17.000 Euro beigesteuert. 15.000 Euro betrug der Finanzierungsanteil der Städteregion Aachen, so dass nur gut 4000 Euro zu Lasten der Gemeinde Simmerath gingen.

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